Castle 8x14

Um seine Gedächtnislücke zu füllen, reist Castle (Nathan Fillion) in der Episode G.D.S. nach Los Angeles. Während er seinen verlorenen Erinnerungen zusammen mit Hayley (Toks Olagundoye) und Alexis (Molly C. Quinn) auf der Spur ist, erhält er eine Einladung einer Geheimorganisation von Detektiven, für die er eine grausame Verbrechensserie aufklären soll.
Die Liga der außergewöhnlichen Superdetektive
In seinem Hotel in L.A. angekommen, erhält Castle eine mysteriöse Nachricht des Geheimbunds G.D.S. Dieser bittet ihn, den Mord an einem ihrer Mitglieder aufzuklären, und bieten ihm im Gegenzug bei erfolgreicher Aufklärung einen Platz in deren Reihen an.
Konkurrenz erhält er dabei von Kendal Frost (Summer Glau), einer weiteren Anwärterin auf den begehrten Platz am Tisch der Vereinigung. Um besser voranzukommen, schließen die beiden eine temporäre Allianz und stellen gemeinsam mit Hayley weitere Ermittlungen an.
In Kooperation mit Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) erfahren sie, dass es sich um eine Mordserie handelt, die sich über beide Küsten im Osten und Westen Amerikas erstreckt. Überschneidungen der Taten und Alibis der Verdächtigen bringen sie zu der Schlussfolgerung, dass zwei Mörder ihr Unwesen treiben müssen. Und so können beide Täter überführt beziehungsweise unschädlich gemacht werden.
Derweil geht Alexis Hinweisen nach, die Hayley als eine der Schlüsselfiguren in der Zeit von Castles Verschwinden ausweisen. Damit konfrontiert, offenbart sie Rick ihre (Beschützer-)Rolle und kann ein paar Lücken in Castles Gedächtnis füllen. Zusammen stellen sie schließlich fest, dass hinter Ricks damaliger Schussverletzung LokSat steckte, dessen Spur er in Los Angeles verfolgt haben muss.
Früher war alles besser
Für G.D.S. zeichnet Showrunner Alexi Hawley persönlich verantwortlich, was nach der Sichtung der Episode nun ein Warnsignal für die Fans der Serie sein dürfte. Denn herausgekommen ist dabei ein mittelschweres Desaster.
Zunächst einmal wird dem Zuschauer verstärkt vor Augen geführt, wie wenig wir diese Staffel tatsächlich von Stana Katic zu sehen bekommen. Die Folge kommt bis auf eine kleine Erwähnung am Rand komplett ohne die Präsenz seiner weiblichen Hauptrolle aus.
Worauf genau die ganze Entwicklung von Hayley (Toks Olagundoye) und auch Alexis abzielt, ist momentan nicht ganz klar. Wollen die Macher hier ein Spin-off platzieren? Fest steht jedenfalls, dass Hayley nach den neusten Entwicklungen so schnell nicht aus dem Team wegzudenken ist. Doch die Dynamik und die Chemie zwischen Hayley und Rick kann einfach nicht ansatzweise mit der von Caskett mithalten.
Am erstaunlichsten ist es jedoch, dass es jemanden in der Führungsetage gab, der es für eine gute Idee hielt, die beiden schwächsten und widersinnigsten Storylines der Serie zu einem großen Fehlgriff zusammenzufügen - in diesem Fall ergibt Minus mal Minus eindeutig nicht Plus. Rick während der Zeit seines Verschwindens einfach über LokSat stolpern zu lassen, klingt so willkürlich konstruiert, dass man einfach nur noch mit dem Kopf schütteln möchte.
Der Fall um die G.D.S. folgt einem ebenfalls seltsam anmutenden Rhythmus: Zum einen klingt die Idee um die Geheimorganisation, als wäre sie direkt aus einem mittelmäßigen Comicbuch entsprungen. Zum anderen ist diese Verbrechensserie eigentlich eine der grausamsten der Serie, wird jedoch vor allem durch die Inszenierung des Filmproduzenten bei seiner Verhaftung seltsam heruntergespielt. Selbst für jemanden, der persönlich gerne Geschichten mit schwarzem Humor konsumiert, wirkte diese vermeintlich lustige Szene für mich deplatziert.

Nathan Fillions Firefly-Kollegin Summer Glau machte einen ordentlichen Eindruck, auch wenn sie zeitweise im Zusammenspiel mit Hayley Gefahr lief, zu sehr auf eine Art Eye-Candy-Funktion reduziert zu werden. Insgesamt war ihr Gastauftritt zumindest deutlich besser gelungen als der ihres alten Serienkollegen Adam Baldwin in der Episode Cool Boys.
Ein kleiner Lichtblick war die Einbeziehung von Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) in die Ermittlungen und vor allem deren spaßige Auseinandersetzung mit Lanie (Tamala Jones).
Fazit
LokSat mit dem Ricks Verschwinden zu verbinden, verleiht der aktuellen Storyline eine neue Form von nicht nachvollziehbarer Absurdität. In Kombination mit der Abwesenheit von Kate fragt man sich einfach, was nun noch von Castle geblieben ist. Schade, denn nach einer zwischenzeitlichen Steigerung begibt man sich mit G.D.S. wieder auf Terrain, das den Kern der Serie verfehlt.
Der Trailer zur nächsten Episode „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 8. März 2016Castle 8x14 Trailer
(Castle 8x14)
Schauspieler in der Episode Castle 8x14
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?