Halo 1x01

Halo 1x01

In der düsteren Zukunft des 26. Jahrhunderts wird die Menschheit in einen Konflikt epischer Ausmaße mit einem Konglomerat unterschiedlicher Alienvölker, Allianz genannt, gezwungen. Kybernetisch aufgewertete Soldaten wie Master Chief John-117 ziehen in den Krieg.

Poster zur Serie Halo (c) Paramount+
Poster zur Serie Halo (c) Paramount+
© oster zur Serie Halo (c) Paramount+

Der schäbige Außenposten auf dem Planeten Madrigal wird von einem Trupp weit überlegener gepanzerter Echsenaliens angegriffen und fast alle Menschen kommen dabei ums Leben, obwohl eine Eingreiftruppe des UNSC (United Nations Space Command) unter dem Kommando von Master Chief John-117 (Pablo Schreiber, Orange Is the New Black) landet und den Großteil der Angreifer auslöschen kann. Einzig die junge Kwan Yerin Ha, Reef Break) überlebt das Massaker.

Als die Soldaten auf der Suche nach überlebenden Feinden eine Höhle erkunden, finden sie dort ein mysteriöses, offenbar außerirdisches Artefakt, das im eigentlich als emotionsloser Befehlsempfänger konzipierten Master Chief eine Wandlung auslöst und ihm plötzlich rätselhafte Visionen beschert. Dies führt dazu, dass er Kwan kurzerhand mit an Bord seines Schiffes nimmt und zusammen mit ihr den verwüsteten Planeten verlässt.

Kwan ist scheinbar alles andere als ein völlig normaler Teenager und steht in Verbindung mit dem geheimnisvollen Article 72 (worüber wir erst später mehr erfahren werden). Ferner will die Führungsetage der UNSC Kwans Überleben auf Madrigal zu Propagandazwecken in der alles andere als rosigen Zukunftswelt für sich nutzen. Die Wandlung des Master Chief entgeht mittlerweile auch seinen Vorgesetzten auf dem Planeten Reach nicht: Insbesondere Wissenschaftlerin Dr. Catherine Elizabeth Halsey (Natasha McElhone, Californication), an weiteren Optimierungsversuchen am lebenden Objekt beteiligt, ist sehr an den Geschehnissen auf Madrigal und natürlich ganz besonders an dem Artefakt interessiert, dass der Master Chief an sich genommen hat. Doch auch bei den außerirdischen Feinden der Menschheit in einer derer Kontrollzentralen an einem unbekannten Ort ist man sich durchaus darüber im Klaren, dass schicksalhafte Ereignisse in Gang gekommen sind.

Das Halo-Multiversum

Für viele computerspielaffine Science-Fiction-Fans ist die riesige Welt von „Halo“ absolut kultig: Das mehr als ein Dutzend für die verschiedenen Xbox-Varianten zwischen 2001 und 2021 veröffentlichte, in verschiedenen zeitlichen Epochen der Gesamtgeschichte angesiedelte Ego-Shooter-Spiele umfassende Universum wurde im Lauf der Jahrzehnte um eine Vielzahl darauf aufbauender Bücher, Comics, Animationsfilme und dergleichen mehr erweitert: Dadurch dehnte sich sein Umfang so sehr aus, dass eine genaue Beschreibung in einem Serienreview wie dem vorliegenden quasi unmöglich ist.

In äußerster Kurzfassung geht es in der Saga von „Halo“ um den Kampf der Menschheit gegen einen gewaltigen Zusammenschluss verschiedenster außerirdischer Rassen mit religiösen Beweggründen, die die schier allmächtige Allianz bilden, gegen die die Menschen bestehen müssen. Die nun veröffentlichte, von Fans langersehnte Serie Halo führt in einen neuen zeitlichen Handlungsabschnitt, die sogenannte „Silver Timeline“ ein.

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Streaming-Fernsehen auf Kinoniveau

Natürlich kann eine auf einem derart riesigen Multimedia-Franchise wie dem von „Halo“ basierende TV-Serie nicht unabhängig von diesem bestehen, trotzdem jedoch gilt auch hier die alte Showgeschäft-Regel, dass man neue Serien und Filme niemals allein für die Fans von bereits Bestehendem produzieren sollte, sondern dabei stets auch die vollkommen unbeteiligten potenziellen Zuschauer im Auge haben muss, die für einen Erfolg in höherer Größenordnung nun einmal unerlässlich sind. Sicherlich auch aus diesem Grund wählten die beiden Showrunner der für den US-Streamingdienst Paramount+ (hierzulande zu sehen auf Sky) produzierten Serienadaption, Kyle Killen („Fear Street Teil 1“) und Steven Kane (The Last Ship) auch besagte „Silver Timeline“, die einen neuen Abschnitt im Universum von „Halo“ markiert, als Handlungszeitraum aus.

Entstanden ist die aus vorerst neun je etwa einstündigen Episoden bestehende, auf Kinofilm-Niveau budgetierte Serie übrigens in Zusammenarbeit zwischen Steven Spielbergs („Jurassic Park“, „Indiana Jones“) Produktionsschmiede Amblin Television mit 343 Industries, Showtime Networks, One Big Picture, Chapter Eleven und natürlich Paramount Television. Viel Zeit lässt sich die Serie nicht: Bereits nach wenigen Minuten rappelt es im Karton auf dem Planeten Madrigal und in bester Computerspiel-Manier wird Action vom Feinsten präsentiert, die trotz der Tatsache, dass sie im Vordergrund steht, nicht der alleinige Hauptfaktor ist: Auch der Aufbau der gezeigten neuen Serienwelt wird in zwar knapper, aber durchaus eingängiger Weise geschildert, und das dargestellte Szenario macht sehr schnell klar, dass man es hier bei weitem nicht mit einer kostengünstigen Produktion zu tun hat.

Ein wenig hiervon, etwas davon

Neu ist das Ganze bei alledem natürlich nicht und kann seine Vorbilder nicht verleugnen, ganz gleich, ob diese nun Foundation, „Dune“ oder auch The Mandalorian heißen mögen, an deren Designs Halo hier und da erinnert, wenngleich natürlich an keiner Stelle der Eindruck einer Nachahmung entsteht, sondern vielmehr das Schritthalten mit hohen heutigen Standards. Auch die Geschichte von Master Chief John-117 erinnert mitunter sowohl ein wenig an den bereits genannten Mandalorianer von der Disney-Konkurrenz als auch an den „RoboCop“ bereits länger zurückliegender Zeiten. Doch sei dies wie ebenfalls schon gesagt keineswegs als Kritik ins Feld geführt, sondern reichert die neue Serienwelt schlicht und einfach mit dem Zuschauer vertrauten Komponenten an, was in der richtigen Dosierung noch nie zum Nachteil in einem neuen Serienuniversum gereicht hat.

Vielmehr macht bereits die Pilotepisode trotz der Tatsache, dass der Neuzuschauer nur gerade so viel Information erhält, wie er für den Augenblick unbedingt braucht, ungemein neugierig auf die weiteren Serienfolgen. Dabei fällt Halo natürlich erwartungsgemäß weit eher in den Bereich der Military-SF a'la „Starship Troopers“ als den von Space Operas wie Star Trek oder Weltraummärchen wie „Star Wars“ fällt. Grandiose Spezialeffekte (die nicht von ungefähr an das Gamer-Vorbild erinnern), die gleichzeitige angenehme Distanz zur Handlung der Computerspiele (die Fans dennoch mühelos wiedererkennen sollten) und eine noch unverbrauchte Schauspielerriege (allesamt Darsteller, die man zwar vom Sehen her auch aus anderen Rollen kennt, jedoch noch nicht auf solche festgelegt sind) tun das ihre dazu, der Serie Halo von Anfang an den nötigen Schwung für die neue gezeigte Welt mitzugeben, die eine Vielzahl von Science-Fiction-Fans sicherlich höchst gespannt auf die weiteren Folgen zurücklassen dürfte. Eine klare Empfehlung knapp unter dem Bewertungshöchstmaß!

Hier abschließend noch der Originaltrailer zur Serie „Halo“:

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Verfasser: Thorsten Walch am Donnerstag, 24. März 2022

Halo 1x01 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 1
(Halo 1x01)
Deutscher Titel der Episode
Pilot
Titel der Episode im Original
Contact
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 24. März 2022 (Paramount+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 25. März 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek
Donnerstag, 24. März 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Donnerstag, 24. März 2022
Autoren
Kyle Killen, Steven Kane
Regisseur
Otto Bathurst

Schauspieler in der Episode Halo 1x01

Darsteller
Rolle
Natasha Culzac
Yerin Ha
Bentley Kalu
Kate Kennedy
Charlie Murphy
Bokeem Woodbine
Natascha McElhone

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