Friedmanns Vier: Review der Pilotepisode der RTL+-Serie

Friedmanns Vier: Review der Pilotepisode der RTL+-Serie

In der neuen RTL+-Serie Friedmanns Vier begleiten wir drei Schwestern und ihren Vater durch die schwere Zeit nach dem überraschenden Unfalltod der Mutter. Können die Drehbuchautoren die Herzen der Zuschauerschaft bewegen?

Serienposter zur Serie Friedmanns Vier (c) RTL+
Serienposter zur Serie Friedmanns Vier (c) RTL+
© erienposter zur Serie Friedmanns Vier (c) RTL+

Die Dramaserie Friedmanns Vier begleitet eine Familie durch eine tragische Zeit. Vater Mischko Friedmann (Tom Beck) und seine drei halbwüchsigen Töchter verlieren durch einen Unfalltod überraschend die Mutter der Familie. Auf RTL+ kann man begleiten, wie die vier damit umgehen. Kann das die Herzen und Tränendrüsen der Zuschauer:innen ergreifen?

Wovon handelt die Serie Friedmanns Vier?

Bei den Friedmanns herrscht der übliche liebevoll-chaotische Alltag, den sich Drehbuch-Autoren so überlegen, wenn sie eine heile, aber coole, junge Familie zeigen möchten. Die drei Töchter haben Probleme, aber keine, von denen der Zuschauer nicht schon weiß, dass sie sich bald lösen werden. Da wäre zum Beispiel die selbstbewusste Streberin Tilda (Kya-Celina Barucki), die aus der Ferne den rappenden Bad Boy des Schulhofs anhimmelt, Rokko (Rojan Juan Barani). Sie nimmt allen Mut zusammen, um ihm vor versammelter Mannschaft ihr Stück zu überreichen, das sie mit ihm als Hauptfigur im Sinn für die Schulaufführung geschrieben hat. Sie holt sich eine böse Abfuhr - bis der böse Junge mit dem weichen Herzen ihre Reime hört und erkennt, dass sie Talent hat...

Die älteste Tochter fälscht derweil ihre schlechten Noten weg und das Nesthäkchen entdeckt gerade, dass sie lieber ein Junge wäre. Unterdessen herzen und knutschen die beiden Eltern sich wie Frischverliebte im Sonnenaufgang und das Leben könnte einfach nur idyllisch sein, wenn nicht ein Unfall reingrätschen würde...

Nachdem Mutter Emma (Picco von Groote) ihren Mann zur Arbeit gebracht hat, hat sie auf dem Rückweg einen Wildunfall und verstirbt an den Folgen. Nun muss Mischko nicht nur seine große Liebe auf einer Bahre im Krankenhaus identifizieren, er muss die tragische Nachricht auch noch den Töchtern überbringen. Dazu wählt er den Lieblingsplatz der Familie, ein bedeutungsträchtiger Baum im Wald.

In der Pilotepisode begleiten wir die Familie, zu der auch etwas weiter am Rande die Eltern der Verstorbenen zählen, bis zur Beerdigung.

Wie kommt es rüber?

Die Autoren der Serie „Friedmanns Vier“ geben sich deutlich sichtbar Mühe, die Folgen des Unfalltods eines nahen Angehörigen möglichst realistisch zu beleuchten. Doch da schießen ihnen immer wieder typische, überholte Mattscheibenklischees rein. Von der überidyllischen Familienzeichnung vor der Tragödie mal ganz zu schweigen. Richtig ärgerlich wird es nach dem Tod, als die Szenen, die sich echt anfühlen, immer seltener werden. Häufiger werden dagegen die, in denen man sieht, wie die Autoren versuchen, viel Drama auf einen zu kurzen Raum zu packen.

Am emotionalsten fühlen sich über den Verlauf der Pilotepisode die kurzen und wenigen Eingriffe des Nachbarpaares an. Im Zusammenspiel mit den beiden funktioniert, was wohl eigentlich für die Friedmanns alleine auch das Ziel sein sollte: Wir sehen, wie Menschen im Angesicht des Unfassbaren zwischen dem hin- und herschwingen, was man halt gesellschaftlich machen muss, was einen an Gefühlen überkommt und welche unkonventionellen Wege man findet, damit umzugehen.

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