Jane Lynch ist als Tochter einer Hausfrau und eines Bankkaufmanns in Dolton, Illinios geboren. Sie wurde in irisch-katholischem Glauben erzogen. Sie wollte schon immer Schauspielerin werden und studierte nach der Highschool Schauspiel im Hauptfach. Nach ihrem Abschluss zog Lynch nach Chicago, wo sie für „The Real Live Brady Bunch“ auf der Bühne stand. Die Show entwickelte sich zu einem großen Erfolg und der Cast war zwei Jahre lang auf Tournee in New York und Los Angeles. Zurück in Chicago trat Lynch in weiteren Theaterstücken auf, unter anderem mit The Second City.
Karriere
Ihr Debüt in bewegten Bildern gab Jane Lynch 1988 in dem Film „Taxi Killer“. Daraufhin folgten in den 90er Jahren kleinere Rollen auf der Leinwand, sowie Gastauftritte in beleibten Serien, wie beispielsweise in Married…with Children (1994), Party of Five (1994), Frasier (1996) oder Cybill (1996). Eine wiederkehrende Rolle übernahm die Schauspielerin 1999 in der Serie Judging Amy. Ihren Durchbruch hatte sie 2000 als Christy Cummings in der Mockumentary „Best in Show“. Anschließend folgten weitere Gastrollen in so gut wie allen erfolgreichen Serien, unter anderem in Gilmore Girls (2000), Dawson's Creek (2001), in zwei Episoden von The West Wing (2000), Friends (2004), Veronica Mars (2004), Weeds (2005) oder Desperate Housewives (2006).
In wiederkehrenden Rollen erschien sie als Professor Carnes in Felicity (2002), als Krankenschwester in 7th Heaven (2001/02), als Cindi Lightballoon in Arrested Development (2004) oder als Dr. Taylor in Blind Justice (2005). Zum Hauptcast gehörte Jane Lynch 2002 der kurzlebigen Serie MDs an und der Comedy Lovespring International (2006), doch beide Serien wurden nach einer Staffel abgesetzt.
Auf der Leinwand war sie in größeren Rollen in den Komödien „Plötzlich verliebt“ (2004), in „The 40 Year Old Virgin“ (2005) und „Ricky Bobby - König der Rennfahrer“ (2006), „Vorbilder?!“ (2008) und „Weather Girl“ (2009) zu sehen. In dem Film „Julia und Julia“ (2009) mimte sie die Schwester von Meryl Streep. In „(Traum)Job gesucht“ (2009) spielt sie die Mutter von Alexis Bledel.
In Ted Dansons neuer Comedy Help Me Help You (2006) übernahm sie eine Nebenrolle, doch auch die Serie schaffte es nicht über die erste Staffel hinaus. Nach weiteren Gastrollen in unzähligen Serien, war sie in einer wiederkehrenden Rolle als Claire Dudek in Web Therapy zu sehen, sowie als Joanna Monroe in Boston Legal (2006-08) und als Diana Reid, Spencer Reids schizophrene Mutter in Criminal Minds (2006-08).
Eine Anwältin spielte Lynch 15 Episoden lang in der erfolgreichen Showtime-Serie The L Word. Seit 2004 spielte sie in einer wiederkehrenden Rolle sechs Jahre lang die sarkastische Psychologin der Harper-Brüder, Dr. Linda Freeman, in dem TV-Hit Two And A Half Men.
Eine Hauptrolle hatte sie als Constance Carmell in der Comedy Party Down (2009), doch diese gab sie auf, als sie die Rolle ihres Lebens landete: Im Jahr 2009 wurde Jane Lynch zu Sue Sylvester in der äußerst erfolgreichen Musical-Serie Glee. Für die Rolle der gemeinen Cheerleader-Trainerin wurde sie 2010 mit dem Emmy und 2011 mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Doch ihr Gesangstalent gab sie nicht nur in Glee zum Besten, sondern bereits auch in der Mockumentary „Mighty Wind“ (2003) und in „A Cindarella Story“ (2008).
Privatleben
Jane Lynch ist homosexuell und heiratete im Mai 2010 die Psychologin Dr. Lara Embry. Das Paar ist aber nach nur vier Jahren Ehe im Oktober 2014 geschieden worden.