Dark Matter 2x08

In der Episode Stuff to Steal, People to Kill der Serie Dark Matter landet die Raza nach Problemen mit ihrem neuen Antrieb in einem Paralleluniversum. Dort stellt die Crew fest, dass ihr Schiff einen groĂen Anteil zum Krieg zwischen den GroĂkonzernen beitrĂ€gt und ihre DoppelgĂ€nger einiges auf dem Kerbholz haben.
Die doppelte Raza
Die Raumstation, an welcher sie eben noch angedockt waren, liegt in TrĂŒmmern vor ihnen, wĂ€hrend ein Schiff, das der Raza bis ins kleinste Detail gleicht, sich in einiger Entfernung mit mehreren Kreuzern des Mikkei-Konzerns anlegt, bevor es sich in Sekundenschnelle aus dem Staub macht.
Schnell muss die Crew feststellen, dass hier einige Dinge nicht stimmen und es gelingt ihr nur mit MĂŒhe, Commander Truffault (Torri Higginson) davon zu ĂŒberzeugen, dass das Team dem Konzern nicht feindlich gesonnen ist. Gemeinsam fassen sie einen Plan, ihre DoppelgĂ€nger in eine Falle zu locken um deren intakten Prototypen des Antriebs in die Finger zu bekommen.
Es gelingt ihnen, Portia Lin (Melissa O'Neil) und Marcus Boone (Anthony Lemke) gefangen zu nehmen, doch um ihre Fassade vor dem Rest der Crew aufrecht zu erhalten, welche aus ihnen bekannten Gesichtern wie Wexler (Ennis Esmer), Tash (Jessica Sipos) und Jace Corso (Marc Bendavid) besteht, sind sie gezwungen, sich von diesen mit auf eine Mission nehmen zu lassen.
Von den drastischen Handlungen der anderen auf die Probe gestellt, bröckelt ihre Tarnung immer weiter, so dass es schlieĂlich zum offenen Kampf kommt, in dessen ZĂŒgen die Androidin (Zoie Palmer) der zweiten Raza sich auf ihre Seite begibt. Diese ist es auch, die ihnen dabei hilft, ihr Schiff zurĂŒckzuerobern, welches von Mikkei in einem Versuch, ihnen in den RĂŒcken zu fallen, besetzt wurde.
Letztendlich gelingt es den Figuren, mit einem funktionellen Antrieb in ihr eigenes Universum zurĂŒckzukehren und ihre restlichen Crewmitglieder von der Raumstation aufzusammeln. Allerdings kehrt lediglich Nyx (Melanie Liburd) zurĂŒck an Bord, ohne sie darĂŒber aufklĂ€ren zu können, was mit Devon (Shaun Sipos) geschehen ist. ZusĂ€tzlich löst sich eine Kopie der Marauder von ihrem Schiff und entkommt ihnen mit einer unbekannten Person an Bord.
We don't have time to shoot them all
Stuff to Steal, People to Kill legt fĂŒr Dark Matter ein bisher selten erlebtes Tempo vor, welches sich bestens mit den Geschehnissen vertrĂ€gt. Das liegt unter anderem daran, dass wir bereits etablierte DoppelgĂ€nger inklusive neue Crewmitglieder erleben, die uns bereits aus frĂŒheren Episoden vertraut sind. Dies erlaubt es, bereits nach kurzer Exposition in das Geschehen einzutauchen.
Der Ausflug in das Paralleluniversum gewĂ€hrt einen interessanten Einblick in ein Szenario, in welchem betont wird, was geschehen wĂ€re, wenn Five (Jodelle Ferland) nicht als Katalysator fĂŒr die Löschung des GedĂ€chtnisses der Crewmitglieder verantwortlich gewesen wĂ€re. Die Raza arbeitet in dieser RealitĂ€t immer noch als „Mannschaft fĂŒr's Grobe“ im Auftrag der Ferrous Corp, die sich nicht nur aktiv im Krieg mit anderen GroĂkonzernen befindet, sondern auch Kolonien mit Zugang zu wichtigen Ressourcen mit eiserner Hand unterdrĂŒckt und gegebenenfalls von der Raumkarte fegt.
Three (Anthony Lemke) muss schnell feststellen, dass sein alter Ego Marcus Boone ein ziemlicher Schwerenöter ist: Nicht nur sind er und Portia Lin (Melissa O'Neil) ein Gaunerpaar mit einer mehr als nur freundschaftlichen Beziehung, er scheint auch gleichzeitig den Reizen von Tash (Jessica Sipos) und ihrer etwas hÀrteren Gangart nicht abgeneigt zu sein.

Als wesentlich gröĂeres Problem stellen sich jedoch Wexler (Ennis Esmer) und Jace Corso (Marc Bendavid) heraus: Two unterschĂ€tzt die impulsive RĂŒcksichtslosigkeit, mit der beide vorgehen und muss sich zu allem Ăberfluss auch noch mit Corsos Verrat auseinandersetzen.
Auch Truffaults (Torri Higginson) Vorhaben, sie zu hintergehen, sollte der Crew eine Lehre sein, Mikkeis Kooperation auch in ihrer Welt nur mit Ă€uĂerster Vorsicht zu genieĂen. Four (Alex Mallari Jr.) konnte aus den ErzĂ€hlungen zumindest den Schluss ziehen, dass es durchaus im Bereich des Möglichen fĂŒr ihn ist, seinen rechtmĂ€Ăigen Thron wieder zurĂŒckzuerobern.
Neben dem sich erhÀrtenden Verdacht, dass Devon tatsÀchlich gestorben ist, wÀre da noch das Mysterium um den blinden Passagier an Bord der zweiten Marauder. Sollten wir vielleicht doch noch einen möglichen Plot erleben, in welchem Marc Bendavid als Jace Corso involviert ist? Das wÀre zumindest eine nahe liegende Theorie.
Fazit
Dark Matter greift eine beliebtes Science-Fiction-Szenario auf, in welchem es ein gelungenes Wiedersehen mit jeder Menge bekannter und etablierter Bösewichte gibt. Frei nach dem Motto „Faster Than Light war gestern“, können sie nun einen funktionierenden Antrieb als Ergebnis vorweisen, der neue Möglichkeiten und Dimensionen eröffnet, in den bevorstehenden Krieg der Konzerne einzugreifen oder individuelle Ziele zu verfolgen. Stuff to Steal, People to Kill ist lauter und dynamischer als die bisherigen Episoden dieser Staffel und es macht SpaĂ, der daraus resultierenden Action zu folgen, da man kaum Zeit bekommt, sich Gedanken um etwaige negative Aspekte der Handlung zu machen und somit die gebotene Unterhaltung in vollem Umfang genieĂen kann. Von solchen Folgen darf es zwischendurch gerne mehr geben.
Der Trailer zur nĂ€chsten Episode von âDark Matterâ âGoing Out Fightingâ (2x09):
Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 22. August 2016Dark Matter 2x08 Trailer
(Dark Matter 2x08)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 2x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?