Castle 7x12

Eine beliebte Schauspielerin einer lateinamerikanischen Telenovela wird ermordet. Ein Verbrechen aus Leidenschaft oder doch eine Verschwörung? Dank UnterstĂŒtzung von Beckett (Stana Katic) erhĂ€lt auch Castle (Nathan Fillion) die Möglichkeit, durch eine neue Klientin seine eigenen Nachforschungen anzustellen.
Canvassing? Oh that thing you get Espo and Ryan to do.
Der Mord an einer Schauspielerin ruft Detective Beckett und ihr Team auf den Plan. Da die Kollegin des Opfers ihre an die Verstorbene geliehene Handtasche vermisst, sieht Beckett eine ideale Gelegenheit, der Detektei ihres Ehemannes ein wenig auf die SprĂŒnge zu helfen, indem sie die Schauspielerin Sophia Del Cordova (Daya Vaidya) und deren Anliegen an ihn vermittelt.
WÀhrend Castle nach der verschwundenen Handtasche sucht, entdeckt Beckett Verbindungen des Opfers zum saudi-arabischen Konsulat. Ihre Vermutungen und Fragen scheinen auch ins Schwarze zu treffen, doch die diplomatische ImmunitÀt ihrer Zeugen und potentiellen VerdÀchtigen lÀsst die Ermittlungen vorerst an die Wand fahren.
Castle hingegen kommt mit seiner Suche nach der Handtasche auch der Lösung des Falles nahe. Es gelingt ihm schlieĂlich, die Tasche zu finden, doch zu seiner Ăberraschung sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen. Die Tasche ist wider erwarten nicht authentisch und somit auch nicht die angebliche halbe Millionen Dollar Wert, die von seiner Klientin angegeben wurden. Diese ist vielmehr hinter dem Inhalt eines USB-Sticks her, welcher sich in der Handtasche befindet.
Als Miss Cordova mit einer (unechten) Waffe versucht, den Datenstick von Rick zu bekommen, gelingt es dem Privatdetektiv, sie auf heroische Weise zu ĂŒberwĂ€ltigen und der Polizei zu ĂŒbergeben. Doch diese ist nicht die TĂ€terin. Sie hatte mit ihrem verstorbenen Kollegin vor, ein eigenes TV-Network zu starten und der Stick ist der SchlĂŒssel zur Finanzierung fĂŒr ihr Vorhaben gewesen. Doch dies war dem Verantwortlichen der Telenovela ein Dorn im Auge, da er seine Hauptdarstellerinnen nicht so einfach verlieren wollte, was ihn letztendlich zum Mörder werden lieĂ. Dessen GestĂ€ndnis ist fĂŒr Castle und Beckett schlieĂlich nur noch Formsache.
I'm just a girl, looking for a private dick.
Mit Private Eye Caramba! bekommen wir die zweite Episode serviert, in der Rick seiner neuen Berufung als Privatdetektiv nachgeht. Dabei ist die Folge strukturell Ă€hnlich wie die vorherige aufgebaut. Dabei werden Castles SelbstgesprĂ€che im Stil alter Noir-Filme ein wenig weitergefĂŒhrt, denen mit Leichtigkeit ein gewisser Charme abzugewinnen ist.
Erfrischend ist auch weiterhin Becketts Umgang mit Castles neue Berufswahl. Momentan geht das Feuer in ihrer Beziehung ĂŒberraschenderweise von ihr aus. Rick nimmt das natĂŒrlich Ă€uĂert gerne an, was fĂŒr die beiden in der Szene in Castles BĂŒro gipfelt. Ich habe das GefĂŒhl, als ob momentan tatsĂ€chlich mehr von dem ârebellischen MĂ€dchen mit der Lederjacke und dem Motorradâ zum Vorschein kommt, was mir wirklich gefĂ€llt.

Ebenfalls vermag es Ryan (Seamus Dever) weiterhin, einen mit seinen Theorien als Baby-Castle zum LĂ€cheln zu bringen. Auch Esposito (Jon Huertas) wurde aufgrund seiner SchwĂ€che fĂŒr Telenovelas und seiner Abschlussszene mit seiner Lieblingsschauspielerin endlich einmal sympathischer dargestellt, als es in letzter Zeit der Fall gewesen ist. Perlmutter (Arye Gross) behĂ€lt weiterhin unmissverstĂ€ndlich seinen Kurs und seine Antipathie gegenĂŒber Castle bei. Allerdings sollten die Autoren aufpassen, dabei nicht ĂŒber das Ziel hinaus zu schieĂen.
Obwohl der Cast also ĂŒberzeugen kann, ist die Episode trotz Ă€hnlicher Grundstruktur dennoch deutlich schwĂ€cher als Castle, P.I.. Das liegt zunĂ€chst daran, dass die aktuelle Folge nicht so viele starke Szenen aufweist, die an die Dynamik und das gewisse Etwas aus der letzten Episode herankommen. AuffĂ€llig ist in diesem Zusammenhang auch, dass âCaskettâ deutlich weniger Zeit zusammen auf dem Bildschirm verbrachte als letzte Woche.
Der Fall der Woche ist dieses Mal zudem nur mĂ€Ăig spannend. Insbesondere die Schnelligkeit, mit welcher der Mörder sein GestĂ€ndnis abliefert, kommt einem ein wenig halbherzig vor. Ohne dieses GestĂ€ndnis wĂ€re der Fall noch nicht ansatzweise so wasserdicht gewesen. Der Versuch, der Strafe zu entgehen, beziehungsweise ein ordentliches Verhör hĂ€tten an dieser Stelle einen besseren Eindruck hinterlassen.
Fazit
Private Eye Caramba! punktet bei den Entwicklungen der Figuren sowie der Umsetzung und Einbindung von Castles Privatdetektei. Der Fall der Woche lÀsst einen hingegen vergleichsweise kalt.
Der Trailer zur nÀchsten Episode:
Verfasser: Tim KrĂŒger am Dienstag, 20. Januar 2015Castle 7x12 Trailer
(Castle 7x12)
Schauspieler in der Episode Castle 7x12
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?