iZombie 3x10

© ahul Kohli und Bryce Hodgson in „iZombie“ / (c) The CW
Ein abgeschlossener Fall lässt Peyton (Aly Michalka) in der Episode Return of the Dead Guy der US-Serie iZombie keine Ruhe, woraufhin sie gemeinsam mit Liv (Rose McIver) und Clive (Malcolm Goodwin) die Untersuchung neu aufrollt. Ravi (Rahul Kohli) versucht derweil verzweifelt, die „Zombie-Truthers“ davon abzuhalten, Don-E (Bryce Hodgson) an den Kragen zu gehen. Ein ungebetener Gast sorgt für Blaine (David Anders) währenddessen für eine unverhoffte Geschäftsmöglichkeit.
Shifty little weasel
Peytons Bitte, ihr bei ihren Nachforschungen im Fall des vermeintlichen Suizids des Mörders der Domina aus Spanking the Zombie behilflich zu sein, führt sie auf eine neue Spur: Zwar stellt sich heraus, dass dieser tatsächlich der Täter gewesen ist, doch sein angeblicher Selbstmord war lediglich inszeniert.
Der Wachmann, der dabei mehr als nur ein wenig nachgeholfen hat, ist allerdings ebenfalls aufgrund eines mysteriösen „Unfalls“ gestorben. Dessen Tochter scheint offensichtlich mehr über die Sache zu wissen, lässt sich jedoch von Liv und Clive nicht zu einer Aussage überreden.
Blaine bekommt unterdessen Besuch von Stacey Boss (Eddie Jemison), der prompt und zielstrebig versucht, ihn auszuschalten, ohne jedoch das Memo über dessen robustes Zombiedasein vorher gelesen zu haben. Dementsprechend überrascht findet er sich in einer unterlegenen Position wieder und entscheidet sich gezwungenermaßen dazu, mit seinem Feind eine Kooperation einzugehen.
Für Don-E wird die Luft immer dünner, denn Harley Johns (Andrew Caldwell) und seine Schergen wollen ihm vor den Augen des Internets ans Leder, um der Welt sein wahres Zombiegesicht zu zeigen. Ravi bemüht sich um Verzögerung und Deeskalation, doch ob dessen Hilferuf an Blaine, der sogleich zusammen mit Liv eine Offensive gegen Jones vorbereitet, rechtzeitig kommt, wird erst die nächste Folge zeigen.
Someone's trying to clean up a mess by making an even bigger one
Statt einen neuen Fall der Woche zu präsentieren, führt iZombie Peytons Ermittlungen fort. Diese werfen unterm Strich mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern: Zwar bestätigen sich die Vermutungen, dass sowohl hinter dem Mord als auch dem Suizid mehr steckt, doch das Verhalten und die Rolle der Tochter des Angeklagten/Opfers, die selbst ein Zombie mit Kontakten zu Filmore Graves (aufgrund der Gehirnmischung, die deren Soldaten erhalten) ist, bleiben zu diesem Zeitpunkt noch sehr rätselhaft.
Dabei darf man sich fragen, wieso kurz vor dem Abschluss der Staffel die nächste Storyline in einem Dschungel unterschiedlicher Geschichten eröffnet wird und ob sich die Macher mit dem nächsten offenen Fass wirklich einen Gefallen tun, denn sicherlich ist diese wieder mit anderen Teilen des Plots verstrickt. Ein wenig mehr Konzentration und dafür weniger Streuung könnte der Serie durchaus guttun.
Major (Robert Buckley) und vor allem dessen neue Freundin Shawna (Sarah Jurgens) sind eine weitere Storystraße, die momentan nirgendwo hinzuführen scheint. Eben, weil es derzeit so viele Verstrickungen gibt, könnte die Zeit sicherlich besser investiert werden.

Das heißt jedoch keineswegs, dass es nicht auch sehr spannende Ereignisse zu bestaunen gab: Blaine (David Anders), dem wirtschaftlich noch die richtige Initialzündung fehlte, wird sein Geschäft dank Boss nun ordentlich ankurbeln können. Ob dieser sich mit seiner Rolle abfinden kann, ist jedoch mehr als fraglich und Blaine einen Kopf kürzer zu machen, um diesen endgültig zu eliminieren, dürfte immer in der Luft schweben. Schließlich wirkt Boss nicht wie jemand, der sich mit einem Dasein als Untergebener zufriedengibt.
Ravi (Rahul Kohli) hat nach seinem schwierigen Einstand in dieser Staffel eine sehr positive Entwicklung durchgemacht und wird sehr gelungen in die Geschehnisse eingebunden. Er steckt außerhalb der Gerichtsmedizin mittendrin in der Geschichte und durfte zudem diese Folge ordentlich Mut beweisen, indem er sich vor Don-E (Bryce Hodgson) stellt, der es ihm mit seinen Provokationen gegenüber Johns und Konsorten nicht gerade einfach machte.
Ein weiteres Plus war unter anderem die herrlich heitere Verhörszene (Stichtwort: Ninja Turtles) sowie die witzige Vorbereitung von Liv und Blaine im Auto auf den bevorstehenden Kampf. Eine Eskalation lässt sich sicherlich nicht mehr vermeiden, aber die Vorfreude auf die Tritte in den Hintern, welche die beiden als Zombies verteilen werden, ist groß.
Fazit
Mit Hinblick auf den Staffelendspurt würde „iZombie“ gut daran tun, das aktuelle Plotgewirr zu entschlacken, anstatt es weiterhin auszubauen, um somit gleichzeitig die wichtigsten Elemente der Geschichte zu priorisieren und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu bieten. Hier läuft die Serie Gefahr, sich mit ihren Ambitionen zu übernehmen, denn ansonsten stehen uns Episoden bevor, die zwar clever konstruiert sind und sicherlich auch ordentlich Spannung erzeugen, aber dementsprechend auch gehetzt wirken könnten, da zu viel Inhalt auf zu wenig Zeit gequetscht wird.
Return of the Dead Guy ist trotz dieser Sorgen aber bei weitem keine schwache Folge in einer bisher gelungenen Staffel, denn die Atmosphäre und der Ton der aktuellen Episoden halten sich weiterhin auf hohem Niveau.
Der Trailer zur nächsten Episode von „iZombie“ (3x11):
Verfasser: Tim Krüger am Mittwoch, 7. Juni 2017iZombie 3x10 Trailer
(iZombie 3x10)
Schauspieler in der Episode iZombie 3x10
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?