FBI - Most Wanted: Review der Pilotepisode

FBI - Most Wanted: Review der Pilotepisode

In dem FBI-Ableger FBI: Most Wanted FBI ist eine Spezialeinheit auf der Jagd nach den meistgesuchten und schwersten Verbrechern der Vereinigten Staaten. In jeder Episode verfolgt das Team einen bestimmten Schwerkriminellen.

Szenenbild aus FBI: Most Wanted (c) CBS
Szenenbild aus FBI: Most Wanted (c) CBS
© zenenbild aus FBI: Most Wanted (c) CBS

Worum geht es?

Die Pilotfolge mit dem Titel Dopesick der US-Serie FBI: Most Wanted leitet wie viele andere Kriminalserien mit dem Verbrechen selbst ein. So lernen wir zuallererst den in dieser Episode zu bezwingenden Verbrecher Doktor Brock (Henry Thomas) kennen, bevor wir überhaupt das Protagonistenteam des Spin-offs zur Mutterserie FBI zu sehen bekommen.

Doktor Brock arbeitet augenscheinlich als normaler Arzt in einer Klinik. Allerdings wird schnell deutlich, dass dieser auch noch andere, zwielichtige Geschäfte neben seinem Tarnmetier betreibt. Durch gefährliche Melodie und Lichtdämmerung wird der Doktor bereits in den ersten Sequenzen als bedenklich markiert und dieser Verdacht bestätigt sich endgültig, als er sich mit dem Mord an einem Mann und seiner eigenen Frau schuldig macht.

Nach der einleitenden Verbrechensszene lernen wir auch endlich den ersten FBI-Agenten Jess Lacroix (Julian MacMahon) kennen, welcher sich noch zu Hause befindet und mit seiner Tochter einen Falken freilässt, den die beiden gemeinsam gepflegt hatten, nachdem sie ihn verletzt aufgefunden hatten. Auch wenn diese Szene zunächst etwas willkürlich in das Geschehen eingeworfen wirkt, so stellt sich im Verlauf der Episode noch heraus, dass ebendiese Sequenz des Loslassens stark metaphorisch aufgeladen ist. So zeigt das Freilassen des Vogels symbolhaft den Trauerprozess der jungen Tochter und deren Vater, da die Mutter vor einiger Zeit verstorben ist.

Wie in Krimiserien so üblich, erhält Lacroix einen dringlichen Anruf und macht sich daher rasch auf zur Arbeit, auf der er sich mit seinem Team trifft und dort den neusten Fall „Doktor Brock“ bespricht. Während wir über Lacroix bereits durch die vorherige Szene einzelne private Details erfahren haben, so bleiben wir in Bezug auf die anderen Mitglieder des Teams recht unwissend. Doch eventuell ändert sich dies noch in den kommenden Episoden.

Der weitere Folgenverlauf dreht sich ausschließlich um die Inhaftierung des Schwerkriminellen, welchen die Spezialeinheit nach seinen jüngsten Taten sofort auf die Liste der „Most Wanted“ setzt. So durchsucht das Team zum einen sein vorgegebenes Arbeitsumfeld und nimmt auch zu Angehörigen des Arztes Kontakt auf. Hier zeigt sich ein recht gängiges und typisches Vorgehen in Kriminalserien. Im Laufe der Untersuchungen stellt sich heraus, dass Doktor Brock neben seinen vorgegebenen medizinischen Tätigkeiten auch noch ein Drogengeschäft betreibt, welches ihm Millionen einbrachte und auf die Kosten der von ihm stark abhängigen Patienten ging.

Eine größere Rolle bei der Lösung des Falls nimmt zudem noch die Tochter des Schwerverbrechers ein, welche einen starken moralischen und auch emotionalen Konflikt durchmachen muss, als sie von den Machenschaften ihres Vaters erfährt. Entscheidet sie sich hierbei für ihr privates Glück und ihre Liebe zu ihrem Vater oder letztlich doch für die Gerechtigkeit? Diese entscheidende Frage wird am Episodenende aufgelöst...

Fazit

Die Serie FBI: Most Wanted hält bereits in der Pilotfolge, was sie verspricht. Es handelt sich um eine typische Kriminalserie, welche sich in Form und Inhalt stark an anderen Formaten des gleichen Genres orientiert. Im Vordergrund stehen vor allem die zu lösenden Fälle, welcher sich eine Spezialeinheit annimmt. Über die Protagonisten selbst erfährt man neben ihrer beruflichen Tätigkeit recht wenig, da sich die erörternde Handlung meist auf die Sorgen Dritter bezieht.

Durch Musik, Licht und Dekor wird die genrespezifische Stimmung hergestellt, die sich wie ein Leitfaden durch die erste Folge zieht. Wer sich also für Kriminalserien begeistern kann und genau diese Art von filmischer Unterhaltung liebt und schätzt, der wird bei der Serie „FBI: Most Wanted“ sicherlich nicht enttäuscht werden. Dennoch muss auch gesagt werden, dass hierbei nichts Innovatives oder bisher gänzlich Unbekanntes ins Leben gerufen wurde. Die Serie hält sich stark an das vom Genre vorgegebene Muster. Das wiederum muss allerdings gar nicht negativ gewertet werden, da es ja eventuell gerade die Zielsetzung der Serie war. Außerdem sind die Serienschöpfer Dick Wolf und René Balcer durch ihre langjährige Law & Order-Zusammenarbeit (zum Beispiel an Law & Order: Criminal Intent) sowieso alte Hasen des Genres. So lässt sich „FBI: Most Wanted“ also durchaus an Fans von Kriminalserien weiterempfehlen, birgt dabei aber keine wirklichen Überraschungen in Form und Inhalt.

Hier abschließend noch der Trailer zur neuen CBS-Serie FBI: Most Wanted:

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