nglaubliche Geschichten 1x01

nglaubliche Geschichten 1x01

Apple TV+ belebt die alte Steven-Spielberg-Anthologieserie Amazing Stories aka Unglaubliche Geschichten wieder. Pro Folge gibt es andere Darsteller und Szenarien. Diesmal wird das Format von Eddy Kitsis und Adam Horowitz, den Schöpfern von Once Upon a Time betreut. Zum Auftakt gibt es eine Zeitreisestory.

Szenenfoto aus der Episode The Cellar aus Amazing Stories (c) Apple TV+
Szenenfoto aus der Episode The Cellar aus Amazing Stories (c) Apple TV+
© zenenfoto aus der Episode The Cellar aus Amazing Stories (c) Apple TV+

Bei Apple TV+ findet das erste große Serienrevival statt, denn Amazing Stories aka „Unglaubliche Geschichten“ wurde bereits einst zwischen 1985 und 1987 bei NBC erzĂ€hlt. Damals war Steven Spielberg bereits als Schöpfer und Produzent mitverantwortlich und ist es auch in der neuen Version aus dem Jahr 2020. ZunĂ€chst sind sechs frische Folgen geplant, die diesmal von Eddy Kitsis und Adam Horowitz (Once Upon a Time) auf die Beine gestellt werden. Fun Fact: Einst sollte auch der Serienmacher Bryan Fuller (Pushing Daisies, Hannibal, American Gods) mitmischen, aber leider ist er wie so oft verfrĂŒht wieder ausgestiegen. Als großer Fuller-Fan bedauere ich das, aber gleichzeitig ist man inzwischen gewöhnt, dass seine Beteiligung an einer Serie oft nur von kurzer Dauer ist.

Das Original ist mir in meiner Karriere als Serienjunkie leider nie untergekommen, bei der TV-Ausstrahlung muss ich schlichtweg zu jung gewesen sein. Dennoch bin ich fĂŒr Anthologieserien mit wechselnder PrĂ€misse und Darstellern oft zu haben. Hier handelt es sich um eine einstĂŒndige Variante dieser Gattung. Der Vorspann macht bereits deutlich, dass man sich etwas vom Amblin-Flair von damals bewahren wollte und man hört die von John Williams komponierten KlĂ€nge zu neuen Bildern mit 80er Charme.

Der Keller

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Wovon handelt die erste Folge The Cellar? Die BrĂŒder Sam (Dylan O'Brien, Teen Wolf) und Jake bringen gemeinsam HĂ€user wieder auf Vordermann. Jake ist in einer festen, gleichgeschlechtlichen Beziehung und frischgebackener Papa, wĂ€hrend Sam an seinem Handy klebt und sich durch die Gegend datet.

Im Keller des Hauses entdecken sie eine versteckte Kiste mit dem alten Foto einer Frau im Hochzeitskleid, einer Packung Streichhölzer und dem Wort „Cabbage“ sowie ein Barometer mit merkwĂŒrdigen Eigenschaften. Bei einem Sturm wird Sam unerwartet etwa 100 Jahre in die Vergangenheit teleportiert, wo er Evelyn (Victoria Pedretti, You) kennenlernt, die unter der Knute ihrer Mutter spielt, welche ihr selbst das Musikhören verbieten und sie am liebsten vermĂ€hlt sehen wĂŒrde. Entsprechend hat sie auch schon einen Mann fĂŒr sie an der Hand und die Verlobung soll bald stattfinden.

Der wildfremde und gestrandete Sam ergreift fĂŒr Evelyn Partei, behauptet, dass die Platten, die sie hört, eigentlich ihm gehören und dass er ein Freund des verstorbenen Bruders sei, der angeblich Medizin studiert. Die Geschichte wird ihm - trotz moderner Kleidung - abgekauft und bald schon gehört er zu den GĂ€sten der Verlobungsfeier. Schnell wird deutlich, dass Evelyn in ihrer aktuellen Lage nicht glĂŒcklich ist und nach mehr strebt. Die beiden kommen sich nĂ€her, besuchen ein geheimes Speakeasy, als sie sich von der Verlobungsfeier davonstehlen, und sie hecken den Plan aus, zusammen in die Zukunft aufzubrechen, sobald der richtige Moment, also ein neuer Sturm, gekommen ist. Wie sich herausstellt, begĂŒnstigt der Sturm nĂ€mlich die Zeitreise, sofern man sich zum richtigen Zeitpunkt in der NĂ€he des Barometers befindet. NatĂŒrlich kommt es zu Komplikationen und die beiden werden voneinander getrennt. Sam versucht alles, um Evelyn erneut zu erreichen, doch das Schickal hat seinen eigenen Kopf und auch eine faustdicke Überraschung parat...

Let's do the time warp again!

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Im Kern ist die Pilotfolge The Cellar eine gute alte Zeitreise-Romanze, die an zahlreiche andere Storys erinnert: Outlander, „Alles eine Frage der Zeit“, „Frequency“, „Das Haus am See“ oder „Your Name.“ wĂ€ren nur einige Beispiele, die mir da in den Kopf schießen, weswegen es eine schwierige Angelegenheit ist, wirkliche Innovationen zu finden. Deswegen setzen die Autoren der Folge auch auf Emotionen und Sympathien fĂŒr das stellenweise zeitlich getrennte Liebespaar. Anfangs braucht man etwas, um in die GĂ€nge zu kommen und die Grundlage zu erklĂ€ren, doch in der zweiten HĂ€lfte und in den dramatischen letzten Minuten gelingt es dann, die Dringlichkeit, mit der nach einer Wiedervereinigung gestrebt wird, einzufangen. Und auch die Tatsache, dass es zwar eine Art Happy End, aber eben kein totales „Happily Ever After“ fĂŒr beide gibt, weiß zu gefallen. Sowohl O'Brien als auch Pedretti sind in meinen Augen SympathietrĂ€ger, die gut dafĂŒr geeignet sind, einem eine solche Serie schmackhaft zu machen. Wie hĂ€ufig bei Zeitreise-Liebesgeschichten spielen die Macher damit, dass es Momente gibt, in denen alles glimpflich ablaufen könnte, nur um den Figuren dann doch den Boden wegzuziehen - und an einer Stelle fragt man sich auch, warum eine der beiden Figuren nicht mit etwas mehr Nachdruck versucht, zu schauen, was sich in ihrer NĂ€he eigentlich gerade abspielt. Irgendwie gehört so etwas aber auch zu dem Kick und ich kann die Autoren auch verstehen, die die Zuschauer gerne etwas in der Luft hĂ€ngen lassen wollen, denn sonst wĂ€re die Geschichte zu schnell vorbei oder etwas zu gewöhnlich.

Fazit

In diesem Fall kann ich noch nichts zu den anderen Folgen der Serie sagen, weil im Vorfeld nur eine Episode zur VerfĂŒgung gestellt wurde. Die restlichen werden dann wöchentlich freigeschaltet. Die nĂ€chste Folge könnte also in eine völlig andere Richtung gehen, was auch völlig in Ordnung wĂ€re. Der Auftakt hat mir gefallen, aber auch nichts geboten, was ich nicht so oder so Ă€hnlich schon anderswo gesehen habe und wegen der charmanten Darsteller und der anstĂ€ndig erzĂ€hlten Liebesgeschichte mit Zeitreise-Element handelt es sich in meinen Augen um einen soliden Einstand, der zumindest das Interesse weckt. Mit fĂŒnf Folgen ist zudem die zu investierende Zeit recht ĂŒberschaubar und durch die wöchentliche Ausstrahlung kann man sich aussuchen, ob man direkt weiterschaut oder etwas sammeln möchte.

Hier abschließend noch der Trailer zur Debütstaffel der gerade angelaufenen Apple-TV+-Serie Amazing Stories:

Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 6. MĂ€rz 2020

nglaubliche Geschichten 1x01 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 1
(nglaubliche Geschichten 1x01)
Deutscher Titel der Episode
Der Keller
Titel der Episode im Original
The Cellar
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 6. MĂ€rz 2020 (Apple TV)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 6. MĂ€rz 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Freitag, 6. MĂ€rz 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Freitag, 6. MĂ€rz 2020
Autoren
Jessica Sharzer, Richard Rayner
Regisseur
Chris Long

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