Constellation 1x01

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Das passiert in der Folge âDas Experimentâ des Sci-Fi-Dramas âConstellationâ
Der gröĂte Traum von Astronautin Jo Ericsson (Noomi Rapace) erfĂŒllt sich in Constellation, als sie ein Jahr lang auf die internationale Raumstation ISS darf. Doch als Kommandant Paul Lancaster (Will Catlett) eines Tages ein von NASA-Chef Henry Caldera (Jonathan Banks) befohlenes Experiment startet, gerĂ€t plötzlich alles aus dem Ruder. Die ISS wird von der Leiche einer Kosmonautin getroffen, die seit Jahrzehnten durch das All getrieben sein muss und die meisten lebenserhaltenen Systeme fallen aus.
Nachdem Lancaster bei dem Unfall starb und Jos Kollegen mit der einzigen funktionstĂŒchtigen Raumkapsel gestartet sind, beginnt fĂŒr Jo ein Kampf ums Ăberleben. Denn das letzte Rettungsvehikel ist stark beschĂ€digt und muss dringend repariert werden. Und das gestaltet sich gar nicht so einfach, denn das Experiment offenbart ungeahnte Effekte auf Raum und Zeit...
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Ein visueller Leckerbissen

Seit dem visuell beeindruckenden Weltraumdrama „Gravity“ von 2013 ist der Erdorbit und die internationale Raumstation wohl nicht mehr derart technisch brillant in Szene gesetzt worden wie in „Constellation“. Etwa 45 der knapp 60 Minuten Laufzeit der DebĂŒtepisode spielen sich auf der ISS ab und hinterlassen einen atemberaubenden Eindruck. Damit reiht sich die Apple TV+-Produktion womöglich schon jetzt in die Riege der hochwertigsten Serien des noch jungen Jahres ein. In Anbetracht der Tatsache, dass Serienerfinder und Showrunner Peter Harness zwar kein ganz Unbekannter, aber eben auch kein Star unter den Drehbuchautoren ist, ist es schon erstaunlich, wie viel Geld Apple offenbar fĂŒr die Umsetzung der spannungsvollen und mysteriösen Geschichte zur VerfĂŒgung gestellt hat.
Mysteriös und spannend
Genau diese beiden Attribute treffen die ErzĂ€hlweise von „Constellation“ indes recht gut, denn die Einstiegsfolge in die achtteilige Staffel offenbart weit mehr als nur eine gut gemachte Weltraum-Dramaserie. Die Geschichte beginnt, als Jo mit ihrer Tochter Alice (gespielt von den Zwillingen Rosie und Davina Coleman) in einem alten Wagen durch eine eisige Landschaft zu einem einsamen Haus fĂ€hrt. Als hinter ihr ein Polizeiauto auftaucht, ist ihr die Angst davor, angehalten zu werden, anzumerken. Doch wovor fĂŒrchtet sie sich?
Die Antwort auf diese interessante Frage lĂ€sst sich nicht lange auf sich warten, denn Jo trĂ€gt ein BehĂ€ltnis mit der Aufschrift NASA in einer Tasche bei sich, in dessen Inneren es seltsam und fremdartig leuchtet. Schon dieser Szene ist „Constellation“ anzumerken, dass Peter Harness weit mehr im Sinn hatte, zumal sich kurze Zeit spĂ€ter im besagten Haus mysteriöse Dinge abspielen. Obwohl Alice in ihrem Zimmer ein Video auf einem Tablet anschaut, hört Jo plötzlich die Stimme eines Kindes aus der Ferne, die nach ihrer Mutter ruft.
Aufmerksame Zuschauende erfassen recht schnell, dass es die Stimme von Alice ist, die da ertönt. Die Frage, wie das sein kann und was genau eigentlich gerade geschieht, drĂ€ngt sich geradezu auf. Genau an dieser Stelle schwenkt die Geschichte auf einen anderen ErzĂ€hlstrang um, der uns auf die ISS entfĂŒhrt und uns darĂŒber aufklĂ€rt, wie es zu dieser Situation kam.
Flashbacks mal anders
Anders als in vielen anderen modernen Serien, die mit kurzen Flashbacks arbeiten, lĂ€sst sich „Constellation“ viel Zeit damit, die Vergangenheit zu beleuchten - und das ist auch gut so. Zumal auf diese Weise auch gleich die wichtigsten Figuren quasi nebenbei eingefĂŒhrt werden. Das gelingt denn auch auf höchst unterhaltsame und kurzweilige Art, weil Regisseurin Michelle MacLaren (Breaking Bad) sich gar nicht erst lange mit ausufernden Dialogen aufhĂ€lt, sondern die EinfĂŒhrung kurz und knackig in den Plot integriert. Besonders ansprechend ist dabei, dass ausgerechnet der NASA-Chef Henry Caldera nicht als heldenhafter Missionsleiter, sondern vielmehr als egoistischer Wissenschaftler gezeichnet wird, der fĂŒr das Experiment ohne mit der Wimper zu zucken Leben opfert.
Seine europĂ€ischen und russischen Kollegen, allen voran Missionsleiter Sergei Vassiliev (Lenn Kudrjawizki) zeigen sich hier wesentlich besorgter um die Astronauten und den Kosmonauten an Bord der ISS, eine erfrischende Figurenzeichnung. Als weitere wichtige Protagonistin lernen wir Calderas russisches Pendant Irene Lysenko (Barbara Sukowa) kennen, die wesentlich mehr mit Caldera verbindet, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Jos Mann James und Rosie komplettieren die Riege, womit sich „Constellation“ auf erfreulich wenige Figuren fokussiert, die dafĂŒr aber umso intensiver ins Narrativ eingewoben sind.
Der Aufbau der Episode ist zudem gut nachvollziehbar gehalten. Die Geschichte beginnt und endet im oben erwĂ€hnten Haus, wobei der Twist am Ende der Folge aus Spoiler-GrĂŒnden nicht verraten werden soll. Der Löwenteil dreht sich hingegen um die dramatischen Ereignisse auf der ISS, wobei sich der Blick immer wieder Magnus und Alice zuwendet, die von der Katastrophe auf der Raumstation erfahren haben und im Eilverfahren zum Kosmodrom Baikonur gebracht werden. Zudem gibt es zu Beginn und in den letzten Minuten jeweils einen Mystery-Moment, der viele Fragen aufwirft, die neugierig machen und einen hĂŒbschen Suspense-Effekt nach sich ziehen.
Fazit

Welch ein toller Einstieg. Die DebĂŒt-Folge von „Constellation“ ist tatsĂ€chlich nicht nur ein Augenschmaus. Bereits in der ersten Stunde bauen die Serienmacher einen hohen Spannungsbogen auf, der zum Weiterschauen animiert und in jeder Hinsicht feine Mystery verspricht. Was fĂŒr ein Experiment ist genau auf der ISS schiefgegangen? Warum ist Caldera so erpicht darauf, es unter allen UmstĂ€nden in die HĂ€nde zu bekommen?
Warum benötigen er und seine russische Kollegin dasselbe Medikament und was bewirkt es? Warum flieht Jo nicht nur vor der Polizei, sondern anscheinend auch vor ihrem Mann? Und warum ruft Alice nach ihr aus der Ferne, wĂ€hrend sie in ihrem Zimmer ein Video von Jos ISS-Aufenthalt anschaut? Fragen ĂŒber Fragen, die hoch unterhaltsam und visuell stark prĂ€sentiert werden und die Vorfreude auf die restliche Staffel steigern. Das verdient die Höchstnote: fĂŒnf von fĂŒnf Punkten.
Hier abschlieĂend noch der aktuelle Originaltrailer zur neuen Serie „Constellation“:
Verfasser: Reinhard Prahl am Mittwoch, 21. Februar 2024Constellation 1x01 Trailer
(Constellation 1x01)
Schauspieler in der Episode Constellation 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?