Lisa Kudrow wurde am 30. Juli 1963 in Encino, Los Angeles, Kalifornien geboren. Ihre Mutter Nedra arbeitete im Reisebüro und ihr Vater Dr. Lee N. Kudrow war ein auf Kopfschmerzen spezialisierter Arzt. Lisa Kudrow hat zwei ältere Geschwister - Helene Marla und David. Die Vorfahren der Familie waren aus Weißrussland in die USA immigriert
Im Alter von 16 Jahren unterzog sich Kudrow einer Operation um ihre Nase zu verkleinern. Nach ihrem Abschluss an der Taft High School in Woodland Hills, Los Angeles studierte sie Biologie am Vassar College um in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Für acht Jahre arbeitete sie mit ihrem Vater zusammen. Während dieser Zeit versuchte sie, sich parallel als Schauspielerin zu etablieren
Sie trat verschiedenen Comedy-Truppen bei und arbeitete unter anderem mit Conan O'Brien und Jon Lovitz zusammen und konnte 1989 die ersten Gastrollen in TV-Serien ergattern. Schließlich wurde sie 1993 für die Hauptrolle der Roz in Frasier ausgewählt, doch schon während der Dreharbeiten zum Piloten von Peri Gilpin ersetzt. 1993 übernahm sie die wiederkehrende Rolle der merkwürdigen Kellnerin Ursula Buffay in der erfolgreichen Comedyserie Mad About You
Lisa Kudrows wichtigste Rolle war schließlich die der schrägen Massagetherapeutin Phoebe Buffay (Ursulas Zwillingsschwester) in der Ensemble-Comedy Friends, die zwischen 1994 und 2004 auf dem amerikanischen Sender NBC für schwindelerregende Einschaltquoten sorgte. Neben ihren Kolleginnen Courteney Cox Arquette und Jennifer Aniston wurde Kudrow in den letzten beiden Staffel zu den bisher bestbezahltesten TV-Schauspielerinnen mit einer Gage von 1 Million Dollar pro Episode. 1998 wurde die Darstellerin für ihre Leistung in Friends mit dem Emmy ausgezeichnet
Während der Dreharbeiten zu Friends" übernahm Kudrow Rollen in Kinofilmen wie „Romy und Michelle“ (1997), „The Opposite of Sex“ (1998) und „Analyze This“ (1999). Außerdem war sie weiterhin bis 1999 als Ursula in Mad About You zu sehen
Nach dem Ende von Friends spielte sie die Hauptrolle in der kurzlebigen Comedyserie The Comeback (2005), die es auf nur eine Staffel brachte. Vorerst konzentrierte sich die Schauspielerin auf ihre Kinokarriere und drehte unter anderem „P.S. I love you“ (2007) und „Love and Other Impossible Pursuits“ (2009). Außerdem schaute sie 2010 in einer Gastrolle bei ihrer „Friends“-Kollegin Courteney Cox Arquette in deren neuer Comedyserie Cougar Town vorbei
Seit 2008 produziert und schreibt Lisa Kudrow für die Web-Serie „Web Therapy“, in der sie auch die Hauptrolle der Therapeutin Fiona Wallice übernahm. 2011 wurde Web Therapy für den Sender Showtime adaptiert und läuft dort momentan in der zweiten Staffel
Seit 1995 ist Lisa Kudrow mit Michel Stern, einem Werber, verheiratet und bekam am 7. Mai 1998 den gemeinsamen Sohn Julian Murray. Die Familie lebt in Los Angeles
Nach dem Ende von Friends im Jahr 2004 hätte sich Lisa Kudrow auf ihren Lorbeeren ausruhen können. Doch die Schauspielerin, die mit der Rolle der schrägen Phoebe Buffay zur bestbezahlten TV-Darstellerin ihrer Generation aufgestiegen war, hatte andere Pläne. Ab 2010 bewies sie mit einer Reihe kluger Projekte, dass sie weit mehr kann als liebenswürdige Verrücktheit
Bereits 2008 hatte Kudrow die Web-Serie Web Therapy entwickelt, in der sie als selbstsüchtige Online-Therapeutin Fiona Wallice ihre Patienten in dreiminütigen Sitzungen „behandelte“. 2011 adaptierte Showtime das Format für vier Staffeln. Kudrow war dabei Star, Produzentin und Co-Autorin in Personalunion. Dass sämtliche Friends-Kollegen Gastauftritte absolvierten, war ein netter Bonus
Parallel dazu zeigte sie sich in unerwarteten Gastrollen. In „Scandal“ spielte sie 2013 die demokratische Kongressabgeordnete Josephine Marcus, die mit einer leidenschaftlichen Rede über Sexismus in der Politik für Aufsehen sorgte. Bei „Grace and Frankie“ traf sie 2018 erstmals seit Friends wieder auf Showrunnerin Marta Kauffman. Und in „Unbreakable Kimmy Schmidt“ gab sie Kimmys abwesende Mutter, die in nur drei Episoden einen bleibenden Eindruck hinterließ
Ihr persönlichstes Projekt blieb jedoch The Comeback. Die Mockumentary um die alternde Sitcom-Darstellerin Valerie Cherish, die Kudrow miterschaffen hatte, war 2005 nach nur einer Staffel abgesetzt worden. Neun Jahre später holte HBO die Serie 2014 für eine zweite Staffel zurück. Die Kritiken waren hervorragend und brachten Kudrow eine Emmy-Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie ein. Dazu gewann sie den Dorian Award als TV-Darstellerin des Jahres. Im März 2026 kehrt Valerie Cherish für eine dritte und letzte Staffel zurück. Diesmal soll die Figur in der ersten von KI geschriebenen Sitcom mitspielen. Andrew Scott aus „Fleabag“ und „Ripley“ stößt zum Cast hinzu
Ab 2020 wurde Kudrow zur festen Größe im Streaming-Tipps-Universum. In Space Force an der Seite von Steve Carell spielte sie auf Netflix eine Air-Force-Ehefrau, die nach 20 Jahren Ehe einen drastisch neuen Weg einschlägt. Für die britische Serie Feel Good verkörperte sie die emotional distanzierte Mutter der Comedienne Mae Martin. In der Animationsserie Housebroken auf Fox lieh sie der Pudeldame Honey ihre Stimme, einer überanalytischen Therapeutin für Haustiere. Die Parallelen zu Web Therapy waren gewollt und amüsant
Im Kino bewies sie ihr komödiantisches Timing in Filmen wie „Easy A“ (2010), „Neighbors“ (2014) und „Booksmart“ (2019). 2021 sorgte das große „Friends: The Reunion“-Special auf HBO für emotionale Momente, als alle sechs Darsteller erstmals seit dem Serienfinale wieder gemeinsam auf der originalen Soundstage standen. Der Tod von Matthew Perry im Oktober 2023 machte dieses Wiedersehen im Rückblick umso wertvoller
2024 folgten gleich zwei Serienstarts. In No Good Deed auf Netflix spielte sie eine ehemalige Konzertpianistin, deren Hausverkauf zur schwarzen Komödie eskaliert. Für Time Bandits auf Apple TV übernahm sie die Rolle der Zeitreise-Diebin Penelope, die Regisseur Taika Waititi eigens für sie von einer männlichen in eine weibliche Figur umgeschrieben hatte. Er hatte Kudrow per Instagram-Direktnachricht kontaktiert
Auch als Produzentin blieb sie aktiv. Die Genealogie-Show „Who Do You Think You Are?“, die sie seit 2010 produziert, erhielt fünf Emmy-Nominierungen. Ihren jüngsten Film „The Parenting“, eine Horror-Komödie mit Brian Cox und Parker Posey, brachte HBO im März 2025 heraus
Seit 1995 ist Lisa Kudrow mit dem französischen Werbefachmann Michel Stern verheiratet. Die beiden lernten sich über Kudrows damalige Mitbewohnerin kennen, mit der Stern zunächst zusammen war. Erst später fanden sie zueinander. Ihr gemeinsamer Sohn Julian Murray Stern kam am 7. Mai 1998 zur Welt. Seine Geburt wurde in Friends kreativ eingebaut, indem Phoebe als Leihmutter für Drillinge fungierte. Julian schloss 2021 sein Studium an der USC School of Cinematic Arts ab und tritt damit in die Fußstapfen seiner Mutter
Über ihre Ehe sagte Kudrow einmal: „„Wir versprechen uns nicht, einander für immer zu lieben, denn das kann man nicht. Aber wir versprechen, an allen Problemen zu arbeiten, die auftauchen“. Nach 30 Jahren beschreibt sie die Beziehung nicht mehr als Romanze, sondern als „die intimste Verbindung, enger als Familie“
Was viele nicht wissen: Kudrow hat einen Abschluss in Biologie vom Vassar College und arbeitete acht Jahre in der Kopfschmerz-Klinik ihres Vaters, des Neurologen Dr. Lee N. Kudrow. Gemeinsam forschten sie zum Zusammenhang zwischen Händigkeit und Cluster-Kopfschmerzen. Die Ergebnisse wurden 1994 in einer wissenschaftlichen Studie veröffentlicht, im selben Jahr, in dem Friends Premiere feierte. Sowohl Lisa als auch ihr Vater leiden unter häufigen Migränen
Die Familie Kudrow stammt ursprünglich aus Belarus und Ungarn. In einer Folge ihrer Sendung „Who Do You Think You Are?“ besuchte Kudrow 2010 das belarussische Städtchen Ilya und erfuhr dort, dass ihre Urgroßmutter zusammen mit 900 anderen Juden während des Holocausts ermordet worden war. Es war einer der emotionalsten Momente in der Geschichte der Sendung. Kudrow wuchs in einer jüdischen Mittelschicht-Familie in Encino, Kalifornien auf, hatte eine Bat Mizwa und pflegt ihre Wurzeln bis heute