In Plain Sight 2x10

Ed Fogerty (David Denman) erwischt, während er seine Runden als Security-Mann bei einer Speditionsfirma macht, zwei der Mitarbeiter, die Autos schmuggeln. Als rechtschaffener Mann sucht er die Polizei auf und wird ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. So weit, so gut. An dieser Stelle beginnt der wirkliche schwere Part für Mary & Co. Als Gegenleistung für seine Aussage gegen den internationalen Schmugglerring fordert Ed Besuchsrecht für seinen Sohn Miles. Mary (Mary McCormack) und Marshall (Fred Weller) besorgen ihm zwar diese Erlaubnis, aber vom Sohn keine Spur. Und nicht nur das - die Ex-Frau ist anscheinend auch spurlos verschwunden. Alles deutet darauf hin, dass Eds Sohn nur in seiner Phantasie existiert.
Man braucht Expertenhilfe: Mary holt ihre Therapeutin (die wir vom Anfang dieser Staffel kennen) Dr. Shelley Finkle (Ali Marsh) an Bord. Diese hat gerade eine quälende, langjährige Beziehung hinter sich, ist jetzt wieder frei und ... kann Marshall nicht aus den Augen lassen (im realen Leben sind die beiden Schauspieler verheiratet). Die Gespräche zwischen den beiden und eine sehr lustige Szene zwischen Stan (Paul Ben-Victor) und Eleanor (Holly Maples) bieten dem Zuschauer innerhalb dieser traumatischen Episode die nötigen Verschnaufpausen.
Stan zu Eleanor: „Tell Mary what you found, Hon“. Viel lustiger als Marys und Marshalls Reaktionen auf diese Bemerkung ist Eleanors Erklärungsversuch.
Ed verstrickt sich weiter in Ungereimtheiten, da das Foto von Miles, das er Mary gibt, nur in eine weitere Sackgasse führt. Letztendlich erweist sich, dass Ed gar keinen Sohn, dafür aber eine gewaltige Schuld auf seine Seele geladen hat - und dass Miles der einzige Weg war, vor der Realität dessen, was er vor Jahren nicht getan hat, zu fliehen. Der Schmugglerring handelt nicht nur mit Autos, sondern auch mit Menschen. So ist vor Jahren in einem Container eine ganze Familie gestorben - und obwohl Ed Geräusche aus dem Container hörte, öffnete er ihn erst, als es zu spät war.
Am Ende werden die Überreste dieser Familie gefunden.
Und Marshall erstes Date mit Shelley war ein Desaster.
Ich hoffe, dass diese beiden mehr gemeinsame Screentime bekommen, da nicht nur die Chemie zwischen ihnen stimmt, sondern es auch höchste Zeit ist, auch Marshall in Beziehungprobleme zu verwickeln. Dann wird die Witsec wirklich ein Paradies für Psychoanalytiker werden.
Fast vergessen - wie ich schon nach der letzten Episode geahnt habe, war Miles to Go fast eine „family free“-Episode, bis auf einen Subplot mit Brandi (Nichole Hiltz), in dem sie das Leben eines obdachlosen Navahos rettete. Was das zu bedeuten hat, kann man nur raten - ich hoffe, die Autoren haben etwas Bestimmtes vor, sonst wäre der Handlungsstrang völlig überflüssig gewesen.
Alles in Allem, nach dem Kracher der letzten Woche, eine „ruhige“ und gelungene Episode.
Verfasser: Vladislav Tinchev am Montag, 29. Juni 2009(In Plain Sight 2x10)
Schauspieler in der Episode In Plain Sight 2x10
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?