Nach einem Raubüberfall verstecken sich vier Kriminelle in einem abgelegenen Unterschlupf und warten auf Befehle. Als die Paranoia zunimmt, wird eines klar: Die wahre Bedrohung kommt nicht von außen, sondern von ihnen selbst.
In dem Film All the Devils Are Here geht es um vier Kriminelle, die sich nach einem missglückten Raubüberfall in einem abgelegenen Bauernhaus auf dem englischen Dartmoor verstecken müssen. Die Männer sitzen fest, warten auf weitere Anweisungen ihres mysteriösen Auftraggebers Harold Laing und haben zunächst nichts weiter zu tun, als das erbeutete Geld zu zählen und die Zeit totzuschlagen
Was als erzwungene Ruhe beginnt, verwandelt sich schnell in eine gefährliche Situation voller Misstrauen und wachsender Paranoia. Denn in der Enge des verlassenen Gehöfts treten alte Ressentiments, dunkle Geheimnisse und unterdrückte Spannungen zwischen den Männern zutage
Der erfahrene Profi Ronnie Blake gilt als das ruhige Zentrum der Gruppe. Er kennt das Geschäft seit Jahrzehnten und versucht, die Situation unter Kontrolle zu halten. Grady hingegen ist der Unberechenbare, ein Mann mit scharfen Nerven und einer brodelnden Aggression, die jeden Moment ausbrechen kann
Numbers, der Buchhalter der Bande, ist ein Getriebener mit einer Suchtproblematik, die seine Urteilsfähigkeit zunehmend beeinträchtigt. Royce komplettiert das Quartett als Fahrer, der versucht, sich aus den wachsenden Konflikten herauszuhalten. Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist Harold Laing, der Auftraggeber im Hintergrund, dessen wahre Absichten im Dunkeln bleiben
Je länger die vier Männer in dem Gehöft ausharren, desto mehr zerfrisst die Ungewissheit ihre ohnehin fragile Zweckgemeinschaft. Jeder beobachtet den anderen, jede Geste wird missdeutet, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt
Die karge Moorlandschaft mit ihrem düsteren Klima verstärkt das Gefühl der Ausweglosigkeit. Als immer mehr Details des Überfalls ans Licht kommen, entsteht der Verdacht, dass einer aus dem Inneren der Gruppe die Aktion verraten haben könnte. Das Vertrauen, das unter Kriminellen ohnehin nur begrenzt vorhanden ist, bricht endgültig zusammen
Die Situation eskaliert, als klar wird, dass die größte Bedrohung für die Gruppe nicht von außen kommt. Die Männer stellen sich gegenseitig zur Rede, Loyalitäten werden geprüft und alte Schulden eingefordert. In diesem klaustrophobischen Kammerspiel treiben Schuld, Gier und die Angst vor Verrat jeden Einzelnen in eine Ecke, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt
Der Titel All the Devils Are Here geht auf eine bekannte Zeile aus William Shakespeares Stück „Der Sturm" zurück, in der es heißt: „Hell is empty, and all the devils are here." Diese literarische Referenz gibt dem Film einen düsteren moralischen Rahmen. Der Film feierte am 19. August 2025 seine Weltpremiere beim Edinburgh International Film Festival und startete anschließend am 26. September 2025 in ausgewählten US-Kinos sowie auf digitalem Wege. Vertrieben wird er von Republic Pictures, einem Tochterunternehmen von Paramount
Regie bei All the Devils Are Here führte Barnaby Roper, für den dieser Thriller sein Spielfilmdebüt darstellt. Roper brachte zuvor umfangreiche Erfahrung aus der Arbeit an Kurzfilmen und Musikvideos mit, was sich in der klar durchgestalteten visuellen Handschrift des Films niederschlägt. Das Drehbuch stammt von John Patrick Dover, ebenfalls in seinem ersten langen Format. Produziert wurde der Film von Leopold Hughes und Ben LeClair für MRC und Taylor Sheridans T-Street Productions
Die Filmmusik zu All the Devils Are Here komponierte Peter Raeburn, der unter anderem für seine Arbeit an „Calm with Horses“ (2019) bekannt ist. Raeburns Score trägt maßgeblich zur bedrückenden Atmosphäre des Films bei und unterstreicht die zunehmende psychologische Spannung zwischen den Figuren. Die Kamera verantwortete Peter Flinckenberg, der gemeinsam mit Roper einen stark kontrastbasierten visuellen Stil entwickelte, der die Düsternis der Moorlandschaft konsequent in Szene setzt
Die Hauptrolle des Grady übernimmt Sam Claflin, der einem breiteren Publikum durch „Me Before You“ (2016) und die Serie „Peaky Blinders“ bekannt ist. An seiner Seite spielt Eddie Marsan den erfahrenen Gauner Ronnie Blake. Marsan ist eine feste Größe des britischen Kinos und trat unter anderem in „Ray & Liz“ (2018) und „Snow White & the Huntsman“ (2012) in Erscheinung
Burn Gorman verkörpert den drogenabhängigen Buchhalter Numbers. Er ist dem Streaming-Publikum vor allem aus „Game of Thrones“ und „Pacific Rim“ (2013) bekannt
Die Rolle des Fahrers Royce übernimmt der aufstrebende Schauspieler Tienne Simon. Suki Waterhouse ist in der Nebenrolle der geheimnisvollen C zu sehen; die britische Schauspielerin und Sängerin wurde unter anderem durch „Pokémon Detective Pikachu“ (2019) und „Daisy Jones & the Six“ bekannt
Rory Kinnear schließlich spielt den im Hintergrund agierenden Auftraggeber Harold Laing. Kinnear ist für seine Arbeit in „Penny Dreadful“ und als Bill Tanner in der James-Bond-Reihe seit „Quantum of Solace“ (2008) geschätzt
Die Dreharbeiten zu All the Devils Are Here fanden überwiegend auf dem Dartmoor in der englischen Grafschaft Devon statt. Die karge, unwirtliche Moorlandschaft bildet den idealen Schauplatz für das klaustrophobische Kammerspiel und verleiht dem Film seine charakteristische Atmosphäre der Abgeschnittenheit
Der Großteil des Kammerspiels spielt sich in und um ein einzelnes, abgelegenes Bauernhaus ab, was die Enge und Ausweglosigkeit der Situation der Figuren visuell unterstreicht
Eddie Marsan
als Ronnie Blake
als Grady
als Numbers
Rory Kinnear
als Harold Laing
Regie
Barnaby Roper, Barney Shakespeare
Drehbuch
John Patrick Dover
Produktion
Kharmel Cochrane, Barnaby Roper, Leopold Hughes, Ben LeClair
Kamera
Peter Flinckenberg
Schnitt
Justin Krohn, Matt Nee
Musik
Peter Raeburn, Tim Cavagin