Unsichtbare Stadt: Review der Pilotepisode

Unsichtbare Stadt: Review der Pilotepisode

Netflix' brasilianische Serie Unsichtbare Stadt feiert heute ihre Weltpremiere. Darin muss ein Polizist feststellen, dass es mythische Wesen gibt, die sich zwischen einem Dasein als Mensch und als Tier hin- und herbewegen können. Die Mischung aus Mystery und Krimi hat Potential.

Unsichtbare Stadt (c) Netflix
Unsichtbare Stadt (c) Netflix
© nsichtbare Stadt (c) Netflix

Auf Netflix ist ein siebenteiliger Mystery-Krimi aus Brasilien an den Start gegangen. In Unsichtbare Stadt stirbt die Frau eines Polizisten in einem mysteriösen Waldfeuer. Bei seinen Untersuchungen stößt er auf übernatürliche Wesen, die eine Mischung aus Mensch und Tier zu sein scheinen.

Das passiert in der Pilotepisode von Unsichtbare Stadt

Gabriela (Julia Konrad) ist mit ihrer Tochter Luna auf einer Feier in einem Dorf, das nah am Wald liegt. Die Anthropologin wollte dafür sorgen, dass aus diesem Wald ein Reservat wird. Aus diesem Grund hat sie sich mit den Dorfbewohnern zusammengefunden, um zu feiern. Bei dieser Feier bricht jedoch plötzlich ein gewaltiges Feuer aus. Da sich in dem brennenden Waldgebiet auch Luna befindet, rennt Gabriela hinter ihr her und stirbt dabei. Ihre Tochter bleibt unversehrt.

Gabrielas Mann, Eric (Marco Pigossi), ist Polizist und möchte über die Umstände ihres Todes genauer ermitteln. Doch dem sich in tiefer Trauer befindenden Mann wird das von seinem Chef verweigert. Seine Frau begleitet ihn noch in seinen Gedanken und Erinnerungen. Dabei geht es auch um ihre unterschiedliche Vorstellungen über mythische Wesen. Während sie daran glaubte, dass sie existieren, ist er eher ein „Skeptiker“. Seine Einstellung hierzu soll jedoch schnell ins Zweifeln geraten: Während einem Spaziergang sieht er, wie ein sehr seltener und toter pinker Delfin von Menschen wieder zurück ins Wasser gezogen wird. Das verhindert Eric jedoch, da das Aufgabe der Umweltbehörde beziehungsweise der Polizei ist. Somit nimmt er den Delfin mit.

Da er sich noch einen merkwürdigen Vorfall - Unmengen an toten Fischen treiben in einem Fluss - ansehen soll, kühlt er den Delfin mit Eis in seinem Truck. Schließlich kommt er abends zu spät, um den Delfin abzugeben. Bei ihm dröhnt die Alarmanlage seines Autos, da ein Mann versucht, den Delfin zu stehlen. Dieser Mann scheint ein mythisches Wesen zu sein, das mit der Natur verbunden ist. Dabei entdeckt Eric, dass sich in seinem Truck nicht mehr ein Delfin, sondern ein Mann befindet. Er kann seinen Augen nicht trauen und ruft die Polizei an, nachdem er die Leiche im Wald beseitigt hat.

Dieser junge Mann sollte den Delfin stehlen, da so sonst auffliegen würde, dass es Wesen gibt, die „mit der Natur verbunden“ sind. Der tote Delfin-Mann war letztlich Teil einer Gruppe solcher Wesen, die ihre Existenz geheim halten wollen.

So kommt die Pilotepisode von Unsichtbare Stadt rüber

Unsichtbare Stadt ist eine brasilianische Serie, die es bisher noch nicht auf Deutsch gibt. Es ist lediglich eine französische, portugiesische und englische Synchronisation verfügbar. Hierbei sollte jedoch vor der englischen Synchronisation gewarnt werden. Diese ist wirklich grauenvoll. Da würde ich eher empfehlen, den Mystery-Krimi auf Portugiesisch mit deutschen Untertiteln anzusehen.

Netflix
Netflix - © Netflix

In der Pilotepisode macht die Mischung aus Krimi und Mystery einen guten ersten Eindruck, jedoch weiß man weder über die Ermittlungen noch über die Wesen genug, um diese irgendwie einschätzen zu können. Es bleibt abzuwarten, wie diese zwei Elemente in der Staffel miteinander verwoben werden. Dabei sollte es natürlich bei den Krimi-Elementen spannend und bei den Mystery-Elementen geheimnisvoll zugehen. Insbesondere über die Wesen, ihr Leben und ihren Zusammenhalt würde ich gerne mehr erfahren. In der Serie wird auch ein respektvoller Umgang mit der Natur, ein gewisses Einssein mit ihr, angesprochen - ein Aspekt, den ich sehr spannend finde. Ich bezweifle jedoch, dass man diesen Punkt zufriedenstellend thematisieren kann.

Außerdem könnte es spannend werden zu sehen, wie Eric seine Skepsis beiseiteschieben muss und anfangen muss zu glauben - an eine Welt, in die wahrscheinlich auch seine Frau mehr verwickelt war, als ihm bewusst war.

Insgesamt erfährt man in der ersten Episode noch nicht allzu viel über die Wesen und die restlichen Figuren. Daher wirkt die Folge auch eher wie ein Prolog, so dass sich die eigentliche Geschichte noch entfalten muss.

Fazit

Unsichtbare Stadt“ macht einen soliden bis guten Eindruck. Dabei wirkt die Pilotepisode wie ein Prolog, bei dem die Geschichte gerade erst langsam anfängt, in Fahrt zu geraten. Die Mischung aus Mystery und Krimi hat insgesamt durchaus Potential. Es bleibt aber abzuwarten, ob dieses richtig ausgeschöpft wird...

Hier abschließend noch der Trailer zur neuen Netflix-Serie „Unsichtbare Stadt“:

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