
© ??Imaginary Mary“ / (c) ABC
Dass Jenna Elfman immer eine gute Wahl für eine Comedy ist, wissen wir schon seit Dharma & Greg. Und auch in ABCs Imaginary Mary überzeugt sie als unterhaltsame Karrierefrau zusammen mit ihrer eingebildeten besten Freundin Mary (gesprochen von Rachel Dratch). Das knuddelige Monster tut sein Übriges, um zumindest die Pilotepisode als kurzweilig zu empfinden. Wie viel Inhalt der Plot allerdings über die erste Staffel hinweg zu bieten hat, bleibt abzuwarten.
Fantastische Freundschaft
Alice (Elfman) ist unabhängig und erfolgreich. In Kindheitstagen wurde sie von Mary, ihrer imaginären Freundin, begleitet, die immer einen guten Ratschlag oder einen flotten Spruch in petto hatte. Nachdem Alice ihr erstes Mal erlebt hatte, verschwand Mary, da sie scheinbar nicht mehr gebraucht wurde. In den Folgejahren baut Alice ein stabiles und beruflich gelungenes Leben auf. Als jedoch eines Tages Ben (Stephen Schneider) in Alice" Firma auftaucht, steht ihr Leben plötzlich Kopf. Ben ist geschieden und Vater von drei nicht ganz unkomplizierten Kindern.
Da gibt es zunächst den pubertierenden Andy (Nicholas Coombe), der vollauf damit beschäftigt ist, Instagram-Mobbing abzuwehren und die zündende Idee sucht, sich an der Schule beliebt zu machen. Dora (Matreya Scarrwener), das mittlere Geschwisterkind, gibt sich eher cool und desinteressiert. Die erste Tat von Bunny (Erica Trembley), der jüngsten im Bunde, ist die Zerstörung von Alice" Lieblingsgitarre.
Kurz nachdem Alice und Ben die Entscheidung getroffen haben, den nächsten Schritt zu gehen und seine Kinder in ihre Beziehung zu involvieren, taucht unerwartet Mary wieder auf. Nach anfänglichen Akzeptanzschwierigkeiten, ist Alice doch froh über die Rückkehr der Stütze aus früheren Zeiten. Die fellige Freundin mischt sich direkt in die Beziehung ein und bringt Alice mehr als einmal in Verlegenheit.

Fazit
„Imaginary Mary“ ist witzig, süß und sehr erfrischend. Nicht nur Jenna Elfman verkörpert den Charakter einer guten Comedy. Auch ihre Kollegen überzeugen als Lieferanten zahlreicher Lacher. Die Pilotepisode hat in jedem Fall das Potential, in eine vergnügliche Serie für zwischendurch überzugehen. Es besteht lediglich die Gefahr, dass sich der Inhalt der Geschichte erschöpft und dass dies auch das niedliche Geschöpf Mary nicht mehr ausgleichen kann. Aber warten wir mal ab. Vielleicht gibt es an den richtigen Stellen Wendungen und Ereignisse, die die Stimmung hochhalten. Wer amerikanische Comedys mag, kann sich „Imaginary Mary“ durchaus anschauen.