Dark Matter 3x13

© ikkei und die Crew der Raza / (c) Syfy
In der Episode Nowhere to Go der Serie Dark Matter erhält die Raza die Gelegenheit, Ferrous Corp auszuschalten und den Krieg der Großkonzerne zu beenden. Doch ganz so einfach entwickeln sich die Dinge natürlich nicht.
Backstabbing Business
Durch einen Tipp von Teku (Andrew Moodie), der die Raza urspünglich lediglich auf die Spur ihrer Doppelgängercrew führen sollte, machen sie eine signifikante Entdeckung: Der Hangar, in dem Ferrous Corp seine neue Flotte vorbereitet, befindet sich in Reichweite.
Um Ferrous zu stoppen und den Krieg der Großkonzerne zu beenden, beschließen sie sich ein weiteres Mal mit Mikkei und Commander Truffault (Torri Higginson) zusammenzuschließen und gemeinsam mit einer kleinen von Teku organisierten Flotte im Auftrag von Ryo (Alex Mallari Jr.) in den Kampf zu ziehen.
Doch als Traugott ihnen und Mikkei in den Rücken fällt, werden sie an Bord der Raumstation der Schiffswerft gefangen genommen. Unverhoffte Rettung naht durch Wexler (Ennis Esmer), der seine ehemalige Crew und Ferrous verrät, um Two (Melissa O'Neil) und Six (Roger Cross) zur Flucht zu verhelfen. Three (Anthony Lemke) bleibt dabei allerdings auf der Strecke und gerät in die Hände von Portia.
Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse: Während die Raumschlacht tobt, wird Two von der düsteren Alienrasse assimiliert, die wir zuletzt in The Dwarf Star Conspiracy zu Gesicht bekamen und manipuliert nicht nur Six, sodass dieser sich im Glauben die Station mit der Marauder zu zerstören opfer, sondern öffnet gleichzeitig damit auch ein Portal zu einer anderen Dimension, welches eine neue Bedrohung ausspuckt.
The Black Ships
Dark Matter liefert einen dynamischen Staffelabschluss ab der in vielerlei Hinsicht die Ansätze des Finales der zweiten Staffel weiterführt: Viele Wendungen einer temporeichen Episode treffen auf einen sehr offenes Ende. Sehr gelungen ist dabei die Einbindung der dunklen Wesen, die man nach der Explosion in The Dwarf Star Conspiracy zunächst abgehakt hatte.
Clevererweise testet Six (Roger Cross) Two (Melissa O'Neil) um sicherzugehen, dass sie nicht Portia ist, doch mit der Infiltration der Aliens hat er nicht gerechnet. Wexlers Auftritt kam überraschend, passte allerdings wunderbar in das Profil des schurkischen Opportunisten. Dessen Gastspiele konnten bisher stets überzeugen und vielleicht ist ja temoprär erst einmal ein wenig Platz in den Reihen der Raza frei.

Das ist allerdings auch gleichzeitig ein kleiner Wermutstropfen, denn schon wieder ist es Six, der sich für die Crew opfern musste und diese vielleicht für immer verlässt. Die eigenartige Explosion, welche die Pforten des Dimensionstors aufsties, war jedoch so unorthodox, dass durchaus noch die Möglichkeit besteht, dass er die Strapazen überlebt hat.
Grundsätzlich weiß die Episode wirklich gut zu unterhalten, jedoch bringt sie einige Probleme mit sich: Keiner der Handlungsstränge wirkt abgeschlossen und es gibt neben dem riesigen Cliffhänger der wohlgemerkt beeindruckend eingeführten schwarzen Schiffe wieder eine Vielzahl offener Fragen.
Was daran konkret störend ist, ist dass die Macher der Serie dabei vollends um eine neue Staffel pokern und den Abschluss dermaßen offen gestalten, dass es sehr traurig wäre, sollte diese Hoffnung sich nicht erfüllen. Selbst im Falle der Verlängerung hätte es vielleicht gut getan, zumindest bei ein paar Kapiteln so zu verbleiben, dass diese auch ohne erneut aufgegriffen zu werden, für sich stehen können.
Auf der anderen Seite gibt es nun unglaublich viel Stoff für die Zukunft, alle Charaktere haben neben der neuen übergeordneten Bedrohung nun eigene persönliche Ziele. Vor allem Ryo nun wieder einen Platz auf der Raza zu geben, war eine gute Entscheidung, denn seine Entwicklung auf dem Schiff und sein kontroverser Status an Bord machen ihn zu einer spannenden Figur.
Fazit
Der reine Unterhaltunsfaktor lässt sich Nowhere to Go nicht absprechen, denn wir bekommen ein Feuerwerk aus Action und Wendungen geboten, während über die Staffel etablierte Figuren, Handlungsstränge und Prophezeiungen gekonnt in das Staffelfinale mit eingearbeitet wurden. Die zahlreichen Cliffhanger bergen dafür aber auch ein gewisses Risiko, sodass wir nur hoffen können, dass Cast und Crew die Gelegenheit bekommen, die Geschichte weiter zu erzählen, denn genügend Stoff und Ideen sind wie es scheint bereits vorbereitet. Die Daumen sollte man aber auf jeden Fall drücken, denn während die Staffel zu Anfang qualitativ schwankte, so stabilisierte sie sich in der zweiten Hälfte zunehmend.
Cast und Crew besprechen die Episode in „After Dark“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 29. August 2017Dark Matter 3x13 Trailer
(Dark Matter 3x13)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?