Big Time in Hollywood, FL ist eine Comedyserie, deren Prämisse schnell erzählt ist: Zwei erwachsene Brüder, nicht gerade die hellsten Sterne, leben bei ihren Eltern, drehen kleine Videos und bereiten sich auf ihren baldigen Durchbruch als Filmemacher vor. Bis sie zu Hause rausfliegen.

Das zentrale Paar in der Serie „Big Time in Hollywood, FL“ / (c) Comedy Central
Das zentrale Paar in der Serie „Big Time in Hollywood, FL“ / (c) Comedy Central

Jack (Alex Anfanger, Burning Love) und Ben (Lenny Jacobson, Nurse Jackie) drehen zu Beginn der Serie Big Time in Hollywood, FL kleine Videos, die sie online stellen, in der Erwartung, dass demnächst eine Businessgröße Notiz von ihnen nimmt und sie in den Regieolymp befördert werden. Doch der Plan wird in der Pilotepisode durch ein unerwartetes Hindernis gefährdet.

Worum es geht...

Das Problem, das sich vor den beiden Brüdern aufbaut, kommt in Form ihrer Eltern daher: Mutter Diana (Kathy Baker; Picket Fences, [serrie=Those Who Kill]) und Vater Alan (Stephen Tobolowsky; Justified, Heroes) haben sich dazu entschieden, ihrem Nachwuchs in Sachen Erwachsenwerden auf die Sprünge zu helfen. Sie kündigen an, die beiden auf die Straße zu setzen, damit sie sich endlich Jobs suchen und auf eigenen Beinen stehen. Doch der Plan geht nach hinten los.

Die beiden Brüder fassen im Diner einen Plan, wie sie immerhin noch an genügend Geld kommen können, um weiterhin ihren Plan vom großen Ruhm verfolgen zu können, ohne dabei von einem Job gestört zu werden. Sie wollen ihren Eltern weismachen, dass Ben drogenabhängig ist und 20.000 US-Dollar Schulden bei einem Dealer hat. Mithilfe des reisenden Schauspielers Jimmy (Ben Stiller, „Zoolander“) spielen sie ihnen im eigenen Vorgarten eine dramatische Szene vor, die Diana und Alan dazu bringen soll, das Geld rauszurücken.

Doch mit Mutter Diana ist nicht gut spaßen. Anders als ihr devoter Mann, der auch von seinen Söhnen nicht für voll genommen wird, verlangt sie, bei der Geldübergabe dabei zu sein.

Während Jimmy und der angeblich von ihm entführte Freund des Brüderpaares in einer Tiefgarage warten, kommen Jack und Ben mit ihrer Mutter an und - wie sich überraschend herausstellt - einer Menge Polizisten, die Diana benachrichtigt hat. Im Glauben, in einer Serie mit versteckter Kamera zu sein, bleibt Jimmy in seinem Charakter und wird von den Polizisten dutzendfach erschossen.

Am Ende stellt sich heraus, dass die Eltern nun Ben erlauben, im Haus zu bleiben, bis er clean ist, während Jack weiterhin der raue Wind der Wirklichkeit droht. Doch im Hintergrund brodelt bereits das weitaus größere Problem: ein Detective Jim Zdorkin (Marcus Giamatti, Judging Amy) hat die Fährte zu den beiden aufgenommen, als er herausfindet, dass er den Tod des von den Cops erschossenen angeblichen Drogendealers Jimmy untersucht.

Wie kommt es rüber?

Jack und Ben sind ein Blödelpaar, wie es schon viele vor ihnen gegeben hat. Der eine, Jack, etwas cleverer, was er jedoch ausschließlich zu seinem eigenen Vorteil nutzt. Der andere naiver, beeinflussbarer, lässt sich in jeden Plan einspannen als derjenige, der den Kürzeren zieht, doch durch die Launen des Schicksals gerät dann doch immer der egoistischere ins Hintertreffen.

Neu ist die Idee der Serie Big Time in Hollywood, FL also nicht. Doch durch die Schauspieler wirkt sie immerhin etwas frischer. Der Humor der Pilotepisode fällt noch etwas flach aus, auch wenn man bereits ein Gefühl dafür gewinnen kann, worauf die Serienmacher hinaus wollen. Es kostet halt auch ein bisschen Zeit, das Grundgerüst aufzubauen, so billig es auch konstruiert ist.

Die Pilotepisode der Serie Big Time in Hollywood, FL dreht die Prämisse immerhin schon so weit, dass man mehr erwarten darf, als die Story auf den ersten Blick verspricht. Die beiden Brüder werden nicht nur zu Hause rausgeschmissen, sie haben auch noch einen kritischen Mordermittler auf den Fersen.

Die Konstellation aus zwei selbsternannten Filmemachern und einem aus Überehrgeiz ermordeten Schauspieler erweckt in der Pilotepisode den Eindruck, dass die Filmbranche hier über sich selbst lachen will - oder zumindest die Serienautoren über ihre Bekannten. Das zieht bei mancher Zielgruppe besser, bei anderen weniger.

Fazit

Man darf weder subtilen Humor noch eine besonders innovative Story erwarten, wenn man die Serie Big Time in Hollywood, FL einschaltet. Es darf gelacht werden, wenn man sich mit Slapstick und jeder Menge Albernheit anfreunden kann, doch dahinter keimt auch Hoffnung auf, dass die Serie im Verlauf der Episoden eine zweite Ebene offenbart. Denn Anklänge davon, dass nicht alles so platt ist, wie es scheint, gibt es bereits in der Pilotepisode.

Hier könnt Ihr die Pilotepisode der Serie „Big Time in Hollywood, FL“ in voller Länge ansehen:

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