Dark Matter 3x07

© oger Cross in âDark Matterâ / (c) Syfy
In der Episode Wish I Could Believe You der US-Serie Dark Matter entkommt Six (Roger Cross) einem Anschlag durch Chemiewaffen auf seine Kolonie nur knapp mit dem Leben. Es ist die Crew der Raza, die ihn rechtzeitig auflesen konnte, doch er wird zunehmend das seltsame GefĂŒhl nicht los, dass etwas nicht stimmt...
Is it a dream or a memory?
Es sieht so aus, als ob Six in Sicherheit ist, doch laut der Androidin (Zoie Palmer) könnten die Ăberreste des Toxins in seinem Blutkreislauf sich als tödlich fĂŒr ihn erweisen. Gleichzeitig steht laut Informationen der Crew eine geheime Konferenz der unabhĂ€ngigen Kolonien im Visier von Ferrous Corp und benötigt dringend Hilfe.
Ein Crewmitglied nach dem anderen drĂ€ngt Six dazu, den geheimen Ort dieser Konferenz preiszugeben, damit sie diese beschĂŒtzen können. Doch deren untypisch aufdringliches Verhalten und Unstimmigkeiten in seiner Umgebung lassen seinen Verdacht erhĂ€rten, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht.
TatsÀchlich befindet er sich auf einem Schiff der Ferrous Corporation, die mittels einer virtuellen Simulation die Koordinaten des Treffens von ihm in Erfahrung zu bringen versucht. Mit dem Wissen beziehungsweise der starken Vermutung, dass ihm diese RealitÀt nur vorgegaukelt wird, gelingt es ihm, das Blatt zu wenden und einen Hilferuf an die Raza abzusetzen.
Kaum zurĂŒck bei seinen Freunden, macht er auch schon wieder einen kurzen Abstecher, um nachzusehen, wie es seiner Familie geht, deren Erinnerungen an die OberflĂ€che kamen. EnttĂ€uscht muss er feststellen, dass diese die LĂŒcke in ihrem Leben bereits mit einem anderen Mann gefĂŒllt haben und er entschlieĂt sich, die Sache auf sich beruhen zu lassen, damit sie und ihr GlĂŒck nicht in Gefahr geraten.
A dream within a dream
In Wish I Could Believe You ĂŒbernimmt Six (Roger Cross) die Hauptrolle, wobei er eine der wahrscheinlich letzten LĂŒcken in seiner Erinnerung gefĂŒllt bekommt und uns ein weiterer Teil der Exposition seiner Hintergrundgeschichte geliefert wird.
Die gute Nachricht ist zunĂ€chst: Six bleibt als festes Mitglied der Raza erhalten und nimmt wieder seinen gewohnten Platz ein. Es ist die richtige Entscheidung, die dezimierte Crew nicht noch weiter auseinanderzureiĂen oder sie mit neuen Charakteren aufzufĂŒllen.
Die Episode an sich mag letztendlich einen ordentlichen Eindruck machen, doch leidet sie an einem deutlichen Manko: Zwar ist die ein wenig an „Inception“ erinnernde Idee keineswegs schlecht, doch die Umsetzung entpuppt sich einfach als zu vorhersagbar. Das lĂ€sst sich in erster Linie auf die Vielzahl an Hinweisen zurĂŒckfĂŒhren, die im seltsamen Verhalten der Crew mehr oder weniger offensichtlich versteckt wurde. Deren penetrantes DrĂ€ngen auf die Koordinaten in Kombination mit den verdĂ€chtig anmutenden Versuchen, den moralischen Kompass von Six zu manipulieren, waren in der Summe einfach zu eindeutig.

Dass Six dies nutzte, um den SpieĂ wiederum umzudrehen, war hingegen besser eingebunden, auch wenn ein wenig unter den Tisch fallen gelassen wurde, wie er nach dem Absenden des Hilferufs so ohne Weiteres und ohne Gegenwehr vom fremden Schiff entkommen konnte und zurĂŒck auf die Raza gelangt ist.
Raum fĂŒr Spekulation und ein spannendes Setup bietet die Konversation von Three (Anthony Lemke) und Sarah (Natalie Brown). Sie schien genau zu wissen, um welche schreckliche Tat Three sich den Kopf zerbrach. NatĂŒrlich lĂ€sst es sich noch nicht zweifelsfrei bestĂ€tigen, doch die Abfolge der Geschehnisse suggeriert naheliegend, dass es Sarah war, die die Kontrolle ĂŒber die Androidin (Zoie Palmer) zum Ende der Episode ĂŒbernahm.
Daraus lassen sich gleich mehrere RĂŒckschlĂŒsse ziehen: ZunĂ€chst einmal scheint sie hingegen ihrer Behauptungen nicht mehr im Rahmen ihres Programms auf die virtuelle Welt beschrĂ€nkt zu sein und kann ihrem Wunsch nach Alltag bereits aus eigener Kraft Folge leisten. Von dem Sicherheitsrisiko einmal abgesehen kann die Pistole, die sie dem schlafenden Three an den Kopf hĂ€lt, entweder bedeuten, dass er in seiner Vergangenheit tatsĂ€chlich etwas Unverzeihliches getan hat, oder dass Sarah vielleicht sogar selbst ein Geheimnis schĂŒtzen will, an welches er sich aus ihrer Sicht nicht erinnern darf.
Fazit
Wish I Could Believe You bringt Six erfreulicherweise zurĂŒck an Bord der Raza. Weiterer Stellenabbau hĂ€tte der Crew und auch der Serie generell nicht gutgetan und es ist schön, dass man sich dazu entschieden hat, die bekannten Charaktere nicht weiter auseinanderzureiĂen oder zu dezimieren.
Die Episode hatte an sich ein ordentlich Niveau und gute Ideen, wurde aber etwas von ihrer Vorhersagbarkeit gedÀmpft. Ein paar weniger offensichtliche Hinweise hÀtten es an dieser Stelle auch getan, denn sicherlich muss dem Zuschauer nicht alles vorgekaut werden, damit er die Geschehnisse auch bloà mit minimalem Aufmerksamkeitsaufwand versteht. Das ist insgesamt auch ein wenig untypisch, denn sonst traut Dark Matter seinen Fans wesentlich mehr zu und lÀsst diese mit gezielten Anspielungen ihre eigenen Theorien spinnen...
Cast und Crew besprechen die Episode in âDark Matter After Darkâ:
Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 17. Juli 2017Dark Matter 3x07 Trailer
(Dark Matter 3x07)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x07
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