Future Man: Pilot - Kritik der Episode 1x01

Future Man: Pilot - Kritik der Episode 1x01

Der Zeitreisecomedy Future Man merkt man die Handschrift des Produzententeams Rogen/Goldberg deutlich an: derbe Sprüche, gelegentliche One-Liner, das Spiel mit der Metaebene und ziemlich direkter Humor bestimmen die Pilotepisode.

Josh Hutcherson, Derek Wilson und Eliza Coupe in „Future Man“ / (c) Hulu
Josh Hutcherson, Derek Wilson und Eliza Coupe in „Future Man“ / (c) Hulu
© osh Hutcherson, Derek Wilson und Eliza Coupe in „Future Man“ / (c) Hulu

Die Debütepisode Pilot der Serie Future Man wirft den Hausmeister und leidenschaftlichen Gamer Josh Futturman (Josh Hutcherson) unverhofft in einen Krieg um die Zukunft der Menschheit, als die Helden seines Videospiels plötzlich in seinem Zimmer auftauchen und ihn als ihren Retter bezeichnen.

Worum geht es?

Josh ist seinem Leben nur mäßig zufrieden: Er lebt immer noch bei seinen Eltern und geht tagsüber seiner Tätigkeit als Hausmeister in einer Forschungsklinik nach und kann sich trotz vorhandener Ambitionen nicht dazu aufraffen, etwas an seiner Situation zu verändern.

Dafür verändert sich diese ganz von selbst, denn nachdem er wie jeden Abend eine ausgiebige Runde das Videospiel „Biotic Wars“ zockt und es dabei als erster Spieler schafft, den letzten Level des schier unbezwingbaren Games zu knacken, bekommt er unerwarteten Besuch, der sein Leben auf den Kopf stellt.

Plötzlich stehen Tiger (Eliza Coupe) und Wolf (Derek Wilson) in seinem Zimmer, die als Helden des Spiels ihn für den Auserwählten halten, der ihnen helfen soll, die Zukunft des Menschen zu sichern. Nachdem sie ihm erklären, dass „Biotic Wars“ eine Trainingssimulation aus der Zukunft ist und sein damit verbundenes Kampfgeschick ihnen bei der Rettung der Menschheit helfen soll, nehmen sie ihn mittels Zeitmaschine mit in das Jahr 1969, in dem das Fundament für die düstere Zukunft erstmals gelegt wurde.

Nun liegt es an dem Trio, es zu verhindern, dass Dr. Elias Kronish (Keith David) mit der Forschung an einem Heilmittel für Herpes beginnt, welches die Welt in Unheil und Chaos stürzen wird. Allerdings ist dies leichter gesagt als getan, denn während die eher martialisch veranlagten Tiger und Wolf mit dezenten Anpassungsschwierigkeiten an ihre neue Umgebung zu kämpfen haben, müssen sie feststellen, dass Josh nicht das von ihnen erhoffte Führungs- und Kampftalent besitzt, welches sie von ihrem Retter erwartet hatten. Seine Kontakte und Wissen über Elias könnten jedoch trotzdem von enormer Wichtigkeit sein.

Stumpf ist Trumpf

Future Man steckt sein Territorium sehr früh ab und offenbart seine Charakteristika ziemlich schnell: Wir bekommen eine Sci-Fi-Komödie voller Genrereferenzen mit Anspielungen auf Filme wie „The Terminator“, „Back To The Future“ oder sogar Gangsterstreifen wie „Pulp Fiction“ serviert, die von der Art Humor geprägt wird, die Seth Rogen und Evan Goldberg bereits in ihren gemeinsamen Filmproduktionen oder stellenweise auch in der Serie Preacher an den Tag leg(t)en.

Das bedeutet: schnelles Tempo, stumpfsinnige, aber amüsante Dialoge mit derber Ausdrucksweise, physischer Humor, der gerne auch mal unterhalb der Gürtellinie einschlägt und gelegentlich auch eine Portion Gewalt. Dabei ist die Serie sich selbst stets bewusst, so dass gelegentliche one-liner und Ausflüge in die Metaebene zum Konzept gehören. Nicht alle Versuche treffen grundsätzlich ins Schwarze, aber hin und wieder ist ein ordentlicher Lacher dabei.

Josh Hutcherson, Derek Wilson und vor allem Eliza Coupe scheinen sich in ihren Rollen wohl zu fühlen und weisen bereits jetzt eine gute Chemie und gelungene Comedy-Dynamik miteinander auf. Visuell befindet sich die Hulu-Serie gerade für eine Comedy auf einem einwandfreien und guten Niveau und es lässt sich an vielen Stellen erkennen, dass mit einem ordentlichen Budget gearbeitet wurde.

Fazit

Der Humor von Future Man dürfte seine Zuschauer früh spalten, weswegen die Pilotepisode ein exzellenter Indikator sein dürfte, um auszumachen, ob einem auch der Rest der 13-teiligen Staffel gefällt. Lässt man sich auf die mitunter infantilen Witze und den mit gelegentlicher Action und Gewalt garnierten Humor ein, erwartet einen dafür garantiert kurzweiliger Spaß mit vielen liebevollen Anspielungen auf das Zeitreisegenre, mit dem die Beteiligten offensichtlich gut vertraut sind.

Wer mit den Filmen von Rogen/Goldberg wie „Pineapple Express“ oder „This Is the End“ etwas anfangen kann, der dürfte sich auch hier sehr wohl fühlen. Wem die Witze allerdings bereits jetzt zu platt sind, für den hält „Future Man“ keine Zukunft bereit.

Josh Hutcherson in „Future Man“
Josh Hutcherson in „Future Man“ - © Hulu

Serientrailer zu „Future Man“:

Diese Serie passen auch zu «Future Man»