Das Leben beginnt– und nun? Die Sitcom Cooper Barrett's Guide to Surviving Life erklärt uns, wie man die wilden Jahre zwischen Schulabschluss und Familiengründung überlebt. Das gilt allerdings nur wenn das eigene Leben ein Hollywood-Bromance-Film ist.

Cast der Serie „Cooper Barrett's Guide to Surviving Life“ / (c) FOX
Cast der Serie „Cooper Barrett's Guide to Surviving Life“ / (c) FOX

Cooper Barrett (Jack Cutmore-Scott) hat seinen Collegeabschluss in der Tasche und stellt fest, dass das Leben nach der Schule gar nicht so selbsterklärend ist, wie er dachte. Zwischen ersten Schritten in der Berufswelt und der Suche nach einer ernstzunehmenden Partnerschaft vertreibt der Mittzwanziger sich die Zeit vor allem mit Bromance-Abenteuern mit seinen Freunden und seinem älteren Bruder.

Worum es geht

Der Titelheld der Serie Cooper Barrett's Guide to Surviving Life ist charmant, attraktiv, lausbübisch, clever und schlagfertig. Doch dabei genau so tolpatschig, dass es sich gut in einer Sitcom macht. Außerdem ist sein Markenzeichen, dass er noch nicht weiß, wohin er eigentlich will.

Seine Freunde sind Neal (Charlie Saxton, Betas, Hung) und Barry (James Earl, Ground Floor, Glee), beiden fehlt das charmante Gen, das Cooper auszeichnet. Neal ist intelligent, aber ihm fällt es schwer, Anschluss zu finden. Barry schert sich nicht darum, was andere von ihm denken, er wird uns von Cooper als „liebenswerter Dummkopf“ vorgestellt. Zum inneren Kreis der Clique gehört außerdem seit neuestem Coopers älterer Bruder Josh (Justin Bartha, The New Normal), der früh geheiratet hat, nun ein weiteres Kind mit seiner Frau erwartet und versucht, sich seine verlorene Jugend zurückzuholen, indem er mit Cooper und dessen Freunden herumhängt.

Wichtig ist außerdem noch die neue Nachbarin der Jungs, Kelly (Meaghan Rath, Being Human, New Girl). Sie datet laut eigener Aussage nur Männer über 30, hängt dann aber doch auffällig viel mit Cooper rum. Zumindest bis zu dem Punkt in der Pilotepisode, an dem er nach einem romantischen Kuss davonläuft und anschließend gekidnappt wird, weil Barry einen Fernseher gestohlen hat.

Um zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, reicht es, eine Handvoll Filme vom Kaliber „Wedding Crashers“ und „The Hangover“ gesehen zu haben. Cooper Barrett's Guide to Surviving Life wirbt schon im Titel damit, einen Leitfaden für die wilden Jahre nach der Schule und vor dem echten Leben zu liefern. Die Pilotepisode erfüllt diesen Anspruch, auch wenn dabei nicht unbedingt übermäßig viel Originalität an den Tag gelegt wird.

Wie kommt es rüber?

Doch es könnte auch wesentlich schlimmer sein. Bekommt Neal innerhalb weniger Minuten eine angsteinflößende Bodybuilderfreundin, von der er sich nicht mehr trennen kann? Hat Josh nichts anderes zu tun als der vom Leben enttäuschte Erwachsene zu sein, der zu früh geheiratet hat und nun seine Frau anlügt, um sich auf Partys zu schleichen?

Aber auch wenn die neuen Ideen noch fehlen, die Serienmacher haben sich bei großen Vorbildern umgesehen. Unter anderem vermutlich bei Parker Lewis Can't Lose. Nicht nur Coopers Ähnlichkeit mit Parker und die kleine „Sir“-Anspielung in der Pilot deuten darauf hin.

Mit wohlwollendem Interesse kann man der ersten Episode der neuen FOX-Sitcom also durchaus etwas abgewinnen, auch wenn die ganze Sache noch ausbaufähig ist. Die Idee, in jeder Episode eine besondere Lehre zu verfolgen, ist eine gute Idee, die der Story Struktur gibt und vor allem Cooper einen Anlass liefert, uns aus dem Off jede Menge mehr oder weniger amüsante Hinweise und Erklärungen zu liefern.

Fazit

Die Pilotepisode der Serie Cooper Barrett's Guide to Surviving Life liefert überraschenderweise mehr als eine Fernsehversion eines Buddy-Filmes. Mehr als diesen ähnelt sie Serien wie Parker Lewis Can't Lose und diese Idee transportiert sie gelungen ins Jahr 2016.

Trailer zur Serie Cooper Barrett's Guide to Surviving Life:

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