New Girl 2x06

Jess' Arbeitslosigkeit nehmen die Autoren der Serie New Girl als Aufhänger, immer neue bunte Nebenjobs einzubauen, die manchmal nur ein kurze Gag-Szenen und komische Bekleidung auffallen, manchmal aber auch in den Erzählstrang aufgenommen werden. Letzteres ist in der Episode Halloween der Fall. Alles dreht sich um die Kirmes, auf der Jess' neuer Kurzzeitarbeitgeber steht, das Haunted House. Und zu den lustigsten Szenen gehört die, in der sie während der kurzen Pausen mit einer Mumie und einem Frankenstein ihre Beziehungsprobleme bespricht.
Das Beziehungskarussell
Nun, da Nick (Jake M. Johnson) Besuch von einer ehemaligen Flamme aus dem College erwartet, sind zu Beginn der Episode alle vier Mitbewohner in eine Art von Beziehung verwickelt. Einfach ist keine davon. Jess (Zooey Deschanel) vertreibt sich die Zeit mit Sam (David Walton), den sie nicht mögen will - und es doch tut nachdem sie ihn besser kennenlernt. Schmidt (Max Greenfield) zeigt seine Trauer um die Beziehung mit Cece (Hannah Simone) vor allem dadurch, dass er ihren neuen Freund Robbie (Nelson Franklin) beleidigt. Und Winston (Lamorne Morris) ist schon seit einigen Episoden in einem unheilvollen Beziehungstief mit Shelby (Kali Hawk) gefangen.
Der Halloween-Abend bringt Aufklärung und am Ende sind alle vier zum ersten Mal seit langem wieder komplett ohne romantische Verbindung.
Die verschleppte Trennung
Nicht nur der Zuschauer hat es kommen sehen: Zwischen Winston und Shelby ist die Trennung nur noch eine Frage der Zeit. An den Tatsachen hat sich nichts geändert, doch an der Kostümwahl der beiden entzündet sich ein Streit, der schließlich zur Trennung führt.
Das gibt immerhin einen Erzählstrang für den sonst oft vernachlässigten Winston ab, führt aber bisher nirgendwo hin. Viel interessanter sind seine komödiantischen Einlagen.
Das Trio
Für viele Zuschauer scheinen Schmidt und Cece zusammenzugehören. Bisher ist Robbie kaum als echter Charakter entwickelt worden und hat damit diese Annahme noch unterstützt. Doch in der Episode „Halloween“ hat er endlich Gelegenheit, zu glänzen. Nicht nur, dass er sich als überaus sympathischer Zeitgenosse entpuppt, dem auch Schmidt nicht widerstehen kann. Er ist auch maßgeblich an den besten Gags der Episode beteiligt. Seine Dynamik mit Schmidt ist urkomisch. Alleine dafür, sollte er der Serie noch ein bisschen erhalten bleiben.

Ceces Blick auf Schmidt am Ende der Episode lässt allerdings erwarten, dass das Liebeskarussell der beiden sich noch nicht zu Ende gedreht hat.
Keine Gefühle
Auch Jess' neueste Eroberung, Sam, kennen wir schon ein paar Episoden, doch ist er nie wirklich als Figur in den Vordergrund getreten. Er wurde deutlich als Übergangslösung für Jess gezeichnet und so sauber wird sein Handlungsstrang nun auch beendet.
Um ihn kurz vor Schluss noch einmal zum Traumtypen zu stilisieren, greifen die Macher der Serie tief, aber nicht originell, in die Trickkiste und lassen ihn zum Kinderarzt werden, inklusive niedlicher Dankeskarten und kleinem Patienten. Das fügt sich in das oft Übertriebene der Serie wunderbar ein und gönnt ihm einen netten Abgang.
Nicks alte Flamme
Man kann sich direkt vorstellen, wie College-Nick auf Amelia (Maria Thayer, Eagleheart) abgefahren ist. Sie ist - zumindest optisch - der Typ, den man Nick zutrauen würde. Und doch passt es nicht.
Angesichts der Probleme mit Frauen, durch die wir Nick schon begleitet haben, ist das Scheitern der Verbindung weniger überraschend. Interessant sind allerdings die kleinen Fortschritte, die Nick mit jedem Verlust macht. Nun hat er festgestellt, dass er die Dame seiner Wahl idealisiert hat. Alles, was er lernt, führt ihn in den Augen der Nick/Jess-Verfechter näher zu Jess und so auch diese Offenbarung. Denn Jess hat er als Person bereits an sich gelassen, sie zu idealisieren ist quasi nicht mehr möglich, nachdem sie sich ein Badezimmer teilen.
Was jedoch langsam nervt, ist die sich oft wiederholende Konstellation, dass Nick etwas weiß, was er Jess als guter Freund, der sich sorgt, sagen möchte und sich dafür selbst überwinden muss. In dieser Episode seine Angst vor der Geisterbahn.
Seine Fürsorglichkeit Jess gegenüber wird stets groß geschrieben und auch die anschließenden Szenen, die diese Emotionen wieder etwas drosseln soll, sind mittlerweile obligatorisch. In dieser Episode ist es der versehentliche Schlag ins Gesicht, der einer emotionalen Szene die nötige Komik verleiht. Auch wenn die Gags, die unabhängig von der Jess/Nick-Geschichte sind, meistens weitaus besser sind.
Fazit
Halloween führt die vier Mitbewohner endlich wieder einmal an einem Ort zusammen, an dem jedoch alle vier ihre eigenen Handlungsstränge verfolgen.
Das Beziehungs-Aus für alle Mitbewohner verspricht neue Storylines und das könnte besonders für Winston und Jess vorteilhaft werden.
Halloween ist eine Episode, wie man sie sich von der Serie New Girl kaum besser erhoffen kann: Viele Gags, einige geradezu klamaukhaft, andere mit ein bisschen Tiefgang und nebenbei ein paar emotionale Handlungsstränge eingebaut, die das chaotische Leben der vier behandeln.
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 31. Oktober 2012(New Girl 2x06)
Schauspieler in der Episode New Girl 2x06
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