Melissa George

Bevor die Australierin ihre Passion für die Schauspielerei entdeckte, ging sie sehr erfolgreich einer anderen Leidenschaft nach. Im Alter von sechszehn Jahren konnte Melissa George bereits auf zahlreiche Trophäen in ihrem Schrank blicken, die sie in nationalen Rollerskating-Wettbewerben gewonnen hatte.

Biografie von Melissa George

Karriere

Rollschuhe und Fitnessvideos

Melissa George ist das zweite von vier Kindern, ihre Mutter ist Krankenschwester, ihr Vater Bauarbeiter. Nach ihrer Rollerskating-Karriere in jungen Jahren zieht das Nachwuchstalent weiter in Richtung Modeln. Auch in dieser Kategorie lässt sie sich nicht in den Schatten stellen und wird 1992 zum „Western Australia's Teenage Model of the Year“ ernannt. Den ersten Schritt vor die Kamera macht sie gemeinsam mit ihrer Freundin Cara Mitchinson. Gemeinsam filmen sie eine Episode der Seifenoper Home and Away nach und schicken sie an die Produzenten. Kurz darauf kommt das Angebot für eine Rolle, doch die sechszehnjährige Melissa muss erst einmal von ihren Eltern überezugt werden, von Perth nach Sydney umzuziehen und mit fremden Familien zu leben. Doch was tut man nicht alles für die Karriere und in Melissas Fall lohnt sich der Aufwand, sie bekommt die Rolle der Angel Parrish, die der Schauspielerin mehrere Preise, zwei Fragekolumnen für Teenagerzeitschriften und - gemeinsam mit Shane Parrish (Dieter Brummer) - einen Platz in der Hitliste der beliebtesten Serienpärchen einbrachte. Nach drei Jahren kehrt die Schauspielerin der Seifenoper 1996 den Rücken und macht sich auf zu neuen Abenteuern, unter anderem ein Fitnessvideo. An der Seite von Heath Ledger ist sie in der kurzlebigen Serie „Conor, der Kelte“ zu sehen. Ed folgen kleinere Rollen und eine Hauptrolle in dem Fernsehfilm „Hollyweird“ (1998) bis sie den großen Sprung nach Hollywood wagt.

Die erste Rolle, die sie nach dem Umzug in die USA an Land ziehen kann, ist eine kleinere Nebenfigur in dem Film „Dark City“ mit Rufus Sewell und Kiefer Sutherland. Im Jahr darauf ist sie in dem Neo-Noir-Film „The Limey“ zu sehen. 2001 wird sie in einer kleinen Nebenrolle in dem Film „Mulholland Drive“ besetzt.

Es folgen einige nie gesendete Serienpiloten und kleinere Filme, doch der große Durchbruch lässt auf sich warten.

Serienerfolg als Glück im Unglück

Sie spricht für die Hauptrolle in der ABC-Serie Alias vor, doch muss sich gegen Jennifer Garner geschlagen geben. Stattdessen bieten die ABC-Produzenten ihre eine Hauptrolle in der Krimiserie Thives an der Seite von John Stamos an. 2001 geht die auf Sendung, jedoch nur für zehn Episoden. 2003 wird sie als Susan Freeman in der Serie Coupling besetzt. Dass Serienjunkies bei der Erwähnung dieser Rolle an Rena Sofer denken, liegt daran, dass NBC den halben Cast, inklusive Melissa George, nach der Pilotepisode austauscht. Die Serie ist dem Unglück geweiht, kann sich nicht lange halten und George findet laut eigener Aussage, dass sie einer Kugel entgangen sei durch den Austausch.

Vor allem, da sie dadurch Zeit hat, eine Gastrolle in der Serie Alias anzutreten, die schnell zu einer wiederkehrenden und schließlich zu einer Hauptrolle aufgestockt wird.

Es könnte kaum besser laufen, muss sich die Schauspielerin wohl gedacht haben als 2005 auch noch die ersten große Kinorolle anklopft: in dem Film „Amityville“ spielt sie an der Seite von Ryan Reynolds. Es folgen die Filme „Entgleist“, „Turistas“, „Music Within“ und „30 Days of Night“.

2006 wird sie als Hauptfigur Nico Reilly in der Serie Lipstick Jungle besetzt. Ihre Wahl wird von der Autorin der Romanvorlage, Candace Bushnell höchstpersönlich, getroffen, doch das beeindruckt die Produzenten nicht und ein altbekanntes Schicksal trifft die Schauspielerin: das halbe Team der Serie wird noch vor der Pilotepisode ersetzt. Doch Melissa George tut, was sie am besten kann: sie zieht weiter zu erfolgreicheren Projekten. Für ihre Rolle in der Serie In Treatment bekommt die Schauspielerin sogar eine Nominierung bei den Golden Globes. 2008 steigt sie bei Grey's Anatomy ein, doch schon acht Episoden später verlässt sie sie wieder. Es folgt eine Gastrolle in der Serie Lie to Me und einige Filmrollen. 2011 ist das Jahr der Miniserien für Melissa George, sie tritt in der australischen Produktion The Slap und Stephen Kings Bag of Bones auf.

Im Jahr 2012 übernimmt sie die Hauptrolle in der Actionserie Hunted, im Jahr darauf folgt eine wiederkehrende Rolle in der Erfolgsserie The Good Wife.

2015 ist sie in der US-Adaption der Serie The Slap zu sehen, in der sie erneut die Figur der Rosie übernimmt, im Jahr darauf in der kurzlebigen NBC-Serie Heartbeat (fka „Heartbreaker“).

Privatleben

Clever in Geldfragen

Ihre Schauspielgagen investiert die Australierin schon seit Beginn ziemlich clever, unter anderem in Style Snaps, ein Hilfsmittel, mit dem sich Hosen ohne Nähen kürzen lassen. Laut eigener Aussage bringt diese Investition ihr finanziell mehr ein als die Schauspielerei.

Im Jahr 2000 heiratet sie den chilenischen Designer Claudio Dabed, 2011 geben die beiden ihre Scheidung bekannt. Im selben Jahr lernt sie den französischen Unternehmer Jean-David Blanc kennen. Im Februar 2014 bekommen die beiden ihr erstes Kind.

Seit 2008 ist die Schauspielerin US-amerikanische Staatsbürgerin.

Ihre beste Freundin ist Schauspielerin Rachel Blanchard.

Darsteller Updates