New Girl 3x19

Nach dem Besuch von Jess' Schwester kommt die Serie New Girl mit einer Klage und einem neuen Job zurück. Das alles bietet in der Episode Fired Up Raum für drei relativ unterhaltsame, streckenweise aber eher seichte Handlungsstränge.
Bis zum Ziel
Jess (Zooey Deschanel) verhilft Coach (Damon Wayans Jr.) zu einem Trainerjob an ihrer Schule, wodurch er Gelegenheit hat, ihr bei ihrem Kampf um den Posten als Vizedirektorin zu helfen - was schließlich dazu führt, dass Jess ihren Kumpel wieder entlassen muss. In einer wohl emotional gemeinten Szene gilt es dann zu beweisen, wie gut er als Trainer ist, und den Direktor davon zu überzeugen, dass die Schule Menschen wie ihn braucht. Die Story ist zwar inhaltlich rund, doch so richtig amüsant wird es nicht. Neben Gags, in denen Jess einen Volleyball ins Gesicht bekommt, ist nicht viel zu holen. Das Spaßigste an der Story ist die Kehrtwende von Coach, der zu Beginn bekennt, Kinder zu hassen, dann jedoch feststellt, dass er dafür geboren ist, Kinder beim Sport anzutreiben.
Dieser Aspekt der Geschichte wird nur nebenbei betrachtet, und vielleicht ist er deswegen auch der interessantere. Denn in den letzten Episoden fühlen sich die Geschichten im Mittelpunkt deutlich klischeehafter und langweiliger an, als wir es von New Girl gewohnt sind. Die Montagen, die man schon aus diversen anderen Serien kennt, häufen sich, wie die Hotelszene aus der letzten Episode und die Volleyballnetzszene in Fired Up. Dafür fehlen immer mehr die besonderen Aspekte, die die New Girl-Autoren bisher über altbekannte Klischees legen konnten.
Auch die emotionale Seite der Geschichte kommt nicht ganz aufrichtig rüber. Coach ist als Fitnesstrainer beschäftigt, und bisher wussten wir gar nicht, dass er etwas anderes sucht. Die Trauer über seine Entlassung und seine Freude angesichts der Wiedereinstellung kann man daher nur begrenzt mitfühlen. Doch die Tatsache, dass Jess und Coach nun zusammen arbeiten, könnte eine Welt voller neuer, hoffentlich amüsanterer Möglichkeiten eröffnen.
Anwälte
Und plötzlich ist Nicks Anwaltsvergangenheit wieder Thema und er lässt sich von Winston (Lamorne Morris) dazu manipulieren, Schmidt (Max Greenfield) als Anwalt zu vertreten. Er hat sich im Grunde nichts zu beweisen, er hat bereits mehrfach gesagt, dass er als Barkeeper glücklich ist. Darum ist es okay, dass er Schmidts Fall nicht im eigentlichen Sinne gewinnt, sondern es auf die Miller-Art macht: Er erpresst die Ankläger mit einem billigen Trick und bekommt Schmidt aus der Sache heraus. Schmidt bekommt in der Episode Fired Up keine Bühne, seine Talente zu zeigen. Nick (Jake M. Johnson) hat einige solide Witze, doch von ihm sind wir mittlerweile so verwöhnt, dass diese Story nur als Durchschnitt gilt. Das Beste an diesem Plot sind Winstons kurze Einwürfe, die er sich unter anderem bei „Für alle Fälle Amy“ abgeschaut hat. Er ist ein guter Schauspieler, wenn er in andere Rollen schlüpfen kann, vielleicht wird aus ihm doch noch ein Undercovercop.
Ceces Treffen mit dem Zwanzigjährigen kann man nur als Möchtegernstory werten. Zwei Szenen, das ist alles. Doch im besten Fall bereiten diese eine Geschichte in der nahen Zukunft vor.
Fazit
Die Episode Fired Up bringt nichts Aufregendes, weder im positiven noch im negativen Sinne. Es ist eine durchschnittliche New Girl-Episode mit einigen Lachern, aber auch einigen Schwächen.
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 12. März 2014(New Girl 3x19)
Schauspieler in der Episode New Girl 3x19
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