Castle 8x02

Beckett (Stana Katic) befindet sich in der Episode XX von Castle gemeinsam mit FBI-Analytiker Vikram Singh (Sunkrish Bala) auf der Flucht vor dem unbekannten, bewaffneten Einsatzteam, wĂ€hrend ihr Ehemann (Nathan Fillion) versucht, die HintergrĂŒnde der Geschehnisse aufzuklĂ€ren, um seine Ehefrau zu finden.
Anybody you call is gonna wind up dead
Beckett und Singh harren nach den Ereignissen aus XY in einem vermeintlich sicheren Unterschlupf aus, ehe eine Gruppe schwer bewaffneter MĂ€nner ihnen die TĂŒr eintritt. Zum GlĂŒck erhalten sie in letzter Sekunde tatkrĂ€ftige SchĂŒtzenhilfe von einer Frau (Ann Cusack), die sich als Castles Stiefmutter Rita vorstellt.
Castle, Alexis (Molly C. Quinn) und Hayley (Toks Olagundoye) setzen wĂ€hrenddessen die Ereignisse des vergangenen Tages StĂŒck fĂŒr StĂŒck zusammen, um Beckett auf die Spur zu kommen und die Geheimnisse aller Beteiligten ans Tageslicht zu fördern. In Zuge dessen finden sie heraus, dass Senator Bracken (Jack Coleman) einen Partner in den Reihen des FBIs hatte, der ihn in seiner Kampagne sowie seinen kriminellen Machenschaften maĂgeblich unterstĂŒtzte. Dieser sichert sich auf kompromisslose Weise gegen eine potentielle Enttarnung ab, indem er den inhaftierten Ex-Senator fĂŒr immer zum Schweigen bringen lĂ€sst.
Auf einem Privatflughafen kann Castle seine Ehefrau und ihren FBI-GefĂ€hrten schlieĂlich einholen, woraufhin es zur Wiedervereinigung der beiden kommt. Gemeinsam mit den Beamten des 12. Reviers hecken sie einen Plan aus, um ihre Gegenspieler aus der Deckung zu locken, woraufhin es in der Privatdetektei von Rick zu einem Showdown mit glimpflichem Ausgang kommt.
Daraufhin enttarnen sie ihre Liaison aus dem BĂŒro des Staatsanwalts, Allison Hyde (Jacqueline Obradors), als VerrĂ€terin, die gezielte Fehlinformationen gestreut hat, um sie auf eine falsche FĂ€hrte zu locken. Doch Antworten bleibt sie ihnen schuldig, da sie sich vor der Ergreifung selbst das Leben nimmt.
Von Rita bekommt Kate den eindringlichen Rat, die Sache nun auf sich beruhen zu lassen, um so ihre Ehe nicht zu belasten und ihre Mitmenschen in Gefahr zu bringen. Doch diesen Ratschlag ignoriert Beckett gekonnt und macht ihrem Ehemann in einem GesprÀch deutlich, dass sie Zeit und Abstand braucht, um diese Sache alleine weiterzuverfolgen.
No more secrets?
Bevor ich an dieser Episode meinem Ărger mal ein wenig Luft machen werde, beginnen wir mit den positiven Aspekten von XX (2). Die Episode weiĂ im Grunde zu unterhalten und an der Inszenierung an sich ist, bis auf die Tatsache, dass das Spec-Ops-Team zu Beginn der Folge in einem Gang nicht geradeaus schieĂen kann, nicht wirklich viel auszusetzen. Zudem ist die Kombination aus AufklĂ€rung ĂŒber die Ereignisse der letzten Episode und den aktuellen Geschehnissen eine gelungene Mischung.
Ricks kleiner Pistolenstunt zum Ende der Episode war zwar sehr weit hergeholt beziehungsweise unwahrscheinlich, was die tatsĂ€chlichen Erfolgschancen angeht, konnte dafĂŒr aber mit einem gewissen Stilfaktor punkten. ZusĂ€tzlich bekamen wir ordentliche Gastdarsteller sowie eine knallharte Kate (Stana Katic) zu sehen, die ohne mit der Wimper zu zucken mit der typischen Notfallkombination aus Alkohol, Nadel und Faden ihre eigene Wunde versorgt.
Alexis (Molly C. Quinn) wird weiterhin auf einen Pfad gefĂŒhrt, der sie als unglaublich fĂ€higes und hochkompetentes Multitalent darstellt. Dies wirkte in der vorigen Episode bereits sehr plötzlich und funktioniert dieses Mal dementsprechend immer noch nicht richtig.

Doch das ist so ziemlich die geringste Problematik, die sich die neuen Showrunner von Castle mit dieser Episode in den Rucksack legen. Zum einen fĂŒhren sie mit Rita als geheime Stiefmutter ein weiteres austauschbares Familienmitglied ein, um Kate aus der Bredouille zu retten. Zum anderen lassen sie den ĂŒber unzĂ€hlige Folgen etablierten Schurken-Senator off-screen sterben, um an dessen Stelle in der Kette der Bösewichte einfach ein weiteres Glied anzuhĂ€ngen.
In dieser Manier könnten wir noch in der zwölften Staffel den noch rĂŒcksichtsloseren und gefĂ€hrlichen Boss von dessen Boss erleben, der zusĂ€tzlich noch einen weiteren ominösen Partner hat, der im Hintergrund die FĂ€den zieht. An dieser Stelle rĂ€t Rita Kate völlig zurecht dazu, die Sache, die jetzt nur noch ĂŒber den x-ten Umweg persönlich sein dĂŒrfte, auf sich beruhen zu lassen.
Doch in ihrem GesprĂ€ch mit Castle wirft sie alles, insbesondere das Vertrauen, das die beiden zu einem starken Paar macht, einfach ĂŒber den Haufen. „Keine Geheimnisse mehr?“ Dieser Vorsatz hielt ja nicht sonderlich lange an. Die schlussendliche Ausgangslage fĂŒr die achte Staffel erinnert dabei an Konstellationen vergangener Staffeln, wobei Kates Motivation dieses Mal besonders wenig nachvollziehbar ist. Davon abgesehen ist es sowieso kein Zeugnis der KreativitĂ€t der Macher, wenn der Zuschauer in Bezug auf die Hauptstory ein DĂ©jĂ -vu bekommt.
Fazit
Die negativen Elemente von XX (2) sind vom zeitlichen Anteil her sehr gering, dafĂŒr allerdings so gravierend, dass es eine bis zum Schluss ordentliche Episode deutlich herunterzieht. Die Autoren von Castle manövrieren sich gleich zu Beginn der Staffel in eine Ausgangslage, an deren zufriedenstellender Auflösung gezweifelt werden darf. Schade!
Der Trailer zur nĂ€chsten Episode âCastleâ:
Verfasser: Tim KrĂŒger am Dienstag, 29. September 2015Castle 8x02 Trailer
(Castle 8x02)
Schauspieler in der Episode Castle 8x02
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?