Bunheads 1x04

Bunheads 1x04

In der vierten Episode der Serie Bunheads steht das lange erwartete Vortanzen für das Joffrey Sommerprogramm an. Doch der Titel Better Luck Next Year wird nicht nur für die jungen Tänzerinnen zum Thema.

Zarte Annährungsversuche zwischen Truly (Stacey Oristano) und Michelle (Sutton Foster) in der Serie „Bunheads“. / (c) ABC Family
Zarte Annährungsversuche zwischen Truly (Stacey Oristano) und Michelle (Sutton Foster) in der Serie „Bunheads“. / (c) ABC Family

Die Trauerzeit ist vorüber und das Leben in Paradise geht für Michelle (Sutton Foster) richtig los. Die Episode Better Luck Next Year! fühlt sich an wie der Anfang der Geschichte. Hubbell, die Kurzzeit-Ehe und die Suche nach dem Grund zu bleiben, sind Vergangenheit.

Sie hat im Gästehaus ihren Platz gefunden und auch das Verhältnis zu Fanny (Kelly Bishop) wird merklich besser. Ihre Schwiegermutter geht sogar auf sie zu und versucht ihr, beim Einrichten zu helfen. Natürlich macht sie es auch ihre ganz eigene Art: Mitten in der Nacht.

Michelle bekommt in dieser Episode nicht nur Gelegenheit, wie gewöhnlich ihr schnelles Mundwerk zu beweisen, sondern auch ihre körperlichen Fähigkeiten. Sie darf tanzen, allein und im Rampenlicht. Dass diese Tänze Teil eines wiederkehrenden Alptraums sind, macht sie für den Zuschauer nicht weniger sehenswert.

Amüsant sind auch ihre Fähigkeiten in Slapstick-Comedy. Ihr Versuch, allein eine Gardinenstange anzubringen, kann ein herzliches Lachen in die Gesichter der Zuschauer zaubern.

Die Finanzkrise von Paradise

Diese Episode bringt auch den ersten Konflikt, den Michelle und Fanny gemeinsam austragen. Der Aufhänger sind Fannys Finanzen beziehungsweise das Nicht-Vorhandensein von Geld für die Ausbesserung des Tanzstudio-Bodens. Mit dem Aufkommen des Themas ist klar, dass Michelle sich einschalten wird. Doch der schöne Dreh an der Sache: Michelle liefert zwar den Lösungsweg, blamiert sich zum Vorteil der Zuschauer bei Umsetzungsversuchen mehrfach und gibt am Ende damit Fanny die richtige Richtung vor. Am Ende erledigt Fanny die Aufgabe jedoch selbst.

Eine andere Finanzkrise ereilt Boo (Kaitlyn Jenkins). Und dieser Engpass in Sachen Ballettschuhe gibt Sasha (Julia Goldani Telles) Gelegenheit, ihre gutmütige Seite zu zeigen.

Schließlich sind die Böden gemacht und Boo hat neue Schuhe an den Füßen. Eine Gegenüberstellung wirft Fragen auf. Die größere Storyline bezüglich des Geldes haben auch dieses Mal wieder die Erwachsenen. Wie weit die jungen Tänzerinnen überhaupt in die Serie eingebunden werden, scheint mit jeder Episode zu wechseln. Die unkommentierte Abwesenheit von Ginny (Bailey Buntain) und Melanie (Emma Dumont) ist schade. Auch Boo und Sasha werden in dieser Episode auf eine eher kleine Randgeschichte beschränkt.

Mehr Gelegenheiten, die vier Teenager näher kennenzulernen, wären wünschenswert. Bisher steht vor allem Boo im Mittelpunkt. Die Szenen mit ihr und ihrer Mutter Nanette (Jennifer Hasty) sind zwar immer amüsant, aber auch das Familienleben der drei anderen Mädchen würde sicher einige interessante Einblicke bieten.

Die Kleinstadt kommt näher

Mit zwei Auftritten in vier Episoden darf das Barbesitzer-Paar Nina (Dendrie Taylor, Sons of Anarchy, True Blood) und Rico (Gregg Henry, Hung) wohl als regelmäßig wiederkehrende Charaktere eingeordnet werden. Sie sind überzeichnet, aber machen auch immer wieder Spaß. Hoffentlich sind die beiden nur die Vorhut, denn Gilmore Girls-Fans wissen, dass die Autoren beider Serien auch entzückende Nebenfiguren entwerfen können.

In dieser Episode zeigt sich die bisher eher nervige Truly (Stacey Oristano, Friday Night Lights) in einem neuen Licht und bringt sich sogar als potentielle Freundin für Michelle ins Gespräch. Ihre Fähigkeit, zu wissen, was alle anderen sich wünschen, wurde in der Pilotepisode noch etwas lächerlich dargestellt. Mittlerweile hat sie sich zu einem ernstzunehmenden Charakter entwickelt, ohne dabei die Lacher zu verlieren.

Amüsant ist auch, wie Michelle sich allmählich durch Kleinigkeiten in das Kleinstadtleben integriert. Nach ihrem gemeinsamen Trip nach Oxnard bestätigt Michelle Fannys anfängliche Abneigung gegen diese Stadt und beteiligt sich so ganz nebenbei am Lokalrivalismus, eine bekanntermaßen wichtige Hürde für hinzugezogene Kleinstädter auf dem Weg in die Gemeinschaft.

Nur nicht aufgeben

Michelles Alpträume bringen neue Nuancen in ihren Charakter ein. Der alte Traum vom Rampenlicht ist noch wach, die Demütigung aus der Pilotepisode sitzt immer noch tief. Schließlich ist es Boo, die Michelle den Weg zeigt. Ob diese Lebenslektion Früchte tragen wird, werden wir wohl bald erfahren. Es wäre auf jeden Fall an der Zeit, dass Michelle sich überlegt, was sie weiterhin machen möchte.

Fazit

Die Serie Bunheads entwickelt sich wohl mehr oder weniger an die allgemeinen Erwartungen an. Die Sprüche fliegen schnell und die Zungen sind spitz. Das Thema Tanzen kommt nicht zu kurz, wird aber nicht so dominant, dass fachfremde und am Ballett uninteressierte Fans sich abwenden müssten. Die Charaktere sind liebevoll-verschroben und die Story führt das in aller Ausführlichkeit vor.

Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 11. Juli 2012
Episode
Staffel 1, Episode 4
(Bunheads 1x04)
Deutscher Titel der Episode
Auf ein Neues!
Titel der Episode im Original
Better Luck Next Year!
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 9. Juli 2012 (ABC Family)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 11. Februar 2014
Regisseur
Daniel Palladino

Schauspieler in der Episode Bunheads 1x04

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