Arrow 6x14

Arrow 6x14

Die beiden Heldenteams aus Arrow geraten in der Folge Collision Course aneinander. Denn der Stadt droht die Pleite und nur eine Person könnte das mit Informationen ändern. Die Jagd nach dieser beginnt.

Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“ (c) The CW
Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“ (c) The CW
© zenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“ (c) The CW

Cayden James (Michael Emerson) ist tot. Das erfährt in der Arrow-Folge Collision Course auch Bürgermeister Oliver Queen (Stephen Amell), wobei er nicht an einen Zufall glaubt. Doch das ist nicht sein größtes Problem, denn das an ihn bezahlte Lösegeld von 70 Millionen Dollar hat die Stadt an den Rand des finanziellen Ruins getrieben und wenn es nicht wieder auftaucht, droht die Pleite und somit die Schließung vieler öffentlicher Einrichtungen. Selbstsicher verspricht Oliver also eine Lösung innerhalb von 48 Stunden, doch so einfach läuft das natürlich nicht. Oliver hat schon einen Buchhalter zur Recherche und zu Gesprächen mit Corto Maltese abgesandt, doch der findet kein Geld auf dem Konto von James. Irgendwer hat es bereits abgehoben. Felicity (Emily Bett Rickards) soll ein Auge drauf werfen und bald tauchen Bildaufnahmen von Laurel (Katie Cassidy) auf, die sie als mit dem Gelddiebstahl - allerdings in Bearer Bonds - in Verbindung bringen. Dinah (Juliana Harkavy) ist weiterhin auf Rache für ihren Ex Vincent aus und möchte Laurel zur Strecke bringen, auch wenn es bedeutet, sie umzubringen - und gibt das auch Oliver zu verstehen.

Oliver versucht derweil alles, um Laurel ausfindig zu machen. Quentin (Paul Blackthorne) bietet an, dass er nach Hause gehen könnte, falls sie sich meldet, verschweigt aber, dass er sie in Wirklichkeit versteckt, was auch Thea (Willa Holland) geheim beobachtet. Quentin will weiterhin Erinnerungen triggern, die ihm noch von seiner Laurel bekannt sind. Statt Fotos ist es diesmal eine Lieblingssuppe. Diese Versuche und Abstufungen der Erinnerungsweckung finde ich langsam wirklich abstrus. Genauso wie das ständige Katz-und-Maus-Spiel zwischen Quentin und Laurel, was irgendwie immer gleich abläuft: Sie sagt, dass sie nichts mit seiner Laurel gemein hat, er versucht es unablässig und sie bricht doch kurz ein, um im nächsten Moment wieder auf hart zu tun. Die Storyline zieht sich einfach unnötig in die Länge. Diesmal will sie mehr über seine Laurel erfahren. Kurz darauf gibt sich Thea zu erkennen und gibt Quentin zu verstehen, dass Laurel nicht sein blinder Fleck sein darf, wenn die Funktionsfähigkeit der gesamten Stadt auf dem Spiel steht. Wieder einmal ist Thea die Erwachsene im Raum. Schnell hat sie die Faxen dick und ruft auch in der Arrow-Cave bei ihrem Bruder an.

Punishing Canary

Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“ - © The CW

Dinah ist besessen vom Gedanken daran, Laurel zu schnappen und auch bereit, Folter anzuwenden, wenn es denn sein muss, womit ihre Teamkollegen Probleme haben. Ein Fußabdruck bringt beide Dreierteams an denselben Ort und im Hauptquartier der Neuen kommt es zur erneuten Eskalation. Rene (Rick Gonzalez) provoziert Oliver und sagt, dass er nur mit Gewalt Probleme lösen kann und gibt sonst auch andere verbale Tiefschläge von sich. Die „Neuen“ bringen auch wieder den Vertrauensbruch zur Sprache, der wohl ewig zwischen ihnen stehen wird und es kommt zu Handgreiflichkeiten, wobei Oliver seinen Bogen auf Rene zielt. Der nutzt die freche Taktik allerdings insgeheim, um Oliver einen Peilsender zu verpassen, um nun sie auszuspionieren. Mit den eigenen Waffen geschlagen also. Zumindest vorerst.

Bogenschützen Bruderkrieg

Theas Anruf ergibt, dass Laurel zur Kooperation bereit ist, zumindest, wenn sie Geleit aus dem Land erhält, weil sie Angst vor Dinah hat. Das andere Team versucht, Ollies Peilsender zu finden, dem man sich allerdings schon entledigt hat, weswegen sie wieder von vorne beginnen müssen. Bis Curtis (Echo Kellum) auf die moralisch fragwürdige Idee kommt, das Transplantat von Diggle zum Peilsender zu missbrauchen, womit er in Kauf nimmt, dass Diggle wieder an Schmerzen leidet. Die Begründung des Teams liegt im Schutz der Stadt, aber prinzipiell könnte man eigentlich annehmen, dass sie kompetent genug sind, um eine Lösung zu finden. Aber der Eingriff trägt dann dazu bei, das etwas schiefgehen muss. Kurz gesagt: Alle sind schuld, weil sie ignorante Streithammel sind. Wenn die Folgen an sich schon durch wenig überzeugende Handlungen nerven, dann fällt auch ein kurzer Satz von Felicity wieder negativ ins Gewicht. Mit einem Blick kann sie genau erkennen, was mit Olivers Implantat vor sich geht. Rein logisch ist das eigentlich Humbug, aber die Exposition müssen die Autoren einbauen, um es den Zuschauern vorzukauen. Schade. Unnötig. Nebenbei baut sie Laurel und Quentin neue Identitäten auf, denn der Excop möchte zusammen mit seiner Nicht-Ganz-Tochter neu beginnen.

Es kommt, wie es kommen muss und damit zum großen Kampf der Teams, der ein bisschen wie ein Low-Budget-„Civil War“ anmutet. Das hängt auch mit der Kulisse zusammen, die diesmal vorstädtisch ist, weil wahrscheinlich bei Quentin zu Hause, aber, wenn man genau hinschaut, ziemlich eindeutig nach Set und Kulisse aussieht, was man sonst mit Lagerhallen und Gängen kaschieren kann. Diggle ist zwar unwohl dabei, gegen ehemalige Teammitglieder zu kämpfen, aber die Grenzen des Anstands sind - auf beiden Seiten - längst überschritten worden.

It's not us, it is you

Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Folge „Collision Course“ - © The CW

Die Autoren machen es uns als Zuschauern aber auch schwer. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass viele die Neuen dem alteingesessenen Team vorziehen. Natürlich gibt es immer einzelne und manche Ideen oder Ansichten sind sicherlich nicht verkehrt. Aber nach fünf oder sechs Staffeln denken sich nur wenige Zuschauer, dass sie gegen den Held der Serie aufbegehren sollten. Mit viel Mühe versucht man zu konstruieren, dass das Originalteam zu sehr von persönlichen Motiven und Vorlieben geleitet wird, weil man glauben möchte, dass in einer Laurel immer etwas Gutes stecken muss. Das neue Team argumentiert zwar mit dem Wohl der Stadt, ist durch Dinah aber völlig Bauch getrieben und auf animalische Rache aus. Curtis ist hier die Stimme der Vernunft und schafft es auch, Dinah vom Mord abzubringen, während Hitzkopf Rene sich selbst beweisen möchte und auch einen aussichtslosen Kampf gegen Oliver führt, der sehr viel mehr Kampferfahrung gegen eine Vielzahl mörderischer Gegner vorzuweisen hat. Beide Seiten sind bei dieser Ausgangslage zum Verlieren verdammt. Eigentlich ist man sich zu ähnlich und eigentlich könnte man auch alles wie vernünftige Menschen bereden, aber aus unerfindlichen Gründen wird seit vielen Episoden ein künstlicher Eklat nach dem nächsten präsentiert, bei denen trotz aller „gewaltigen“ Differenzen oft eine Zusammenarbeit das Endresultat ist.

Weil Rene im Kampf schwer verletzt wird und Laurel doch wieder entkommen kann, soll diesmal aber eine Grenze überschritten worden sein und Diggle und Felicity dürfen Rene nicht einmal mehr im Krankenhaus besuchen. Außerdem wird hier die Zusammenarbeit und Kommunikation einseitig für beendet erklärt. Das ist stumpfsinnig. Curtis, der zuvor noch am vernünftigsten war, verstößt die anderen schon wieder, was wegen der ständigen Wiederholung wirklich nur noch frustrierend ist. Dieser ganze unnötige Streit geht übrigens fast ohne Schurkenbeteiligung einher, weil Laurel nur eine Randrolle einnimmt. Eigentlich ist vielmehr Dinah die Schurkin, weil sie so auf Rache aus ist.

As a mayor I failed this city

Oliver muss am Ende außerdem seine Niederlage als Bürgermeister akzeptieren und eingestehen, dass das Geld wohl nicht wiederbeschafft werden kann. Tritt er deswegen zurück? Wir wissen es noch nicht. Gibt es eine Alternative? Eigentlich nicht, wenn man sich die Todesrate der Kandidaten anschaut. Der Einfluss des neuen big bad Ricardo Diaz zeigt sich dann erst am Ende der Episode, als die Polizeibeamtin einen Hinweis darauf erhält, dass jemand mal wieder glaubt, Oliver zu Fall bringen zu können. Der leicht zynische Ton ist völlig beabsichtigt, denn im Verlauf der Serie und sogar dieser Staffel gab es schon zigmal einen Versuch, Oliver zu Fall zu bringen. In dieser Serie gibt es einfach leider seit geraumer Zeit zu oft das Gleiche in minimalen Variationen zu sehen.

Fazit

Vieles an der Folge ist mir zuwider. Allen voran ist es der erzwungene Konflikt zwischen den Dreierteams, der einfach unsinnig ist und viel zu sehr ausartet. Außerdem tut mir Quentin als Figur mit seiner Wandlung zum Naivling sehr leid. Er hat eine bessere Storyline verdient, die nicht so Ping-Pong-mäßig ist. Die fortlaufende Handlung wirkt insgesamt ziellos und uninspiriert und dazu kommt öfter das Gefühl, dass man das alles schon mindestens einmal - und meistens besser - in genau der gleichen Serie gesehen hat. Es ist einfach Zeit für einen radikalen Formelwechsel oder für das Ende der Serie.

Trailer zur Episode Doppelgänger der US-Serie Arrow (6x15):

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Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 2. März 2018

Arrow 6x14 Trailer

Episode
Staffel 6, Episode 14
(Arrow 6x14)
Deutscher Titel der Episode
Kollisionskurs
Titel der Episode im Original
Collision Course
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 1. März 2018 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 7. November 2018
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Mittwoch, 7. November 2018

Schauspieler in der Episode Arrow 6x14

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