Bei ABC startete gestern die neue Crime-Serie Conviction. Diese handelt von der Conviction Integrity Unit, eine Einheit, die sich um abgeschlossene Fälle, in welchen womöglich die Falsche Person verurteilt wurde, kümmert.

Hayley Atwell in „Conviction“ / (c) ABC
Hayley Atwell in „Conviction“ / (c) ABC

Schauspielerin Hayley Atwell hat Marvel's Agent Carter vorerst an den Nagel gehängt und ist nun im neuen ABC-Format Conviction als Anwältin Hayes Morrison zu sehen.

Come to gloat?

Worum geht es eigentlich in „Conviction“? Die Expräsidententochter Morrison muss ins Gefängnis, weil bei ihr Kokain gefunden wurde. Das ist aber nur die Spitze des Skandaleisberges. Doch es gibt einen Ausweg - sie übernimmt die Leitung der Conviction Integrity Unit, die gerade durch den District Attorney Conner Wallis (Eddie Cahill) ins Leben gerufen wurde. Nun ja, Hayes macht den Job nicht ganz freiwillig, sie wird eher von Wallis und ihrer Mutter, die für den Senat kandidiert, dazu gezwungen.

In ihrem neuen Job rollt Morrison alte Fälle wieder auf und prüft, ob die Täter unschuldig verurteilt wurden. Ihr Team besteht aus vier weiteren Mitgliedern: Sam Spencer (Shawn Ashmore), Tess Larson (Emily Kinney), Franklin Cruz (Manny Montana) und Maxine Bohen (Merrin Dungey). Von einem Forensiker bis zu einem ehemaligen Detective ist alles mit dabei, was man für eine gute Ermittlertruppe gebrauchen kann. Der Clou: Pro Fall hat das Team nur fünf Tage Zeit - Zeit ist ja bekanntlich Geld.

Teammeating © ABC
Teammeating © ABC

I pick the cases

Der erste Fall lässt nicht lange auf sich warten. Es geht um einen 25-Jährigen, der seine Unschuld beteuert, aber bereits seit acht Jahren wegen Mordes hinter Gittern sitzt. Anfänglich hat Morrison so gar keine Lust auf ihre neue Position, doch mit der Zeit findet sie Gefallen daran. Im Laufe der Ermittlungen bekommt man die Fähigkeiten des Teams zu spüren - jeder tut, was er kann. Jedoch kommt nicht die richtige Stimmung auf. Der Fall ist wenig spannend. Es gibt korrupte Polizisten, den buchstäblichen Feind im Nacken und noch einige andere Klischees in der Pilotfolge zu sehen.

Aber zurück zu dem Fall. Nachdem es anfangs unmöglich erschien, dass der Angeklagte unschuldig ist, kommen dem Team immer mehr Zweifel. Am Ende gibt es einen neuen Verdächtigen. Einen, der auf so ziemlich allen Fotos zu sehen war und ein enger Freund der Familie ist. Aber niemand ist auf die Idee gekommen, ihn bereits beim ersten Mal zu befragen? Klingt nicht sehr plausibel.

Die Beziehungskiste ist in der Pilotfolge noch sehr undurchsichtig. Dass Morisson und Wallis irgendeine Vergangenheit haben, liegt auf der Hand. Doch: Was ist passiert? Zum Ende der ersten Folgen sieht man noch mal jedes einzelne Teammitglied und bekommt einen Hinweis auf die Geheimnisse, die alle mit sich rumtragen. Scheint, als bestünde das ganze Team aus schwarzen Schafen, die nirgendwo sonst reinpassen würden. Hoffen wir, dass sie ihren Job trotzdem hinbekommen.

Morrison und Wallis kennen sich bereits. © ABC
Morrison und Wallis kennen sich bereits. © ABC

Fazit

Die erste Folge kann nun wirklich nicht mit Spannung punkten. Auch die Charaktere sind bis jetzt nicht wirklich interessant und sehr platt dargestellt. Wahrscheinlich wird die ganze Staffel dazu genutzt, um stückchenweise Einblicke in das Leben der Protagonisten zu geben. Die Frage bleibt, ob man das wirklich herausfinden will.

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