Barrys Barbershop: Review der Pilotepisode der ZDF-Serie

Barrys Barbershop: Review der Pilotepisode der ZDF-Serie

Mit der Comdyserie Barrys Barbershop holt sich das Öffentlich-Rechtliche ZDF einen der bekanntesten Youtuber Deutschlands ins Team. Barry Hamerschmidt aka Bodyformus spielt darin eine fiktionalisierte Version seiner selbst und eröffnet als solcher einen Friseursalon in Berlin.

Barrys Barbershop (c) ZDF/Victoria Anders
Barrys Barbershop (c) ZDF/Victoria Anders
© arrys Barbershop (c) ZDF/Victoria Anders

Barry Hammerschmidt reiht sich ein in die Liste der Influencer und Internetpersönlichkeiten, die es auf die kleine Mattscheibe geschafft haben. Zuletzt war aus Deutschland der Youtuber Julien Bams Life's a Glitch with Julien Bam bei Netflix zu sehen. Sein Kollege Hammerschmidt hat es beim ZDF geschafft. Beide schlagen in eine ähnliche Kerbe und versuchen den Youtube-Humor in Serienformat zu gießen.

Wovon handelt die Serie Barrys Barbershop?

Barry, die fiktionalisierte Version der Hauptdarstellers, zieht seine Runde durch Berlin, stets unterbrochen von Fans, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Foto mit ihrem Idol. Doch dann landet er bei seinem Stammbarbier, wo er feststellen muss, dass der seinen Laden aufgibt um sich auf seinen veganen Sucuk-Hof zurück zu ziehen. Barry ist entsetzt, traut er doch niemanden anderen mit seiner Haartracht.

Gezwungenermaßen sucht er einen deutschen Nobelsalon auf, wo ihm misstrauische Blicke begrüßen. Nur eine Friseurin winkt ihn an ihren Platz, die Asiatin Hien (Trang Le Hong). Die taffe Friseurin schneidet seine Haare so gut, dass Barry ihr sofort ein Jobangebot macht. Denn er hat sich entschieden, er will den Laden seines Barbiers übernehmen und dazu braucht er eine Friseurin. Denn er kann zwar für Aufmerksamkeit sorgen, aber Haare schneiden, das kann er nicht.

Das findet auch seine Freundin Jasmin (Sara Fazilat) könnte das Problem an der Sache werden. Außerdem wirft ein Friseursalon laut ihr nur einen Bruchteil ab von seinen Influencer-Tätigkeiten. Doch Barry hat es sich in den Kopf gesetzt.

Wie kommt es rüber?

Wie schon Julien Bam bringt auch Barry Hammerschmidt mit seiner Serie einen typischen Youtuber-Humor auf die Mattscheibe. Ist man den nicht gewöhnt, dann kann die Pilotepisode schnell befremdlich wirken. Insgesamt sprechen besonders die Darsteller dafür, der Serie eine Chance zu geben. Der Hauptdarsteller begeistert vor allem mit Charisma, in seine Rolle als fiktionalisierte Version seiner selbst muss er sich für das Langformat einer Serie noch etwas einfinden. Die, die wir zunächst erstmal häppchenweise in einzelnen Szenen erleben, funktionieren besser. Vorne dabei ist Sara Fazilat, die als Freundin besonders großes komödiantisches Timing beweist.

Die erste Episode leidet unter den typischen Pilotkrankheiten, vieles wird überdeutlich erklärt, die Figuren werden nochmal extra überzeichnet in ihrer Vorstellung und die Einleitung der Geschichte, die Übernahme des Friseurladens, fühlt sich arg an den Haaren herbeigezogen. Das verliert jedoch aller Erfahrung nach schon in der zweiten Episode an Bedeutung.

Die erste Staffel der Serie ist in der ZDF-Mediathek zu finden.

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