Frankie Drake Mysteries: Review der Pilotepisode

Frankie Drake Mysteries: Review der Pilotepisode

In der Pilotepisode der Serie Frankie Drake Mysteries entführen die Macher uns ins Toronto der 1920er Jahre und in eine von einer jungen Frau geführte Detektei mit illustren Verbindungen.

Cast der Serie „Frankie Drake Mysteries“ / (c) CBC
Cast der Serie „Frankie Drake Mysteries“ / (c) CBC
© ast der Serie „Frankie Drake Mysteries“ / (c) CBC

Murdoch Mysteries läuft seit elf Staffeln überaus erfolgreich über die Bildschirme der Krimifans und hat sich über die Jahre laut CBC zum meistgesehenen, einheimischen Drama Kanadas entwickelt. Kein Wunder, dass man daraus noch mehr schlagen möchte. Nun geht mit Frankie Drake Mysteries eine thematisch ähnlich veranlagte Serie aus der Feder des „Murdoch“-Autorenteams an den Start. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die im Toronto der 1920er Jahre eine Detektei führt.

Worum geht es?

Frankie (Lauren Lee Smith; CSI: Crime Scene Investigation, This Life) und ihre Freundin Trudy (Chantel Riley) führen die Detektei gemeinsam, doch im Mittelpunkt der Story steht erstere. Die junge Polizistin Mary Shaw (Rebecca Liddiard; Alias Grace, Houdini and Doyle) erscheint überraschend in der Detektei und eröffnet Frankie, dass ihr Vater ein viel größerer Trickbetrüger gewesen sei, als sie es bisher angenommen hatte. Außerdem habe er bei seinen Coups eine Handschrift gehabt: Er habe eine berüchtigte Drake-Feder zurückgelassen. Und ausgerechnet eine solche sei an einem Tatort aufgefunden worden. Nun kann es nicht Frankies Vater gewesen sein, denn der ist bereits verstorben. Aber die Polizei - so wird Frankie von ihrer Freundin gewarnt - gehe davon aus, dass die Tochter etwas damit zu tun habe. Die entsetzte Detektivin verliert keine Zeit und gibt sich als Versicherungsvertreterin aus, um das bestohlene Ehepaar auszufragen.

Während der Mann arglos alles beantwortet, riecht Nora (Wendy Crewson; 24, Saving Hope) den Braten, enttarnt Frankies Bluff und schickt sie fort. Doch bei einem weiteren Ermittlungsversuch fällt der Name der Detektivin und nun erkennt Nora, wen sie da vor sich hat: ihre eigene Tochter. Das eröffnet sie auch Frankie. Gemeinsam ermitteln die beiden weiter und trommeln dafür die alte Gang ihres Vaters zusammen.

Auch wenn sich schnell herausstellt, dass Frankies Vater nicht das kriminelle Genie war, für das die Polizei ihn hält. Der Kopf hinter der Coups war Nora. Und so weiß sie auch genau, wie sie sich schützen kann. Und wie sie sich bereichern kann. Am Ende steht Nora mit den Perlen da, doch statt sich abzusetzen, wie sie es geplant hatte, kehrt sie zurück und übergibt ihrer Tochter in einem seltenen Anfall von Aufrichtigkeit die Beute.

Wie kommt es rüber?

Allgemein haben die Serienautoren ein paar gute Ideen für die neue Serie auf Lager. Zum Beispiel der Umstand, dass nicht Noras Vater das kriminelle Mastermind war, sondern ihre Mutter. Auch dass ihre Mutter sie enttarnt, weil die Versicherung eine so große Summe niemals einer Frau anvertrauen würde, lässt Hoffnung auf mehr interessantes story telling aufleben.

Doch was fehlt, ist das Charisma und auch ein bisschen der Lokalkolorit, mit dem die Macher werben, dann aber nicht liefern. Vieles an der Kulisse wirkt zu rund, zu glatt, um uns in eine andere Zeit zu entführen. Auch durch die Darsteller wird das nur in wenigen Momenten glaubhaft. Und dass es sich um Toronto oder überhaupt Kanada handelt, das kann man in der Pilotepisode höchstens erahnen.

Sollte in dieser Hinsicht noch mehr kommen, könnte Frankie Drake Mysteries eine leichte Unterhaltung werden, die man sich durchaus mal gönnen kann. Doch diese Art von Serie funktioniert besser, wenn man die Figuren schon kennt - oder wenn sie einem schnell das Gefühl geben, sie schon lange zu kennen. In dieser Hinsicht hat die CBC-Serie leider nicht genügend anzubieten im ersten Fall.

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