
© ast der Serie „Great News“ / (c) NBC
Tina Fey hat eine neue Serie. Und das auch noch gemeinsam mit 30 Rock-Autorin Tracey Wigfield. Die Fans der NBC-Workplace-Comedy und die Unbreakable Kimmy Schmidt-Fangemeinde sind elektrisiert und nach den ersten beiden Great News-Episoden vermutlich auch erleichtert. Die neue Serie ist leichter als ihre Vorgängerinnen, dabei aber nicht weniger intelligent gemacht und stark besetzt.
Worum geht es?
Wir lernen die Fernsehreporterin Katie (Briga Heelan, Ground Floor) kennen, die in ihrem Job in der Redaktion eines Lokalnachrichtensenders unzufrieden ist. Ihr Chef Greg (Adam Campbell, Mixology) vertraut ihr nach wie vor nicht die Produktion des Hauptsegments an. Immerhin hat sie einen großen Fan, ihre Mutter Carol (Andrea Martin, Difficult People), die sie stets unterstützt - und dabei nicht selten den einen oder anderen Schritt zu weit geht.
Zwischen dem Stress auf der Arbeit und dem, den ihre Mutter produziert, versucht Katie ihr Leben in den Griff zu bekommen und sich durchzusetzen. Doch das wahre Chaos geht erst los, als ihre Mutter sich für ein Praktikum in der Redaktion entscheidet.
Doch aus dem Drama wird ein Vorteil für die Reporterin, der eine gehörige Portion Selbstbewusstsein fehlt. Denn es stellt sich heraus, dass Carol die einzige ist, die mit dem alternden und oft unberechenbaren Moderationsstar der Show Chuck (John Michael Higgins, Happily Divorced) umgehen kann.
Als Chucks Co-Moderatorin Portia glänzt Nicole Richie (The Simple Life), ebenfalls eine tragende Rolle spielt Justin (Horatio Sanz, Are We There Yet?) aus dem Schneideraum, in dem Katie einen Vertrauten gefunden hat.
Wie kommt es rüber?
Hinter der Serie stehen 30 Rock-Mastermind Tina Fey sowie die Autorin Tracey Wigfield und das merkt man besonders an der Cleverness und der wunderbar-komischen Albernheit, mit der die beiden in der ersten Episode bezaubern. Denn mit Great News bekommen wir nicht eine weitere, mehr oder weniger seelenlose Sitcom serviert, die auf der Suche nach dem schnellen Lacher alles verkauft, was wichtig sein könnte. Hier steckt mehr dahinter, statt billiger Gags werden wir auf unterhaltsame Weise in die Welt zweier Frauen eingeführt, die Pate stehen für eines der Hauptthemen der Serie, den Generationenkonflikt.
Während Chuck kein Wort von dem versteht, was seine Moderationspartnerin Portia sagt, finden die beiden Frauen über die unterschiedlichen Ansprüche und Hindernisse als Frau zueinander. Katie steht für all die jungen Frauen, die lernen, sich gegen subtile Ungerechtigkeiten durchzusetzen und Carol sagt, was viele Mütter gerne rausschreien würden. Und das wäre gar nicht so schlecht, lässt sich in jungen Jahren von den Erfahrungen doch einiges lernen.
Doch keine Sorge, der Lehrauftrag versteckt sich hinter einer urkomischen Story über eine dysfunktionale Newscrew, die ein bisschen, aber nicht zu sehr an „30 Rock“ erinnert. Die neue Serie ist leichter, doch dank des starken Casts nicht zu unterschätzen.
Fazit
Die Comedyserie Great News begeistert mit einer gelungenen Mischung aus Albernheit und Cleverness und bleibt dabei leicht ohne Gefahr zu laufen, zu simpel zu wirken.
Trailer zu der US-Serie „Great News“: