
Die Serie Do No Harm begleitet Jason Cole (Steven Pasquale, Rescue Me, Up All Night), einen freundlichen und passionierten Arzt mit einem dunklen Geheimnis.
Die eine Seite und die andere Seite
Jason ist nicht nur überaus talentiert in seinem Metier, er ist auch gutaussehend, bescheiden und freundlich. Doch er hat eine psychische Krankheit. In jeder Nacht knockt er sich mit starken Medikamenten quasi aus, denn sonst würde sein Alter Ego auftauchen, der weniger freundlichere, weniger bescheidene, aber mit dem gleichen Charme und gutem Aussehen gesegnete Ian Price.
Mehrere Jahre lang konnte Jason seine Krankheit mithilfe starker Medikamente unterdrücken. Doch dann geschieht es: Die Mittel verlieren ihre Wirkung und der Zuschauer hat das Vergnügen, Ian kennenzulernen.
Und Ian hat nur ein Ziel: Sich in Jasons Leben einzumischen und es zu zerstören. Nachdem er sich zunächst ein bisschen vergnügt, lädt er Jasons love interest Dr. Lena Solis (Alana De La Garza, Law & Order) zu sich ein, lässt sie in dem Glauben, er sei Jason und tut ihr etwas an, was dem Zuschauer und Jason jedoch zunächst verborgen bleibt. Am Ende lässt er jedoch eine wütende Frau zurück, die mit Jason nichts mehr zu tun haben will.
Weitere Abenteuer des bösen Zwillings beinhalten den fehlgeschlagenen Versuch, als Jason eine Operation durchzuführen und ein Bett voller Frauen.
Jason zeigt sich unterdessen als strahlender Ritter, der gefährliche, aber rettende Operationen durchführt und seine Ex-Freundin Olivia (Ruta Gedmintas), die von Ian verfolgt wurde, warnen will.
Figurenkarussell
Neben den zwei Hauptcharakteren hat die Serie Do No Harm weitere mehr oder weniger oberflächliche Figuren zu bieten. Es gibt den hilfreichen Apotheker, der Jason mit den richtigen Drogen versorgt und als die versagen, eigenständig an einer neuen arbeitet. Die bereits erwähnten zwei zentralen Frauen sind Lena, Ärztin und love interest von Jason sowie seine Ex-Freundin Olivia. Keine der beiden bekommt in der Pilotepisode die Gelegenheit, einen richtigen Eindruck zu hinterlassen.
Natürlich fehlt der potentielle Gegenspieler nicht, ein überehrgeiziger Arzt, der nach einem Treffen mit Ian auf eigene Faust in Jasons Vergangenheit ermittelt und sicherlich früher oder später zu einer Gefahr für das Versteckspiel des beliebten Arztes wird.
Die Schlussszene bringt ein weiteres Rätsel in die Serie: Ian beobachtet Olivia und erfährt, dass sie einen Sohn namens Cole hat.
Das Spiel
Wir lernen Jason kennen, als er davon ausgeht, dass er Ian durch die Medikamente gebannt hat. Im Verlauf der Pilotepisode muss er feststellen, dass sein Gegenspieler zurück ist. Und zum Ende der Episode entscheidet er sich gegen neue Drogen und für ein gefährliches Spiel, aus dem nur einer der beiden als Sieger hervorgehen kann.
Die Idee hinter der Serie ist zwar nicht uninteressant, aber etwas unausgegoren. Zumindest in der Pilotepisode bleibt der Kampf gegen das Alter Ego sehr oberflächlich, wird nicht zu einem Psychospiel, sondern beschränkt sich vor allem darauf, dass Jason alle seine Kreditkarten fortschafft bevor Ian auftaucht.
Fazit
Die Idee der Serie klingt recht spannend, doch die Umsetzung bleibt dieser Spannung einiges schuldig. Positiv ist zu bemerken, dass Steven Pasquale als Jason zwar ein echter Langweiler ist, als Ian aber eine bestechende Komik und Bösartigkeit an den Tag legen kann. In wieweit das die ganze Serie trägt, bleibt abzuwarten.
Trailer zur Serie Do No Harm: