The Marvels

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The Marvels im Stream

Carol Danvers alias Captain Marvel (Brie Larson) hat in The Marvels ihre Identität von den tyrannischen Kree zurückerobert und Rache an der Obersten Intelligenz genommen. Die unbeabsichtigte Folge ihrer Tat ist jedoch, dass Carol die Last eines instabilen Universums auf sich nehmen muss. Sie wird mit einem mysteriösen Wurmloch konfrontiert, das mit einem Kree-Revolutionär in Verbindung steht, und ihre Kräfte verweben sich plötzlich mit denen von Superfan Kamala Khan aus Jersey City aka Ms. Marvel (Iman Vellani), und von Carols entfremdeter Nichte, der jetzigen S.A.B.E.R.-Astronautin Captain Monica Rambeau (Teyonah Parris). Das ungleiche Trio muss ein Team bilden und lernen, an einem Strang zu ziehen, denn nur gemeinsam als „The Marvels“ können sie das Universum retten!

Carol war früher sehr gut mit Monicas Mutter Maria (Lashana Lynch) befreundet und Monica kennt sie als kleines Mädchen. Kamala verehrt derweil Captain Marvel als Superheldin und ist somit ein waschechtes Fangirl, das auf Conventions geht und auch ihr Kinderzimmer mit Postern und Fan Art schmückt.

Podcast zum Film „The Marvels“

The Marvels Kritik

The Marvels Kritik
Poster zum Superheldinnenfilm „The Marvels“
Walt Disney/Marvel Studios

Filmkritik „The Marvels" durch Adam Arndt exklusiv für Serienjunkies.de

Carol Danvers aka Captain Marvel ist im Film „The Marvels“ zurück und erlebt diesmal gemeinsam mit Monica Rambeau und Kamala Khan ein Abenteuer, bei dem die drei Frauen wegen ihrer ähnlichen Kräfte oftmals die Plätze tauschen.

Die Fortsetzung zum Film „Captain Marvel“ heißt nicht etwa „Captain Marvel 2“ oder trägt einen anderen Beititel, sondern: „The Marvels“. Das ist dem Umstand geschuldet, dass der Film eben nicht nur auf Carol Danvers (Brie Larson) in der Titelrolle setzt, sondern die aus Ms. Marvel bekannte Kamala Khan aus Jersey City aka Ms. Marvel (Iman Vellani) und Captain Monica Rambeau (Teyonah Parris) zu gleichberechtigten Heldinnen mit ähnlichen Kräften macht. Monica hat ihre Kräfte bekanntlich innerhalb von WandaVision erhalten. Regie führt Nia DaCosta („Candyman“).

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Worum geht es in der Serie „The Marvels“ und was sollte man vorher gesehen haben?

Bestenfalls hat man zumindest „Captain Marvel“, WandaVision, „Ms. Marvel“ und für Nick-Fury-Superfans auch noch Secret Invasion gesehen, wobei man Letzteres am ehesten skippen und eher „Ms. Marvel“ neben dem ersten Film mit Carol Danvers gesehen haben sollte. Denn im Finale wird die Handlung von „The Marvels“ mit einer ersten Platztauschszene vorbereitet... Dort verschwindet nämlich Kamala plötzlich und Carol erscheint in Jersey City.

Brie Larson auf einem Szenenfoto aus „The Marvels“
Brie Larson auf einem Szenenfoto aus „The Marvels“ - © Walt Disney/Marvel Studios

Das liegt an einer Entdeckung der Schurkin Dar-Benn (Zawe Ashton), die den zweiten Teil des Armreifs entdeckt, welchen Kamala einst von ihrer Oma geerbt hatte. Nach einem kosmischen Energieaustausch sind die drei Frauen kräftetechnisch so verbunden, dass sie beim jeweiligen Einsatz der Fähigkeiten den Standort tauschen. Was Kamalas Familie wiederum in Aufruhr versetzt, wird doch plötzlich ihr Zuhause von außerirdischen Störenfrieden verwüstet...

Im All herrscht derweil Waffenstillstand zwischen den Kree und den Skrull. Beide Alienvölker sind von Kriegen und Ereignissen der jüngeren Vergangenheit gebeutelt und in beiden Fällen ist Carol vielleicht nicht ganz unschuldig. Die Kree leben in einer Welt, deren Atmosphäre toxisch für sie zu atmen ist, was Dar-Benn ändern möchte und dabei sowohl ihren mächtigen Hammer nutzt als auch das kosmische Armband sowie Energie, die sie im Konflikt mit den „Marvels“ einsammelt.

Die drei Frauen wollen derweil Dar-Benns Beweggründe für einen Angriff auf die Skrulls nachvollziehen und das Problem des Kräftedurcheinanders lösen... Mittendrin sind auch noch Kamalas Familie sowie Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Alien-Katze Goose, wobei auch die Organisation S.A.B.E.R. (eine Art S.H.I.E.L.D. im Weltraum) involviert ist.

The Marvelous Mesdames Marvel?

Die Heldinnen aus „The Marvels“
Die Heldinnen aus „The Marvels“ - © Walt Disney/Marvel Studios

Funfact: „The Marvels“ ist inzwischen der 33. Spielfilm aus dem Marvel Cinematic Universe und hat die Aufgabe, sowohl „Captain Marvel“ als auch mehrere Serien fortzusetzen und zwar so, dass das Publikum bestenfalls unterhalten wird, egal ob man mit den Vorgängern vertraut ist oder nicht. Demnach knüpft man an viele Aspekte lose an und versucht, den Spagat zwischen „Captain Marvel“ als Vorbild, als „Tante“ und als fehlerhafte Heldin darzustellen.

Monica und Carol haben sich seit den Ereignissen im ersten Film, der in den 90er Jahren spielt, nicht mehr persönlich gesehen. Monica hat seit dem Blip ihre Mutter verloren, die einst eine gute Freundin Carols war. Doch es gibt viel Ungesagtes zwischen den Frauen, vor allem auf emotionaler Ebene...

Kamala verehrt Captain Marvel als Vorbild und Heldin und hat dementsprechend auch ihren Codenamen ihr zu Ehren gewählt. Zudem bringt sie frischen Wind, Charme und Enthusiasmus in das Helden-Team-up ein. Carol ist es nämlich in ihrer Heldenreise gewohnt, sich abzuschotten und wenig menschlichen Kontakt zu pflegen, was eine emotionale Person wie Kamala verzüglich zu unterbrechen weiß.

Fans der Serie Ms. Marvel und ihres Figurenkosmos dürften ihre Freunde an „The Marvels“ haben, denn Kamala und ihre Familie fegen wie ein Wirbelwind durch den Film und sorgen immer wieder für positive Momente und Erheiterung mit ihrer Herzlichkeit und Wärme. Auch in der Interaktion mit den beiden älteren Superfrauen sorgt Kamala immer wieder für Impulse, muss aber auch die Grenzen mancher Rettungsmission akzeptieren, bei der sie lieber noch mehr tun würde, als es ihr möglich ist.

Die mächtige Carol bringt derweil emotionalen Ballast mit, nicht nur, weil sie ein schlechtes Gewissen wegen Monicas Mutter Maria hat, sondern auch wegen des Spitznamens Annihilator, der ihr von den Kree wegen einer ihrer Taten verpasst wird, die an ihr nagen. Denn unschuldig am aktuellen Schicksal des Volkes ist sie, wenn auch unbeabsichtigt, tatsächlich nicht. Daher rührt auch die Motivation der Schurkin, die ihrem Volk mit allen erdenklichen Mitteln ein besseres Leben ermöglichen möchte, wobei sie aber einige Verluste in Kauf nimmt.

Zawe Ashton als Dar-Benn auf einem Szenenfoto aus dem Film „The Marvels“
Zawe Ashton als Dar-Benn auf einem Szenenfoto aus dem Film „The Marvels“ - © Walt Disney/Marvel Studios

Vielleicht liegt es an den Kree als Gegnertypus, denn auch Jude Law (als Yon-Rogg) oder Lee Pace (Ronan, der Ankläger) in vorherigen MCU-Auftritten hinterließen keinen bleibenden Eindruck. Dasselbe könnte auch für Zawe Ashton gelten, die hier eher Beiwerk ist, um die Interaktionen der Heldinnen zu unterstützen. Ihr Charakter hat zwar halbwegs nachvollziehbare Beweggründe, aber sie liefert schauspielerisch keine Performance ab, die mir in Erinnerung bleiben wird.

Deutlich besser als „Captain Marvel“

Brie Larson undercover in diplomatischer Mission in „The Marvels“
Brie Larson undercover in diplomatischer Mission in „The Marvels“ - © Walt Disney/Marvel Studios

In vielen Belangen ist „The Marvels“ kurzweiliger und unterhaltsamer als die „Origin“-Story aus „Captain Marvel“. Das Ensemble und die Figurendynamik sind besser, der Humor funktioniert für mich besser und organischer, die Actionsequenzen rund um den Körpertausch sind ansehnlich und im Gegensatz zum CGI-Problemkind „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ hat man sich offenbar auch mehr Zeit für die visuelle Komponente genommen. So konnte man hier saubere Resultate liefern, auch wenn natürlich hier und da kleine Macken zu entdecken sind, besonders wenn man in den Weiten des Weltraums agiert oder fliegt...

Goose und die außerirdischen Artgenossen spielen, wie Poster zum Film schon verraten hatten, ebenfalls wieder eine Rolle, da die tierische Figur sicherlich bei vielen Zuschauern gut angekommen ist. Entsprechend gibt es hier, fast schon Sequel-typisch, einfach mehr von dem, was die Fans daran erfreut hat - ohne zu viel dazu zu verraten...

Eine kleine Sequenz um den von Park Seo-joon („Parasite“) gespielten Prinz Yan ist zwar ebenfalls sehr heiter und versprüht positive und musikalische Vibes, hat aber für den restlichen Film dann doch wenig Bewandtnis oder gar Auswirkungen. Auch die Figur spielt insgesamt eher eine Randrolle, liefert aber dennoch immerhin die Möglichkeit einer weiteren Actionsequenz.

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Fazit

Ist „The Marvels“ essentielles, nicht zu verpassendes Marvel-Kino? Wahrscheinlich nicht. Kann man als Fan der Figuren gut unterhalten werden? Klares Ja. Hatte ich meinen Spaß beim Kinobesuch als jemand, der vor allem die Charaktere aus der Ms. Marvel-Serie sehr toll findet? Ja! Insgesamt profitiert die Figur Captain Marvel davon, die anderen Heldinnen an ihrer Seite zu haben und kommt so sehr viel lockerer und menschlicher daher als noch im Vorgänger. Denn wie schon bei ähnlich mächtigen Figuren wie Thor oder Superman kann es schwer sein, große Macht mit großer Menschlichkeit und Sympathie zu versehen. Dreieinhalb bis vier Marvels.

Die Abspannszene(n)

Am Ende des Films findet eine Szene statt, die man sich womöglich sonst eher für den Abspann aufgehoben hätte. Darum gibt es nur eine richtige Post-Credits-Szene diesmal, wenngleich auch ganz am Ende noch ein kleines akustisches Element zu hören ist. Womöglich gehen wir auf die spoilerigen Inhalte an anderer Stelle noch einmal ausführlicher ein, darum das nur schon einmal vorab als kleine Info für Ungeduldige.

The Marvels Trailer

The Marvels Schauspieler

Brie Larson

als Carol Danvers / Captain Marvel

Teyonah Parris

als Monica Rambeau

Iman Vellani

als Kamala Khan / Ms. Marvel

Zawe Ashton

als Dar-Benn

Seo-joon Park

Shamier Anderson

Mohan Kapur

als Yusuf Khan

Zenobia Shroff

als Muneeba Khan

Saagar Shaikh

als Aamir Khan

Daniel Ings

als Ty-Rone

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