Countdown ist schnell und spannend und ein Fest für Jensen-Ackles-Fans

Countdown ist schnell und spannend und ein Fest für Jensen-Ackles-Fans

Die Crime-Thrillerserie „Countdown“ bei Amazon Prime Video vereint ein cooles Team, Thrill und Action mit einem starken Cast - allen voran Jensen Ackles.

Szenenfoto aus der Serie „Countdown“
Szenenfoto aus der Serie „Countdown“
© Amazon Prime Video

Das passiert in der ersten Episode der Crime-Thrillerserie „Countdown“

Der Undercover-Ermittler Mark Meachum (Jensen Ackles) hat in der Serie Countdown neun Monate alleine in einem Hochsicherheitsgefängnis verbracht, um einen Fall lösen, als er plötzlich abgezogen wird. Schuld daran ist FBI Special Agent in Charge Nathan Blythe (Eric Dane), der nach dem Mord an einem ebenfalls undercover arbeitenden Homeland Security Agent soeben die eigenwillige Elite-Taskforce „Hurricane“ zusammengestellt hat.

Abgesehen von Meachum gesellen sich noch die DEA-Agentin Amber Oliveras (Jessica Camacho), der Bandenexperte des LAPD Luke Finau (Uli Latukufu), der FBI-Agent Keyonte Bell (Elliot Knight) und die IT-Spezialistin Evan Shepherd (Violett Beane) zum Team.

Die fünf starken Charaktere sind sich nicht immer grün, doch arbeiten mit aller Kraft gemeinsam an ihrem Fall, bis sie auf eine Verschwörung rund um eine große Menge radioaktives Material stoßen, das in Los Angeles eine Atomkatastrophe im Ausmaß des Tschernobyl-Unglücks auslösen könnte. Während ihrer Untersuchungen stellen sie fest, dass der Mord an ihrem HSI-Kollegen nur ein kleiner Teil eines riesigen Puzzles ist, das es schnell zu lösen gilt, bevor das Chaos über die Stadt hereinbricht...

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Jensen Ackles back in Action

Jensen Ackles auf einem Szenenfoto aus der Serie „Countdown“
Jensen Ackles auf einem Szenenfoto aus der Serie „Countdown“ - © Prime Video

Man kann nicht gerade behaupten, dass Supernatural-Star Jensen Ackles nach dem Ende seines Lebensprojektes langweilig gewesen wäre. Nach der Krimiserie Big Sky, des kurzlebigen „Supernatural“-Prequels The Winchesters und der brutalen Superheldenserie The Boys ist der umtriebige Mime in „Countdown“ schon wieder in einer Hauptrolle zu sehen.

Dabei lässt er seinen gewohnt kantigen und manchmal schon ein wenig arrogant wirkenden Charme spielen, um dem Publikum an den richtigen Stellen einen wohligen Schmunzler zu entlocken. Ackles verkörpert eben den machohaften, aber im Grunde genommen herzensguten Kerl, der kräftig zuschlagen kann, wenn es notwendig ist, dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist und eine gewisse Lone-Wolf-Attitüde versprüht.

Das Team

Auf diese Weise lässt sich auch die Figur des Mark Meachum recht gut beschreiben, wobei dieser nur Teil eines eigenwillig zusammengestellten Teams ist. Amber ist US-Amerikanerin mit Latino-Wurzeln und nutzt ihre Herkunft, um sich als taffe Agentin bei Drogenbanden einzuschleusen. Entsprechend hat sie eine angenehm selbstbewusste große Klappe und weiß sich hervorragend ihrer Haut zu wehren.

Auch Luke hat so seine Erfahrungen mit den schweren Jungs und weiß einen kräftigen Schlag zu schätzen, während Keyonte lieber smart ans Werk geht. So unterschiedlich die Protagonisten auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind flexibel, arbeiten unkonventionell und sind ihren Chefs aus dem ein oder anderen Grund ein Dorn im Auge.

Lediglich die Computernerdin Evan fällt ein wenig aus dem Rahmen. Sie präsentiert sich in der Pilotfolge zwar als fachlich unentbehrlich, aber ansonsten eher unauffällig. Damit nimmt sie die in modernen Krimiserien typische Rolle derjenigen ein, die so ziemlich jedes Rätsel am Laptop lösen kann, um die Mission voranzutreiben.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, wirkt das Ganze ein wenig wie aus dem Baukasten, eine Beobachtung, die mit Blick auf Serienerfinder Derek Haas nicht weiter verwundert. Immerhin arbeitet der Autor und Produzent schon seit Jahren mit Superproducer Dick Wolf (Law & Order) zusammen und entwickelte mit ihm nicht nur das inzwischen abgesetzte Spin-off FBI: International, sondern zeichnet zudem maßgeblich für das beliebte „Chicago“-Franchise um Chicago Fire verantwortlich.

An Spannung mangelt es all diesen Formaten nicht, wenn der Innovationswert auch sicherlich begrenzt ist. Ähnliches lässt sich auch über „Countdown“ sagen, was aber keineswegs als Kritik verstanden werden soll.

Spannende Routine

Die Figuren besitzen allerdings ihre interessanten Haken und Ösen (Mark kämpft zum Beispiel gegen einen Hirntumor an), die Pilotfolge weist genau die richtige Dosis Action auf, die Musik ist betont rockig und suggeriert Rasanz. Das hohe Erzähltempo sorgt für Unterhaltungswert, es gibt einen großen emotionalen Moment und einen Cliffhanger, der Hochspannung verspricht.

Die Produktionswerte sind außerdem gewohnt hoch. Wo immer möglich, verzichtet das Produktionsteam auf computergenerierte Action, die Stunts sind professionell choreografiert und die Dialoge bringen den Plot dort voran, wo man es erwarten darf.

Mit anderen Worten haben wir es hier mit der routiniert abgespulten und gut geölten Maschinerie eines Serienmachers zu tun, der genau weiß, an welchen Stellschrauben er drehen muss, um das Publikum bei der Stange zu halten.

Ein Wort zur Story

Wie lautet der Auftrag? Szenenfoto aus der Serie „Countdown“
Wie lautet der Auftrag? Szenenfoto aus der Serie „Countdown“ - © Prime Video

Widmen wir uns abschließend noch kurz der Handlung von „Countdown“. Die Geschichte beginnt actionreich mit der brutalen Ermordung eines HSI-Agents auf offener Straße, die viele Fragen aufwirft. Auf den ersten Blick scheint der Polizist korrupt gewesen zu sein, eine Spur, die sich aber im Verlauf der Debütfolge als falsche Fährte erweist.

Wichtig ist indes der Fall, den der Getötete bearbeitete und der unser frisch gebackenes Team in die Welt der beinharten Drogenkartelle führt. Schon in den ersten rund 45 Minuten Laufzeit wird der ein oder andere Verdächtige gestellt, ohne allerdings für Aufhellung zu sorgen. Im Gegenteil geraten die Beamten immer tiefer in einen Verschwörungssumpf und finden im rasanten Finale heraus, dass irgendjemand eine große Menge atomwaffenfähiges Material nach Los Angeles geschmuggelt hat, das nun in der Hand eines Oberfieslings ist.

Fazit

Auf den Punkt gebracht hat, kann man durchaus den Eindruck gewinnen, eine der richtig guten Doppelfolgen von NCIS oder FBI zu sehen, nicht mehr, aber erfreulicherweise auch nicht weniger. Die Chemie im Team stimmt (auflockernde Seitenhiebe inklusive), der Fall ist groß genug, um Spannung zu generieren, das Produktionslevel ist ausgezeichnet und das Ensemble ist gut gewählt. Wer auf routinierte Crime-Action steht, macht mit „Countdown“ also auf keinen Fall etwas verkehrt.

Wir verteilen daher vier von fünf Special-Forces-Agents.

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