Elizabeth Berkley
Elizabeth Berkley, die Schauspielerin bei der Children Mending Hearts 3. Peace Please Gala in Hollywood, Los Angeles
© IMAGO / APress

Elizabeth Berkley

Elizabeth Berkley erlangte große Bekanntheit durch ihre Rolle als Jessie Spano in der Serie Saved by the Bell, in der sie als kluge und ehrgeizige Schülerin Generationen von Fans prägte. Selbst nach Showgirls bewies sie, dass man nach einem filmischen Stolperer immer noch tanzen kann, nur eben mit etwas weniger Glitzer.

Biografie von Elizabeth Berkley

Elizabeth Berkley wurde in Farmington Hills, Michigan, als Tochter von Jere und Fred Berkley geboren. Ihre Mutter führte ein Geschenkartikelgeschäft, während ihr Vater als Anwalt tätig war.

Schon im Alter von vier Jahren begann sie mit Jazz- und Stepptanz in Detroit. Später nahm sie Ballettstunden bei der professionellen Tanzkompanie „Dance Detroit“. Ihre Eltern richteten ihr im Keller ihres Hauses einen Übungsraum ein, in dem sie ihre Tanzfähigkeiten weiterentwickeln konnte. Sie tanzte in „Schwanensee“ mit Solisten des American Ballet Theatre und trat fünf Jahre lang in der Weihnachtsproduktion des New York City Ballets von „Der Nussknacker“ in Detroit auf.

Karrierebeginn und Durchbruch

Während ihrer Schulzeit an der Cranbrook Kingswood School in Bloomfield Hills nahm Elizabeth Berkley Schauspiel- und Gesangsunterricht. Sie gab ihr Bühnendebüt als Snoopy in einer Schulproduktion von „Du bist ein guter Mensch, Charlie Brown“. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung bei der in Detroit ansässigen Schauspielgruppe Actors Alliance fort und spielte in den Stücken „Twain by the Tale“ und „Raft of the Medusa“.

Modelkarriere und Umzug nach Los Angeles

Neben ihrer Schauspielkarriere arbeitete Elizabeth Berkley als Model und war zunächst in Printkampagnen für regionale Kaufhäuser wie Hudson's tätig. Sie trat auch in Fernsehwerbespots für Kaufhäuser in Atlanta, Milwaukee und Kanada auf. Mit ihren Modelhonoraren finanzierte sie Reisen nach Los Angeles und New York, um dort bei renommierten Lehrern wie dem Tänzer und Choreografen Joe Tremaine, dem Gesangscoach Seth Riggs und Frank Hatchett vom Broadway Dance Center Unterricht zu nehmen.

Durch einen persönlichen Brief an den TV-Produzenten Norman Lear erhielt sie Unterstützung und wurde von der Talentagentur Savage Agency vertreten. Dies führte zu ihrem Fernsehdebüt in einer Folge von „Gimme a Break!“ und ihrem Filmdebüt im Kurzfilm „Platinum Blonde“ im Jahr 1986.

Während ihrer Schulferien pendelte sie nach Los Angeles, nahm Schauspielunterricht und erhielt Rollen in Serien wie „Silver Spoons“ und dem Fernsehfilm „Frog“. Als Teenager schloss sie sich der New Faces Division von Elite Model Management in New York an und war Finalistin im Look of the Year-Wettbewerb. 1988 zog ihre Familie nach Los Angeles, wo sie die North Farmington High School besuchte und ihre Schauspielkarriere fortsetzte.

Durchbruch mit 'Saved by the Bell'

Im Jahre 1989 erhielt Elizabeth Berkley die Rolle der Jessie Spano in der NBC-Sitcom Saved by the Bell (1989-1993). Jessie war eine intelligente und ehrgeizige Schülerin, die für ihre feministischen Ansichten und ihren starken Gerechtigkeitssinn bekannt war. Die Serie folgte einer Gruppe von Highschool-Schülern und ihren alltäglichen Herausforderungen. Sie verliess die Serie am Ende der dritten Staffel.

Kontroversen um 'Showgirls' und weitere Filmrollen

Nach dem Ende von „Saved by the Bell“ suchte Elizabeth Berkley nach anspruchsvolleren Rollen und wurde 1995 für die Hauptrolle der Nomi Malone in dem FIlm „Showgirls“ besetzt. Der Film erzählte die Geschichte einer jungen Tänzerin, die in Las Vegas berühmt werden möchte. Trotz hoher Erwartungen wurde der Film von Kritikern verrissen und war kommerziell erfolglos. Berkley erhielt für ihre Darstellung die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin. Diese negative Resonanz beeinträchtigte ihre Karriere, und sie erhielt zunächst nur wenige Angebote für größere Filmprojekte. 

Theaterarbeit und Serien

Trotz der Rückschläge im Filmgeschäft fand Elizabeth Berkley Erfolg auf der Theaterbühne. 1999 spielte sie die Rolle der Honey Bruce in der Londoner Theateradaption des Films „Lenny“. 2005 trat sie als Bonnie im Off-Broadway-Stück „Hurlyburly“ an der Seite von Eddie Izzard auf, wofür sie von Kritikern gelobt wurde.

Im Fernsehen übernahm sie wiederkehrende Rollen, darunter die der Julia Winston in CSI: Miami (2008-2009) und der Kelly Wentworth in The L Word (2009).

Im Jahre 2020 ist Elizabeth Berkley im Remake von SBTB Saved by the Bell (2020) erneut als Jessie Spano zu sehen. Die Serie lief zwei Staffeln.

Privatleben und soziales Engagement

Im November 2003 heiratete Berkley den Künstler Greg Lauren, den Neffen des Modedesigners Ralph Lauren. Das Paar begrüßte im Juli 2012 ihren Sohn Sky Cole.

Neben ihrer Schauspielkarriere ist Berkley auch für ihr Engagement im Tierschutz bekannt und unterstützt Organisationen wie PETA. Ein interessanter Fakt ist, dass sie mit Heterochromie geboren wurde, was bedeutet, dass ihre Augen unterschiedliche Farben haben.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.322 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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