Russell Crowe
Photocall Film Poker Face. Im Bild: Russell Crowe Copyright: Maurizio D Avanzo
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Russell Crowe

Der neuseeländisch-australische Schauspieler, Regisseur, Filmproduzent und Musiker Russell Crowe wird durch seine oscarprämierte Rolle des römischen Feldherren Maximus Decimus Meridius in Ridley Scotts Historienfilm „Gladiator“ international bekannt. Auch in den eigenen Reihen teilt der wandelbare Schauspieler gerne einmal aus. Kollegen wie George Clooney, Harrison Ford oder Robert De Niro kritisiert er öffentlich für die Annahme von Werbekampagnen für große Konzerne: „Ich meine, Robert De Niro macht Werbung für American Express. Gee whiz, es ist nicht das erste Mal, dass er mich enttäuscht. Das passiert in letzter Zeit ständig."

Biografie von Russell Crowe

Karriere

Russell Crowe wird als der jüngere von zwei Brüdern in Wellington, Neuseeland geboren. Als Crowe vier Jahre alt ist, wandert seine Familie nach Australien aus. Weil sie dort einen Catering Service betreibt, der Filmgesellschaften beliefert, besteht schon frühzeitig Kontakt zur Filmindustrie. Im Alter von acht Jahren erhält Crowe eine erste kleine Rolle in der Fernsehshow Spyforce, in der sein Patenonkel Regie führt. Die Familie verlässt Australien wieder, als Crowe 14 Jahre alt ist und kehrt zurück nach Neuseeland. Dort besucht er die Auckland Grammar School, die Crowe jedoch nicht beendet.

In den 1980er Jahren jobbt Crowe als Kellner, Bingo-Caller und Straßenmusikant, bis er nach seinem Umzug nach Sydney erste Bühnenerfahrung als Musicaldarsteller in Produktionen wie Grease und The Rocky Horror Picture Show sammelt.

Im Jahr 1989 wirkt er erstmals in einem Kinofilm mit. In dem australischen Antikriegsdrama Prisoners Of The Sun/Blood Oath, einer brisanten Thematisierung japanischer Kriegsverbrechen, übernimmt er die Nebenrolle des Lt. Corbett. Seine erste Auszeichnung, den AFI Award des Australian Film Institute, erhält er im Jahr 1991 jedoch für seine Rolle in Proof als bester Nebendarsteller.

Erste internationale Aufmerksamkeit wird Crowe für die Rolle des Skinheads Hando in Romper Stomper aus dem Jahr 1992 zuteil. Der Film erlangt in Australien große Reichweite, Crowe wird für diese Rolle mit dem AFI Award des Australischen Filminstituts als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Im Jahr 1994 folgen Engagements in Filmen wie The Sum of Us, Türöffner in Hollywood ist für Crowe aber der Film The Quick And The Dead ein Jahr später, in dem er neben Sharon Stone einen Gefangenen spielt.

Einem breiten internationalen Publikum wird Russell Crowe im Jahr 1997 durch das neunfach Oscar-nominierte Gangster-Epos L.A. Confidential bekannt; darin verkörpert er den nach Gerechtigkeit strebenden Polizisten Wendell „Bud" White. Seine Darstellung als schweigsamer Cop im Los Angeles der 1950er Jahre, der meistens mit seinen Fäusten und dem Revolver ermittelt, erweckt die Aufmerksamkeit des Regisseurs Ridley Scott.

Ende der 1990er Jahre nimmt Russell Crowes Karriere an Fahrt auf. Seine erste Oscar-Nominierung erhält er an der Seite von Al Pacino für Insider. Die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller ist ihm ein Jahr später, im Jahr 2000, mit Ridley Scotts Gladiator sicher. Weil er im darauffolgenden Jahr erneut in der Kategorie des besten Hauptdarstellers für einen Oscar nominiert wird - dieses Mal für A Beautiful Mind - gelingt ihm ein kleiner Rekord: Bis heute wird er nur von der Hollywoodlegende Marlon Brando übertroffen, der in den 1950er Jahren gleich in vier aufeinanderfolgenden Verleihungen für einen Oscar nominiert wurde.

Auf seine zweite Zusammenarbeit mit Ridley Scott im Jahr 2006 mit A Good Year folgt ein Jahr später die nächste. Neben Denzel Washington ist er in dem kommerziell sehr erfolgreichen Kinofilm „American Gangster“ zu sehen. Das Arbeitsverhältnis setzt sich mit Body of Lies im Jahr 2008 und mit Robin Hood aus dem Jahr 2010 fort.

Im Jahr 2012 ist er an der Seite von Hugh Jackman, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway in der Neuverfilmung des Musicals Les Misérables zu sehen. In dem mit 150 Million Dollar budgetierten Spielfilm „Noah“ von Darren Aronofsky übernimmt Crowe neben Jennifer Connelly als Noahs Frau Naama die Titelrolle. Die Dreharbeiten des Filmes finden von Juli bis November im Jahr 2012 unter anderem auf Island und in New York statt und werden vom Hurrikan Sandy unterbrochen, der Teile von Manhattan überschwemmt: Teile der Crew müssen deshalb ihr Hotel sowie den Drehort der Arche auf Long Island verlassen.

2015 spielt er mit Amanda Seyfried in dem Psychodrama Fathers and Daughters die Rolle eines seelisch erkrankten Schriftstellers. In der Neo-Noir-Filmkomödie The Nice Guys übernimmt er ein Jahr später neben Ryan Gosling eine der beiden Hauptrollen als Ermittler in einem Kriminalfall - der Film findet bei Kritikern überwiegend positiven Anklang.

2019 ist er in der Mini-Serie The Loudest Voice als Roger Ailes, dem frühen Chef des „Fox News Channel“s zu sehen.

Privatleben

Seit 2003 ist Russell Crowe mit der australischen Sängerin und Schauspielerin Danielle Spencer verheiratet, die er 198 bei den Dreharbeiten zu The Crossing kennenlernt. Das Paar hat zwei Söhne, die im Jahr 2003 und 2006 geboren werden. Seit Oktober 2012 leben Spencer und Crowe nach einvernehmlicher Trennung in zwei verschiedenen Stadtteilen von Sydney, Australien.

Crowe, der im Alter von zehn erstmals Reitunterricht bekommt, ist seit seiner Jugend Pferdenarr. In einem Interview zu dem Film 3:10 to Yuma sagt er: „Sie sind wie Menschen. Zu manchen Pferden hat man augenblicklich eine engere Beziehung, die man mit der Zeit ausbauen kann." Manchmal falle ihm bei Beendigung der Dreharbeiten die Trennung von seinem jeweiligen Filmpferd schwer.

Die äußerliche Veränderung des Körpers, des Akzents und der Intonation sind für den Schauspieler integrale Bestandteile für die individuelle Charakterisierung seiner jeweiligen Filmfiguren. So nimmt er für seine Rolle in dem Film Insider beispielsweise 29 Kilogramm zu. Für die Rolle des Boxers Jim Braddock in „Cinderella Man“ aus dem Jahr 2005 unterzieht sich Crowe einem intensiven Boxtraining im Stil der 1930er Jahre und verliert 23 Kilo. Damit das schüttere Haar des Mittfünfzigers Dr. Wigand in Insider mittels eines Haarteils realitätsnah dargestellt werden kannt, lässt sich Crowe sogar sein dichtes Haupthaar vollständig abnehmen.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.322 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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