Champions 1x01

© ast der Serie „Champions“ (c) NBC
Serienschöpferin Mindy Kaling hat mit Champions ein neues Ventil für ihren charmant-albernen Humor erhalten. Das wurde auch Zeit, nachdem das The Mindy Project-Finale immerhin schon 118 Tage her ist.
Wovon handelt die Serie?
Vince (Anders Holm, Workaholics) besitzt ein Fitnessstudio in New York City mit seinem idiotisch-liebenswerten Bruder Matthew (Andy Favreau, Aquarius). Als wir die beiden kennenlernen, stürmt ein aufgeregter Mann ins Studio, um Vince einer Affäre mit seiner Frau zu beschuldigen. Das kann der Ertappte nicht von der Hand weisen und wird nur von seinem naiven Bruder vor einer Schusswunde gerettet. Während wir uns also unser Bild von unserer Hauptfigur bilden, lernen wir Michael (J. J. Totah, Glee) kennen. Der 15-Jährige sitzt gerade mit seiner Mutter Priya (Mindy Kaling) vor dem Direktor einer Schule für Darstellende Kunst, die er unbedingt besuchen will. Doch dann erfährt er, dass er ein weiteres Mal vorsingen muss, um sich seinen Platz zu sichern. Das große Problem ist jedoch, dass Priya am nächsten Tag wieder arbeiten gehen muss und kein Geld hat, um Michael ein Hotelzimmer in New York zu mieten.
Doch dann bringt sie ihn ins Fitnessstudio, wo er seinen Vater kennenlernt, von dem er dachte, dass er als Soldat in Afghanistan gefallen wäre. Michael ist dann auch wenig begeistert von seinem Erzeuger und kann sich eher mit seinem Neu-Onkel Matthew anfreunden. Der setzt sich dann auch dafür ein, dass Michael in der WG der Brüder einziehen kann. Dem überraschten Vater gefällt das gar nicht und dann muss er sich auch noch mit seiner On/Off-Freundin Britney (Mouzam Makkar) auseinandersetzen. Dann jedoch dauert es nicht lange und Vince bringt seinen Nachwuchs zum Vorsprechen der Schule und gibt ihm eine Motivationsrede, die uns signalisiert, dass sich in dieser Serie neben Komik auch Herz versammelt.
Wie kommt es rüber?
Nicht nur der Cast erinnert an das jüngst von uns gegangene „The Mindy Project“, auch hinter der Kamera gibt es zahlreiche Überschneidungen. Die Serie könnte sich in vielen Bereichen als Nachfolger installieren. Doch der große Unterschied ist, dass wir statt einer jungen Frauenärztin nun einen ewigen Junggesellen, seinen Teenagersohn und den dazugehörigen Chaotenonkel im Zentrum stehen haben. Der Übergang verläuft jedoch äußerst flüssig, wenn man es erst einmal durch die Vorgeschichte geschafft hat.
Denn Champions steht in der Tradition anderer Comedyserien, die mit unfassbar blöden Vorgeschichten angetreten sind und es geschafft haben, mit liebenswerten Charakteren und lustigen Storylines unsere Herzen zu erobern. Als Erstes fällt mir dabei das von der Ausgangslage ganz ähnlich gelagerte Grandfathered ein. Um eine solche Vorgeschichte in 20 Minuten zu quetschen, kommt man nicht um absurde und letztlich untypische Handlungen herum, wie zum Beispiel die, dass Priya ihren Sohn Hals über Kopf bei zwei mehr oder weniger fremden Männern in einer fremden Stadt lässt. Wahrscheinlich wissen das auch die Autoren und hoffen darauf, dass wir noch mehr in der Story finden und wieder einschalten, um zu sehen, was aus den Charakteren wird, wenn der Wahnsinn Einzug hält in den Alltag.
Fazit
Und genau, weil bei Geschichten wie dieser der Start oft ganz anders ist als das, was sich über die Dauer etabliert, muss man abwarten und der Serie noch ein paar Episoden geben, bevor man ein wirkliches Urteil fällt. Doch wer sich mit Mindy Kaling, den neuen Charakteren und der Idee einer herzerwärmenden Sitcom anfreunden kann, der hat gute Chancen, etwas hierbei herauszubekommen.
Verfasser: am Montag, 12. März 2018Champions 1x01 Trailer
(Champions 1x01)
Schauspieler in der Episode Champions 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?