Castle 8x08

Der Mord an einer Tänzerin führt Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) in der Episode Mr. & Mrs. Castle auf ein Kreuzfahrtschiff. Anschließend beschließt Rick, der mysteriösen Textnachricht nachzugehen, die Kate am Abend zuvor erhalten hat.
I think your crime scene is making a run for it
Da das Schiff sich in Richtung internationaler Gewässer aufmacht, haben die Castles nur wenig Zeit, den Täter an Bord ausfindig zu machen. Sie entdecken allerdings nicht nur den Mörder rechtzeitig, sie finden zudem heraus, dass die Tat geschah, um ein weiteres Verbrechen zu vertuschen: den Handel mit purem Heroin.
Mit Hilfe von Vikram (Sunkrish Bala) gelingt es, eine Verbindung zu den Geschäften von LokSat herzustellen. Kate verfolgt diese Spur, muss jedoch das verdächtige Kartellmitglied, das sie gemeinsam mit Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) stellt, erschießen, als dieses nicht freiwillig kapituliert.
Castle schaut Kate unterdessen nicht länger tatenlos zu. Er macht sich mit Hayley (Toks Olagundoye) daran, mehr über Kates geheime Zusammenarbeit mit Vikram zu erfahren. Hayleys Versuche, an die Informationen auf Vikrams Computer zu gelangen, schlagen jedoch aufgrund von dessen Gegenmaßnahmen fehl.
Anschließend stellt Castle seine Ehefrau zur Rede und gibt ihr seine Enttäuschung über ihren Alleingang und seiner Meinung nach unsinnige Trennung zu verstehen. Kurz darauf hat seine Ehefrau ein Einsehen und sie beschließen, gemeinsam im Verborgenen die Jagd auf LokSat weiterzuführen.
Tears or cheers?
Das war nun also die von den Showrunnern groß angekündigte Episode, mit der alles wieder gut werden soll? Nun ist es zunächst sicherlich ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, denn wir bekommen auf dem Kreuzfahrtschiff zum ersten Mal seit langer Zeit wieder „Caskett“ in mehreren Momenten als Team serviert.
Während ich mit Hayley (Toks Olagundoye) als Figur zumindest langsam wärmer werde, will mir Vikram (Sunkrish Bala) bisher jedoch nicht wirklich gefallen. Die beiden kennen sich erst seit äußerst kurzer Zeit, dennoch legt er einen Grad an Einmischung und einen Ton an den Tag, als ob er Kate schon seit Ewigkeiten kennt. Auch Martha (Susan Sullivan) hat in dieser Episode eine scharfe Zunge. Den Ratschlag, das Ganze nicht wieder vor die Wand zu fahren, hätte sie aber vielmehr Kate als ihrem Sohn erteilen sollen.
Zwar war der „Hack“ anschaulich dargestellt, hatte mit der Materie allerdings herzlich wenig zu tun. Er wirkte schon eher wie eine Parodie, in der alles erlaubt ist, solange es schön bunt aussieht und blinkt. Nun ist das in vielen TV-Serien gang und gäbe, doch spätestens bei der „Cyber-Nuke“ inklusive Animation wollte ich das Gesicht kopfschüttelnd in den Händen vergraben.

Endlich durfte Rick (Nathan Fillion) seinem Ärger und der Enttäuschung freien Lauf lassen. Er findet in seinem Gespräch mit Beckett (Stana Katic) definitiv die richtigen Worte, sodass dieser wichtige Teil der Episode und der Wiedervereinigung der Castles gelungen ist.
Dafür holperte es umso mehr bei Kates Entschuldigung. Diese hörte sich ungewohnt unaufrichtig und hölzern an, sodass selbst Castles gelangweilte „Pyramiden-Siri“ (mit der Stimme von Aubrey Plaza?) es nicht emotionsloser hätte rüberbringen können. Die beiden Hauptdarsteller wollen diese Staffel weniger gemeinsame Szene drehen, was an sich schon schade ist, nur sollte man es bei den wenigen Segmenten, die sie zusammen aufnehmen, nicht gleich zu spüren bekommen. Gerade bei solch einer wichtigen emotionalen Szene, bei der auch Rick (offenbar aus Laufzeitgründen) auch viel zu schnell einwilligt.
Nun erinnert das aktuelle Szenario nicht nur an die Handlungsstränge vergangener Staffeln, wir nähern uns der eigentlichen bewährten Erfolgsprämisse damit erst an. Anstatt sich in diversen Interviews gegenseitig zu beweihräuchern, sollten die Showrunner Terence Paul Winter und Alexi Hawley weder das Ziel aus den Augen verlieren noch davon ausgehen, dass die Fans der Serie nun einfach vergessen, dass die erste Hälfte dieser Staffel alles andere als brillant konzipiert gewesen ist.
Fazit
Es war nicht zu erwarten, dass nur eine Folge die negative Entwicklung der letzten Episoden wieder wett macht, doch Mr. & Mrs. Castle hält die Abwärtsspirale auf und macht vorsichtige Hoffnung auf das Kommende. Getrübt wurde dies allerdings von einer sehr halbherzig gespielten Schlussszene, bei der es eine Menge Luft nach oben gab. Ob die Autoren nun tatsächlich einen qualitativ besseren Weg einschlagen, bleibt abzuwarten. Wir werden nach der Winterpause sehen, ob das Licht am Ende des Tunnels sich als die Sonne oder als entgegenkommender Zug herausstellt.
Der Trailer zur nächsten Episode „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 24. November 2015Castle 8x08 Trailer
(Castle 8x08)
Schauspieler in der Episode Castle 8x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?