Class of '07 1x01

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Frauencliquen im Angesicht der Apokalypse haben einen kleinen Moment in der Serienwelt. Doch wo das wunderbare Yellowjackets eine tragische Wendung nimmt, bleibt Class of '07 auf charmante und clevere Art unterhaltsam und teilweise sehr komisch. Hier bekommen wir Weltuntergang mit Millennial-Humor und umhergereichter Menstruationstasse.
Diese Kritik bezieht sich auf die ersten vier Episoden der Serie.
Wovon handelt die Serie Class of '07?
Zoe (Emily Browning) hat ihr Leben alles andere als im Griff und wundert sich am Ende selbst, wie sie sich in die Welt einer Realityshow ziehen lassen konnte. In dieser Verfassung landet sie auf ihrem Klassentreffen, zehn Jahre nach dem Abschluss an einer idyllisch gelegenen MĂ€dchenschule. Auch die anderen einstigen MitschĂŒlerinnen sind mit 28 Jahren nicht alle auf dem Glanzpunkt ihres Seins. Amelia (Megan Smart) lebt mit ihrem Verlobten auf einer Erdnussfarm und hĂŒtet das eine oder andere Geheimnis ihre Vergangenheit und ihre Psyche betreffend.
Manche der MĂ€dchen scheinen sich kaum verĂ€ndert zu haben, darunter das Kifferinnen-Duo Tegan (Bernie Van Tiel) and Megan (Chi Nguyen). Und die, die es aus den Klauen der strengen Schule geschafft haben, werden im Laufe der Serie schnell zurĂŒckgezogen...
Denn dieses Klassentreffen ist anders. FĂŒr Renee (Emma Horn) ist das gröĂte Problem, dass sie erzĂ€hlt, Ărztin zu sein statt Nageldesignerin, wie es in Wahrheit der Fall ist. Doch anders als erwartet, kann sie die LĂŒge am Ende des Abends nicht ablegen, denn dieses Treffen hört nicht mehr auf.
Mittendrin stellen die Frauen fest, dass die Apokalypse zugeschlagen hat und ihre auf einem Berg gelegene Exschule das einzige weit und breit noch zu sehende GebÀude darstellt. Sie sind auf sich gestellt, mit den VorrÀten und FÀhigkeiten - und allen Problemen -, die sie auf das Klassentreffen mitgebracht haben.
Wie kommt es rĂŒber?
Um die Serie „Class of '07“ zu beurteilen, reicht die Pilotepisode kaum aus. Auch wenn die Richtung schnell klarwird, so braucht das Drehbuch doch etwas Anlaufzeit, sich einzugrooven. Die wahre Schönheit des Drehbuchs entfaltet sich erst, als die Frauen sich der Gefahr gegenĂŒbersehen. Auf dem Weg dorthin zeigen sich bereits die StĂ€rke der Story und die der Charakterzeichnung. In der Pilotepisode werden die Figuren eingefĂŒhrt, was besonders bei einem so groĂen Ensemble seine Zeit dauert. Dabei machen die Serienmacher:innen es ausnehmend gut, dass selbst diese, fĂŒr die Zuschauer:innen oft mĂŒhselige, Reise sehr unterhaltsam bleibt.
Die Figuren sind besonders charmant gezeichnet und wundervoll umgesetzt von einem starken Cast. Die richtig tollen Momente rollen jedoch erst langsam ein.
Wenn man nach der ersten Episode korrekterweise annimmt, dass hier ein Rohdiamant geschliffen werden muss, weià man nach der zweiten bereits, dass die Gravur in die richtige Richtung lÀuft. So könnte es bleiben und wÀre immer noch hundertprozentig sehenswert. Doch erst die dritte Episode zeigt in GÀnze, welchen gar nicht so kleinen Diamanten der Streamingdienst Amazon Prime Video sich da ins Programm geholt hat...
Der Humor ist so spezifisch wie treffend. Als Abschlussklasse 2007 richten sich viele Witze an die Millennials und immer wieder zeigen die Drehbuchautor:innen auch ein HĂ€ndchen fĂŒr Humor, den man wohl noch mal besser wertschĂ€tzen kann, wenn man schon mal versucht hat, eine Menstruationstasse einzusetzen...
Verfasser: Loryn Pörschke-Karimi am Montag, 20. MÀrz 2023Class of '07 1x01 Trailer
(Class of '07 1x01)
Schauspieler in der Episode Class of '07 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?