Warum „Atemlos” mir nicht nur wegen der hübschen spanischen Äzte den Atem raubt...

Warum „Atemlos” mir nicht nur wegen der hübschen spanischen Äzte den Atem raubt...

Mit „Atemlos” wurde endlich die Lücke auf Netflix gefüllt, die noch gefehlt hat: Eine Krankenhausserie, die sich auf das Leben der dort arbeitenden Ärzte und Ärztinnen konzentriert. Die Serie punktet mit gut durchdachter, spannend inszenierter Handlung, miteinander verflochtener Charakterstränge und ebenso einem modernen Mindset.

Das Team vom Joaquín Sorolla Hospita in der Serie „Breathless“ aka „Atemlos“
Das Team vom Joaquín Sorolla Hospita in der Serie „Breathless“ aka „Atemlos“
© Netflix

Hübsche Menschen, warm gedämmte Farbtöne und eine gut dosierte Dramatik sind nicht die einzigen Gründe, warum ich spanische Serien mag. Sie sind meistens auch wirklich gut durchdacht, spannend inszeniert und legen meist ein sehr modernes und diverses Mindset an den Tag. Mit Atemlos wurde endlich die Lücke auf Netflix gefüllt, die in der spanischen Film- und Serienwelt noch gefehlt hat: eine Arztserie, die sich auf das Leben der im Krankenhaus arbeitenden Ärzte und Ärztinnen konzentriert.

Worum geht es in „Atemlos”?

Biel (Manu Ríos), ein junger Assistenzarzt aus Valencia, liebt seinen Job. Er scheint zufrieden zu sein, obwohl ein stetiges Chaos, bestehend aus ständiger Überstunden, Schichtarbeit und Personalmangel, herrscht.

Alles verschlimmert sich, als die Mitarbeiter des Krankenhauses beschließen zu streiken, um gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu protestieren. Nun liegt es an Biel und den anderen Assistenzärzten, den Menschen zu helfen. Völlig auf sich alleine gestellt, stoßen sie dabei an ihre Belastungsgrenzen.

Hier schon mal der deutsche Trailer zur Serie „Atemlos“:

Was „Atemlos” super macht und wo die Serie dennoch schwächelt...

Atemlos“ ist klugerweise speziell für die Netflix-Generation konzipiert worden und tritt somit in die Fußstapfen großer Vorbilder wie Emergency Room und Grey's Anatomy. Die dramatischen Szenen sind schnell geschnitten, alles wurde mit passender Musik hinterlegt und insgesamt wird der Zuschauer mit Leichtigkeit mitgerissen. Neben den dramatischen Krankenhausszenen wird natürlich auch das wilde Partyleben der Protagonisten beleuchtet, in welchem auch aktuelle Themen und Problemen der jungen Generation mit eingebunden werden. Der Reggaeton-Vibe macht gute Laune und ist ein willkommener Kontrast zu der Schwere, die eine Krankenhausserie eben so mit sich bringt...

Woran die neue Serie schwächeln könnte, ist hingegen etwas versteckter. Manu Ríos, der schon durch Elite bekannt wurde, ist zwar sicherlich ein Anziehungspunkt für das jüngere Publikum, doch seinem Charakter Biel mangelt es einfach an markanten Eigenschaften, die ihn wirklich interessant machen. Anders als zum Beispiel in der Serie Scrubs, die von den chaotischen Charakteren lebt und sich von Situationskomik und Sarkasmus tragen lässt, kann „Atemlos“ bisher noch nicht mit etwas Einzigartigem punkten.

Fazit

Szenenfoto aus der Serie „Atemlos“
Szenenfoto aus der Serie „Atemlos“ - © Netflix

Die Fußstapfen der neuen Krankenhausserie sind groß, deshalb ist es nicht einfach, diese zu füllen. Vielleicht braucht die Produktion auch noch etwas Zeit, um sich einzupendeln. Kurzweiliges Vergnügen am Puls der Zeit kriegt „Atemlos“ in jeden Fall hin.

Wir vergeben daher dreieinhalb von fünf Kitteln.

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