iZombie 3x04

© ose McIver. Malcolm Goodwin und Rahul Kohli in „iZombie“ / (c) The CW
In der Episode Wag the Tongue Slowly der US-Serie iZombie beschäftigen sich Liv (Rose McIver) und Clive (Malcolm Goodwin) mit dem potentiellen Mord an einer neugierigen Büroangestellten. Major (Robert Buckley) spannt einen verkaterten Ravi (Rahul Kohli) bei der Suche nach Natalie (Brooke Lyons) mit ein, während sich Peyton (Aly Michalka) um Blaine (David Anders) kümmert.
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Das Szenario des Mordfalls gestaltet sich für die Ermittlung denkbar schwierig, denn das Opfer Cheryl (Fiona Hogan) war nicht nur dafür bekannt, jedweden Klatsch im Büro zu verbreiten, sie machte sich mit dieser anstrengenden Angewohnheit auch noch jede Menge Feinde. Die Liste der potentiellen Täter ist dementsprechend lang und der Umstand, dass sie alle plausible Alibis vorweisen können, macht die Sache nicht gerade leichter.
Doch nach gründlichen Nachforschungen finden Liv und Clive den Grund dafür heraus, denn der Großteil des Büros steckte gemeinsam unter einer Decke, um der gesprächigen Cheryl eine Lektion zu erteilen. Zwar sollte das Ganze ein Scherz sein, doch eine unvorhergesehene Reaktion mit einem ihrer Medikamente schickte sie frühzeitig unter die Erde.
Major rekrutiert derweil einen Ravi im depressiven Katermodus, um ihm bei seiner Suche nach Natalie unter die Arme zu greifen. Dass die Situation für die beiden im Verlauf der Episode äußerst gefährlich wird, schreckt ihn jedoch nicht ab. Schließlich kann er sie ausfindig machen und sie vor eine Wahl und einen möglichen Ausweg aus ihrer misslichen Lage stellen.
Peyton beaufsichtigt unterdessen Blaine, um bei möglichen Auswirkungen des experimentellen Heilmittels für ihn da zu sein. Zwar scheint die Dosis bei ihm keine Auswirkungen zu haben, doch auf die Beziehung zwischen ihm und Peyton hat die gemeinsam verbrachte Zeit auf jeden Fall Einfluss, denn die beiden kommen sich wieder deutlich näher.
You're not Gallahad after the Holy Grail. You're Don Quixote tilting at windmills.
Wag the Tongue Slowly bringt iZombie in allen Bereichen einen kleinen Schritt vorwärts. Der Fall der Woche ist zwar kein besonders spezieller, kann aber unterm Strich ordentlich unterhalten. Livs (Rose McIver) adaptierte Neugier hilft dabei nicht nur bei dessen Lösung, sondern bringt sie und Clive (Malcolm Goodwin) auch auf eine weitere Spur im Mordfall von Wally und seiner Familie.
Der daraus resultierende Besuch bei dem äußerst unangenehmen Zeitgenossen auf dem Schießstand kann zwar keine Aufklärung bringen, deutet jedoch ganz klar an, dass der Tag, an dem Zombies und Menschen im bewaffneten Konflikt aufeinander losgehen, nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Zwar ist dies derzeit noch reine Spekulation, aber bereits jetzt werden Stück für Stück die Rädchen für dieses Szenario in Stellung gebracht, welches vielleicht am Ende der Staffel Serienrealität werden könnte. Möglicherweise sehen wir diesen speziellen White-Power-Waffennarren auch noch einmal wieder, denn dieser ist von der Existenz von Zombies nicht nur überzeugt, durch seinen Bruder bei Max-Rager könnte er sogar wirklich über die Situation Bescheid wissen.
Nach Ravis (Rahul Kohli) emotionalem Hürdenlauf der letzten Woche war es natürlich besonders interessant, seine Entwicklung in dieser Episode zu beobachten. Die Entscheidung, dessen depressive Katerstimmung für amüsante Momente und lockere Witze einzusetzen, ist definitiv eine gute Entscheidung und funktionierte tadellos, so dass die allgemeine Leichtigkeit der Serie trotz der schwierigen Zeit für ihn erhalten blieb. Zudem durfte er als Sidekick sowohl für Liv als auch für Major (Robert Buckley) essentielle Hilfestellung leisten.

Majors Handlungsstrang war dieses Mal der spannendste Part der Episode. Während die gesundheitliche Bedrohung wie eine tickende Zeitbombe über ihm schwebt, verhilft ihm die dadurch entstandene Dringlichkeit zu einer großen Portion Mut, um Natalie nicht im Stich zu lassen und möglichst schnell an sein Ziel zu kommen, sie zu retten. Die besondere Musikaffinität von iZombie kam in diesem Zuge wieder einmal zum Vorschein, nachdem er sich nach Ravis Kommentar zu den Klängen von „I Don Quixote“ aus dem Musical „Man of La Mancha“ aufmacht, um Natalie aus der Höhle des Löwen zu befreien.
Darüber hinaus bleibt der Ausgang seiner Geschichte derzeit enorm interessant, denn durch den erwähnten gesundheitlichen Druck ist es nicht sicher, ob er seine Erinnerungen nun behalten kann...
Ein wichtiger Indikator für den Ausgang ist Blaine (David Anders): Spätestens nach dieser Heilmitteldosis erhöht sich die Möglichkeit, dass er seine Erinnerungen nun im Stillen wiedererlangen könnte. Sein Wandel machte ihn als Charakter immer sympathischer, was auch Peyton (Aly Michalka) definitiv festgestellt hat, denn sein unschuldiger Charme ist nun endgültig zu ihr durchgedrungen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass er so oder so noch Zugang zu seinen alten Erinnerungen bekommen wird. Zum einen bringt das nämlich einen sehr spannenden Faktor in seine neue Beziehung zu Peyton und zum anderen würde ohne einen Erfolg des Serums Major seine Erinnerungen verlieren, wovon man derzeit nicht zwangsläufig ausgehen sollte.
Fazit
Wag the Tongue Slowly bringt iZombie an vielen Punkten subtil voran, ohne die großen Fässer frühzeitig in der Staffel aufzumachen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge bleiben dabei stets spannend, weswegen die Episode letztendlich einen guten Eindruck macht. Viele Figuren machen interessante Entwicklungen durch, ohne dass es sich leicht voraussagen lässt, wohin die Reise führt. Aber genau das macht neben dem typisch treffsicheren lockeren Humor derzeit den Reiz der Serie aus.
Trailer zur nächsten Episode, „Spanking the Zombie“ (3x05), der US-Serie „iZombie“:
Verfasser: Tim Krüger am Mittwoch, 26. April 2017iZombie 3x04 Trailer
(iZombie 3x04)
Schauspieler in der Episode iZombie 3x04
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